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Vorsehung

Sie reden, reden, reden. Über die Morde von Norwegen, die „Schockstarre“ und das Unglück von Duisburg vor einem Jahr. Sie schreiben, schreiben, schreiben darüber. Immer wieder die gleichen Bilder. Irgendwie stumpft es ab. Ist man deshalb pietätlos, wenn man lieber still trauert? Wenn man nicht wie damals beim Freitod Robert Enkes ein ganzes Stadion gefüllt sehen will? Die Medien haben keinerlei Hemmungen, in Cinemascope auf die Gesichter von trauernden Mensch zu halten und immer wieder die gleichen, abgeschmackten Fragen zu stellen. Derweil die Staatsanwaltschaft es auch nach einem Jahr nicht geschafft hat, die letztlich Verantwortlichen zu nennen. Was der eigentliche Skandal ist.

Man wird den schlechten Geschmack nicht los, wenn die Medien Sendezeit, Webspace und Altpapier mit immer den gleichen Worten, Mutmassungen und Statements „wichtiger“ Personen füllen. Vor allem, wenn die Chefin der Berliner Junta jetzt in einem Atemzug als „auserkorenes Ziel“ zusammen mit Linken, SPDlern und „Islamfreunden“ genannt wird. Da rollen sich die Zehnägel auf. Hatten wir auch schon mal, als ein gewisser Herr H. von „Vorsehung „faselte, die ihn bei einem Attentat gerettet hätte. Die Vorsehung ist hoffentlich so charakterstark, nicht rechte Idioten für die Abdankung der Dame zu bemühen, sondern den demokratischen Vorgang der Abwahl abzuwarten.