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Schattenkanzler Diekmann läßt abstimmen

Das bei dem Ex-Bielefelder Kai Diekmann im Oberstübchen nicht alles so ganz fest verschraubt ist wie notwendig, wissen wir ja. Aber nachdem neulich in der „Gorch-Fock-Affäre“ ein Redaktionsmitglied bei Herrn Lügenbaron mitfuhr und er daraufhin per BLÖD den Kapitän des Segelschulschiffes suspendierte, das hat neue Qualitäten. Von Herrn Diekmann möchten wir uns nun wirklich nicht „regieren lassen“. Wer Freunde wie dieses Plebejer-Blatt hat, der braucht keine Feinde mehr.

Ach so, bevor wir es vergessen: 12 Stimmen von hier für „Rücktritt“. Die 12 x 14 Cent für die Anrufe waren es uns wert.

Es tut mir ja auch leid, wenn wir Bielefelder und Ostwestfalen noch ein wenig Karl-Theodor Barn von zu Guttenberg-Münchhausen etragen müssen. Aber wer ihn nicht als näcjhsten Kanzler einer CSU-geführten Banananrepublik haben will, muss ihn eben sezieren und seine Hohlheit entlarven. So wie das Hans Hütt auf „Carta“ mit der Kelkheimer Rede vor bedingungslos Huldigenden getan hat. Da kommt dann schön zu Tage, wes hohlen Geistes Kind der junge Herr aus der fränkischen Provinz wirklich ist:

Hier inszeniert sich der Narziss in einem Naturbild, das ihn als Solitär, als standhaft, in uralter Tradition von Schutz und Gehorsam stehend, überhöht. Das Bild versetzt zugleich die durch Geschäftsordnung der Bundesregierung und geltende Gesetze definierte Funktion seines Amtes in eine post-zivile Höhenluft, die ihm, wie die folgende Passage belegt, nicht gut bekommt. Er hyperventiliert. Kommt vom Weg ab. Vergreift sich in der Metapher. Begeht Bergfrevel. Kann also nicht einmal in der familialen rhetorischen Domäne reüssieren, ohne Spuren zu hinterlassen, die den Täuschungsversuch – oder sollte ich besser sagen: den Selbsttäuschungsversuch? – offenbaren.