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Ob das funktioniert?

Nun hat sich ja nichts verändert, im kleinsten Bundeslande an der Weser. Eigentlich unnötig darüber zu schreiben. Wäre da nicht eine Nachricht, welche man von da oben so hört.

Die Neuverschuldung wollen SPD und Grüne bis zum Jahr 2020 auf Null senken, während der Schuldenberg von 18 Milliarden Euro bleibt.

Nehmen wir einmal an, die Neuverschuldung würde bis auf weiteres ausgesetzt, so stellt sich die Frage, ob ein Land, auch von der “Kleine” Bremens überhaupt regierbar und finanzierbar ist. Will man sämtliche Ausgaben so kürzen oder streichen, daß wirklich nur noch das rein lebendsnotwendige unterhalten wird und den Rest läßt man vor sich hindümpeln? Auch Rot-Grün muß klar sein, daß dann bei der nächsten Bürgerschaftswahl die Gefahr besteht, daß sich das Baden-Württembergische Ergebnis in Bremen ins Gegenteil umwandelt. Die Ziele kann man nicht hoch stecken, außer beim Schuldenabbau, doch zu welchem konkreten Preis?

Die Liberalen können von Glück sagen, daß sich der ein- oder andere Ortsverband vom Stadt-/Landesverband nicht abspaltet oder gar auflöst. Deren Ergebnis war zu erwarten, doch Herr Linder hat Recht: Es ist keine Folge der gerade begonnenen Reformierung der Partei sondern ein Signal, daß noch viel Arbeit auf die neue gelbe Führungsriege zukommt.

Die Linken erledigen sich nicht von selbst, sondern sind nur gescheitert, aufgrund der (noch) zu hohen Symphatie, welcher der SPD gilt und wegen des Höhenfluges der Grünen. Schwamm drüber.

Die Union wird sich den Grünen öffnen müßen. Doch wollen diese mit dem alten “Feind” wirklich kooperieren? Staatsmännische Verantwortung und Notwendigkeit gegen ideologische Differenzen eintauschen und einen neuen Versuch starten? Hm, gelungen ist es schon im Saarland, nur gescheitert wegen der FDP hauptsächlich. Wir werden sehen.

Nun ja, bis zum nächsten Superwahlmonat im September haben wir ja noch lange Zeit. Wer weiß, wie die Welt bis dahin aussieht.

„Absoluter Wille zur Zweitklassigkeit fehlte“

Eigentlich sind die Vereinsfarben schwarz-weiß-blau, doch die Gesichter der Fans von Arminia Bielefeld waren seit dem Saisonbeginn meistens rot vor Zorn. Zornig auf Spieler, denen nicht nur das Talent, sondern auch der absolute Wille zur Zweitklassigkeit fehlte. Zornig auf ein Management, das einen unerfahrenen Trainer (Christian Ziege) verpflichtete, sich mit Kampfansagen zur Winterpause („Wir rocken die Rückrunde“) lächerlich machte und so zerstritten ist, dass es den Klub an den Rand des Ruins getrieben hat.

Das „Mindener Tageblatt“ liegt zwar in jener Stadt, die schon ganz oben im Norden von OWL die Warenströme von und aus Niedersachsen und die Schiffahrt auf der Weser kontroliert, aber ARMinia B… ist auch da ein Thema.

Insofern eine schöne Bemerkung , „wenn der absolute Wille zur Zweitklassigkeit fehlt“. Da hauen wir doch nach dem gestrigen Possenspiel, der von DFB/DFL erbettelten Millionenspritze und den neuesten Bemerkungen von Finanzgeschäftsführer „Schnitzl“ noch einen drauf:

ARMinia und die Stadt Bielefeld wünschen sich und der Region einen wunderbaren Aufenthalt und angesichts knapp 28 Mio. Miesen einen „würdevollen Neuanfang“ in der Drittklassigkeit. Das Führungsteam dafür haben sie ja schon in Liga 1 und 2 erprobt.

Auf gehts!