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„Honorable“?

Der Herr von und G., dem samt Familie der Abgang aus Deutschland gelang, bevor akademische Eier und Tomaten flogen, wird in den USA und Kanada bei der Ankündigung seiner Vorträge über die „Weisheiten über die Wirtschaft des alten Europa“ als „Honorable Statesman“ angekündigt. Als ob wir es im Gegegensatz zu den Chefnaiven nicht ein wenig besser wüssten?

Was hat er geleistet? Nichts
Was hat er gearbeitet? Kann man vergessen

Also Strich unter den Typ. Aber das gelingt nicht. Denn er hat das Gen, was „richtige“ Politiker und Staubsaugervertreter („Der kleine Heinzelmann“) gemeinsam haben: An der Vordertür per Arschtritt rausgeflogen, klopft er mit einem verlängerten Körperteil schon wieder an der Hintertür.

Lieber „Change? Vergesst es“-Obama: Behalt ihn noch eine ganze Weile. Oder bürger ihn gleich ein.

Mephistogrinsen

Karl-Theodor von und zu Schreibab hat es immer noch drauf. Dieses dämliche, selbstgefällige, leicht degenerierte Mephistogrinsen, wie es auch ein Thomas M. mit sich rumträgt. Die Amerikaner lieben es in ihrer grandiosen Einfachheit. „Angesehener Staatsmann“ ist er da jetzt und „Vordenker“ eines Think tank. Applaus. Donna Lüttchen hat sich heute Morgen transatlantische Kotztüten besorgt. Für Thomas M. gleich mit. Den haben sie nämlich jetzt auch in einem Konzern die Treppe raufgeschoben.

Merke: Das Netzwerk der Gauner funktioniert. Immer. Eine bestimmmte „Elite“ lebt von und mit dieser Einstellung und ihrer Charakterlosigkeit.

Die Guttis drohen schon mit Rückkehr

Auf t-online (powered by BILD) drohen die Guttis schon:

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zieht in den nächsten Wochen mit seiner Familie in die USA. Das bestätigte seine Frau Stephanie zu Guttenberg der „Bild“-Zeitung (Dienstag). „Wir verlegen unsere Basis für einen begrenzten Zeitraum. Wir wandern nicht aus. Wir bleiben Deutsche, mit ganzem Herzen. Und wir kommen zurück. Das ist schon mal klar“, sagte sie.

Vielleicht macht sie ja jetzt in den USA den „Doctor“ 🙂

„Andauernde Hetzkampanie“ von Merkels „Scherpen“

Uwe1 schrieb: am 28. Juli 2011 um 12:22:47
auf nach Amerika
Ich wünsche jedenfalls den zu Guttenbergs viel Glück in den USA. Nach der andauernden Hetzkampanie, auch von Merkels Scherpen ist das das einzig richtige. Schon aus Sich von Angela musste ein Konkurrent abgesägt werden. So sind sie eben, unsere Politiker nur auf den eigenen Status bedacht, das Volk ist denen sch… egal. Er wird sicher in den USA erfolgreich sein!!

Oha. Da schrieb einer im Forum von T-online einen Kommentar zu Guttenbergs Abgang in die USA. Hätte der Junge im Deutschunterricht mal nicht so viel falsch beim Nachbarn abgeschrieben, sein Beitrag hätte keine Fähler 🙂 Aber das macht ja nichts. Daran sind sicher nur die Anderen schuld. Wie bei seinem glühend verehrten Vorbild.

Das gibt es nicht nur in den USA

Der Vorfall ist unstrittig – die DNS-Analyse beweist den Sexualkontakt zwischen Dominique Strauss-Kahn und dem New Yorker Zimmer-mädchen. Hat aber die Frau aus freien Stücken gehandelt, oder wurde sie gezwungen? Diese einzige wirklich wichtige Frage muss nun von der US-Justiz geklärt werden. Wer jedoch die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden kennt, darf bezweifeln, dass Polizei, Staatsanwaltschaft und Richtern eine belastbare Antwort einfällt. »Belastbar« heißt: im Einklang stehend mit europäischen Rechtsvorstellungen. Es mag diese eurozentrische Sicht für anmaßend halten, wer das amerikanische Rechtssystem dem europäischen für überlegen hält – allein: es ist genau umgekehrt. Der Prüfstein, an dem sich Recht von Fehlurteil scheidet, die Gretchenfrage also lautet: Wie hältst du’s mit der Unschulds- vermutung? Hüben wie drüben stehen sich zwei Strafrechtskulturen diametral gegenüber. In der europäischen Tradition ist der Angeklagte mit demselben Respekt und derselben Fairness zu behandeln, wie sie einem Unbescholtenen gebührt. Das heißt, dass die Justiz auch Fakten zu ermitteln hat, die zu seinen Gunsten sprechen. In den USA hingegen nimmt man die Schuld des Angeklagten vorweg. Polizist und Staatsanwalt bleiben untätig, und so verdampft die hohe Maxime in dubio pro reo, im Zweifel für den Angeklagten, zu einer hohlen Phrase. Wo der Apparat schlicht keine Zweifel hegt, weil er eben nichts Entlastendes recherchiert, ist eine erfolgversprechende Verteidigung Glückssache. Die dem amerikanischen Strafrecht innewohnende Menschenverachtung erhebt bereits im Perp-Walk (von perpetrator = Straftäter) ihre hässliche Fratze: Bevor auch nur ein einziges Wort vor Gericht gesprochen ist, führt die Polizei den Angeklagten öffentlich vor. Seht her, wir haben den Übeltäter, signalisiert diese unwürdige Zurschaustellung. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg sagte ganz ohne Arg: »Wenn du den Perp-Walk nicht willst, begeh kein Verbrechen!« Wenn das keine juristische Vorverurteilung, kein staatlich legitimiertes Vorurteil ist – was dann? In den USA wird vor Gericht gekämpft. Die Vorstellung vom Kampf ist Amerikas Bürgern seit der gewaltsamen Landnahme im 18. und 19. Jahrhundert zur identitätsstiftenden Denkfigur geworden. US-Strafverfahren sind ritualisierte Aggression, in deren Verlauf dem Inhaftierten die Last aufgebürdet wird, trotz eingeschränkter Bewegungsfreiheit (und trotz des meistens arg begrenzten Finanzspielraums) gegen die Staatsmacht zu kämpfen. Wer sich angesichts der ungleichen Chancen an das archaische Gottesurteil erinnert fühlt, zielt nicht weit daneben. Atavismen jedoch beschädigen die Umgangsformen der Moderne. Es wird kolportiert, Strauss-Kahn versuche jetzt sein Glück mit Bestechung. Wenn dem so wäre: Das ist Kampf. Typisch USA.

Liebes Westfalen-Blatt. Dürfen wir Euren Kommentar zum amerikanischen „Rechts“system ein wenig ergänzen? Nicht mal so weit weg vor der Haustür wird Morgen in Mannheim im Fall Kachelmann „Im Namen der Volkes“ ein Urteil verkündet. Wer den unsäglichen Prozeß und die unsägliche Kampagne einer Alice Schwarzer, der BUNTE und der BILD nebst einem sich lächerlich machenden Verleger im Badischen verfolgt hat, fühlt sich durchaus in amerikanische Verhältnisse versetzt. Auch in Mannheim hatte man den Eindruck, eine hirnrissige Staatsanwaltschaft (nicht zum ersten Mal) drehe Lügen, fehlende und unpassende Indizien exakt in das Gegenteil um. Nur weil ein paar abgehalfterten Ermittlern der Lebenswandel eines Beschuldigten nicht passt. Der aber steht nicht zur Aburteilung an.

Kommentar bewußt unvollständig

»Wir werden getroffen werden von Schicksalsschlägen, aber wir werden aufrecht stehen.« Mit diesen Worten hat General Dirk Backen im Februar 1300 Soldaten und damit das größte Kontingent aller Zeiten aus Ostwestfalen-Lippe an den Hindukusch verabschiedet. Es ist kein Trost, dass der gestrige tödliche Anschlag nicht die Lipperlandbrigade traf. Alle 5000 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan und deren Angehörige muss die Nachricht zutiefst erschüttert haben. Die Öffentlichkeit mag nach 49 deutschen Gefallenen nicht mehr sonderlich hinhören. Für die Militärs ist jeder Fall ein neuer Horror. Dann ist jedwede Information gefragt. Erst verbreiten die Medien eine unkonkrete Meldung, dann überbringen ein hoher Offizier und ein Militärpfarrer irgendwo in Deutschland die Todesnachricht an die Familie und schließlich folgt die Information, welche Einheit konkret betroffen ist. Nach Stunden extremer Anspannung und Angst können die meisten wieder zur Normalität übergehen – scheinbar, bis zum nächsten Terror nach dem Terror.

Hätte das Westfalen-Blatt nicht den letzten Teil seines Kommentars vergessen, es wäre rund geworden. Dieser Teil lautet nämlich:

„Nach der (angeblichen) Ermordung und superflotten Seebeerdigung des (angeblichen) Osama bin Ladens ist der Antiterrorkampf in Afghanistan/Pakistan/Iran/Irak/Burma/Birma/Vietnam/Indien eigentlich zu Ende. Was machen sie also da wirklich?“ Aber so schreibt natürlich kein Westfalen-Blatt. Denn, wenn kein „Terror“ als Grund, dann auch keine Auslandseinsätze, für die man Milliarden verschwendet. Offensichtlich ist unsere südlichste Grenze imer noch der Hindukusch.

Pure Sensationslust?


Sensationslust oder Cjronistenpflicht: NW-Videos online

Früher war es schon in den Zeitungsredaktionen Dauerthema: Was zeigt man im Bild. Was nicht?

Dann lernten die Bilder im Internet laufen und die hochgeladenen Videos kamen. Die Frage bleibt: Welchen sittlichen Nährwert, welchen „Unterhaltungswert“ oder welche „Chronistenpflicht“ haben solche bewegten Bilder? Reichen nicht die ewigen öden Bilder von zerquetschten Autos oder ist das Zeigen von Schrott, in dem 18/20-jährige starben, auch Chronistenpflicht?

Wer jetzt sagt, die USA „müssen“ das Bild vom zerschossenen Kopf Bin Ladens zeigen, hat aber jetzt auch ein Problem. Die Amis sind ja so geschamig 🙂 Wie will/soll man einen zerschossenen Kopf dem angeblichen oder ehemals wirklichen „Staatsfeind Nr. 1“ zuordnen? Wo doch noch nicht einmal – ausser ein paar „Geheimnisträgern“ – jemand wirklich weiß, wen sie da ins Meer gekippt seebeerdigt haben. Und warum das so schnell gehen musste….. Was hatte Bin Laden eigentlich mit dem Meer zu tun? War er Seefahrer?

Ein ordentliches Gericht, ein ordentliches Verfahren. In Den Haag. Von Experten beurteilte Beweise. Das wäre der Weg gewesen. Das wäre Rechtsstaat. Geht aber in den Staaten mit ihrer Cowboy, Panzerfahrer – und Drohnenfernsteuermentalität wohl heutzutage nicht mehr. Vielleicht, weil Dinge ans Licht kämen, die es auf ewig scheuen sollen?

Und Biden betete den Rosenkranz



Man stelle sich vor, Osama Bin Laden wäre noch am Leben. Die US-Einheit hätte ihn im pakistanischen Abbottabad nur gefangen genommen. Der meistgesuchte Terrorist wäre nicht tot, sondern auf einem US-Flugzeugträger, in Guantanamo oder irgendeinem Sicherheitsgefängnis in den USA. Ganz ehrlich: US-Präsident Barack Obama und mit ihm die freie Welt hätten viele Probleme mehr. In dem Fall hätten Bin Ladens Gefolgsleute ein klares Ziel: die Befreiung ihres Idols. Eine Geiselnahme reihte sich vermutlich an die nächste. Viele Unschuldige müssten sterben – solange, bis Washington weich würde oder, was sehr unwahrscheinlich ist, El-Kaida vollständig ausgeschaltet wäre. Der Tod des Verbrechers Osama Bin Laden hat also der Welt einige Sorgen erspart. Darum sind die Erleichterung und bis zu einem gewissen Grad sogar die Freude verständlich. Der US-Präsident traf mit der Feststellung, »der Gerechtigkeit ist Genüge getan«, die Gefühle der meisten Menschen. Freilich entscheiden in einem Rechtsstaat nicht Gefühle, sondern Richter. Als die deutsche GSG 9 im Oktober 1977 eine von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine auf dem Flugplatz von Mogadischu stürmte und dabei drei der vier Geiselnehmer tötete, da hatte die Bundesregierung vorher die Zustimmung des somalischen Präsidenten. Die Tötung Bin Ladens aber geschah ohne Wissen oder gar vorherige Zustimmung der pakistanischen Regierung – sagt der dortige Präsident. Da sich die USA und Pakistan nicht im Kriegszustand befinden, Pakistan im Gegenteil offiziell sogar als Verbündeter Washingtons gilt, ist die Aktion aus völkerrechtlicher Sicht mindestens fragwürdig. Wichtig für eine juristische Bewertung ist auch der genaue Verlauf. Starb Bin Laden im Kampf oder wurde er danach durch Kopfschuss hingerichtet? In vielen US-Staaten gilt die Todesstrafe. Vielleicht werden gezielte Tötungen deshalb dort von der Öffentlichkeit anders bewertet. Legal sind Todesschüsse in den meisten Ländern im Frieden ausschließlich in Notwehr – etwa wenn Geiseln nur so gefahrlos befreit werden können. Obama weiß um die Problematik außergesetzlicher Hinrichtungen. Gerade darum fragt man sich: War es richtig, die Leiche, die jeden Verdacht entkräften kann, im Meer zu versenken, um damit ein »Märtyrer«-Grab zu verhindern? Recht ist, was Richter entscheiden, nicht, was Politiker, für Recht erachten. Das Risiko besteht, dass Bin Laden dann womöglich noch frei wäre. Eines muss man dem US-Präsidenten zugute halten: Äußerlich hat er jedes Triumphgefühl unterdrückt. Auch das Foto, auf dem er und sein Sicherheitskabinett den Angriff am Bildschirm verfolgen, zeigt Angespanntheit – keine Freude. Es entstand, weil Obama stets von einem Hausfotografen umgeben ist. Aber es ist klar, dass das Bild vom Weißen Haus gezielt ausgewählt wurde – wie alle Fotos, die vielleicht noch von der Aktion in Abbottabad folgen. Die Bilder jubelnder Amerikanern werden denen, die El-Kaida nahestehen, bitter aufstoßen. Damit muss und kann der Westen leben. Schwieriger wird die Lage für Pakistan. Es kann sein, dass das Land unregierbar wird und auseinanderfällt. Das würde nicht nur den Einsatz in Afghanistan erschweren. Weil Islamabad über die Atombombe verfügt, könnte Pakistan zum Sprengstoff werden, vor dem die Welt sich wirklich fürchten muss.

Da liefert das Westfalen-Blatt ja mal wieder ganz großes Kommentarkino. Man stelle sich folgende Situation vor: China erklärt den Chefredakteur des Blattes zum „Staatsfeind Nr. 1“, legt keine exakten Beweise für sein Handeln vor, macht ihm keinen Prozeß. Eines Abends fliegt man mit vier Hubschraubern und 70 Specialagentens in der Sudbrackstraße vor, entert die Rotation und knallt den unbewaffneten Mann ab. Die Leiche versenkt man flugs im Obersee. Das ganze Spektakel wird life nach Peking übertragen. Der Staaatschef erzählt das vor laufenden Kameras der ganzen Welt, die das gefälligst zu glauben hat. Was wäre dann wohl los im in der Vergangenheit so verlogenen Weißen Haus?

Wie man in der NW als Aufmacher lesen darf, plant der schwarze Teleprompterableser „Den großen Schlag gegen El Kaida“. Endlich hat er sein Thema gefunden, nachdem ansonsten alles politisch im Eimer ist. Gratulation, Mr. President. Die USA erklären der Welt „das Gute“. Und die Uckermärker Rouladenbraterin applaudiert vorauseilend.

„Frieden schaffen mit Waffen“. Einfach Genial. Wie Guantanamo. Wie der Irak-Überfall. Wie die Inhaftierung eines angeblichen Wikileaks-Informanten als „Staatsfeind“. Wie die Billionen-Staatspleite der USA.

Jetzt brauchen sie aber ein neues Feindbild…


Screenshot aus: Spiegel.online

Soso. Kaum ist der Stern des Welthoffnungsträgers Barack Obama fast unter Null gesunken, finden die US-Invasoren also in Pakistan direkt neben Afghanistan den Herrn Laden nach fast zehn Jahren und killen ihn. Da wir nicht dabei waren, ist auch das – wie alles was von CIA & Co. kommt – durchaus mit Skepsis zu betrachten. Fast 10 Jahre angebliche Suche mit der gewaltigsten Kriegsmaschine, die es auf dieser Erde gibt. Mit Satellitenüberwachung, deutschen Brunnenbohrern am Hindukusch und zehntausenden unschuldigen Opfern.

Alles wird jetzt gut. Danke, liebe USA.

Nachtrag aus Spiegel.online: Eine Spezialeinheit hat Terrorchef Osama Bin Laden in einem Gebäudekomplex in Pakistan getötet – fast zehn Jahre lang fahndeten die USA nach dem Qaida-Führer. Wie geht es jetzt weiter? Verfolgen Sie die Reaktionen im Liveticker. Und da steht dann, sie hätten ihn „bereits im Meer versenkt“.

Entschuldigung, ich muß grade sehr laut lachen. Das ist der Gag. Eine sich als Weltpolizei aufspielende „ehrliche, demokratische, bis an die Zähne jedes Einzelnen bewaffnete“ Nation, die jeden Furz in Cinemascope, Superbreitwand und von den diversen „TalkmasterInnen“ kommentiert veröffentlicht, versenkt ihren „schlimmsten Feind“ stante pede im Meer????????? Herr Obama, hören Sie einfach einmal auf, Märchen zu erzählen und geben Sie den Friedensnobelpreis zurück. Verdient haben Sie ihn ohnehin nicht.

Herr Obama, rufen Sie Frau Merkel an!

Jetzt wird’s ernst im Parteienstreit um den Staatshaushalt der USA: Der Krisengipfel im Weißen Haus ist gescheitert, ab Mitternacht geht der Regierung das Geld aus – mit potentiell dramatischen Folgen. Präsident Barack Obama warnt vor einer Rezession und hofft auf den Last-Minute-Kompromiss. Quelle.

Oh, hat die Geldruckmaschine FED kein Papier mehr? Ach, Mr. Obama, da gibt es doch eine ganz schnelle, ganz einfache und bereits durch einen Ackermann erprobte Lösung: Einfach Angela Merkel anrufen und sagen, Sie hätten Geburtstag und wollen ein paar nette Leute zwecks Spendenerbettelung ins Berliner Kanzleramt einladen.

Achten Sie aber bitte darauf, daß die Liste der Teilnehmer diesmal nicht geschwärzt ist, wenn Sie eine Restahnung haben, wie Demokratie funktioniert. Angela Merkel mußte nämlich erst per Gerichtsurteil dazu gezwungen werden, eine ihrer vielen Kungeleien (Gelernt beim Politbüro und der FDJ und Birne Kohl) offen zu legen. Aber die Angela aus Templin, die macht das schon. Das ist sie ja gewohnt, das macht sie wie in ihrer Templiner Datsche. Rouladen anbraten kann sie auch. Schön schwarz mit leicht sozialistischem Hauch: „Gewinne wenigen, Verluste den meisten“.

Ansonsten, good luck Mr. President! Deutschland geht es derzeit so Superdupiumwerfendphantastisch gut, die Leute – allesamt dank Niederigstlohn Großverdiener – sind „zufrieden wie nie“, wählen aber komischerweise nicht die, die ihnen dieses Gück und Seligkeit per Umfragen „bescheren“. Aber das macht ja nichts, da sind wir halt alle Brüdeles und Rösleins.

Aber das wird schon, Barack!

„Flugverbotszone“ am Boden?

So ganz kann einem der seltsame „Krieg“ in Libyen dann doch nicht am Allerwertesten vorbeigehen. Auch in Bielefeld und drumrum nicht. Jetzt, wo CIA und MI6 „drin“ sind und das Flugverbot am Boden durchsetzen (war doch eh klar, oder?) läuift es auf das hinaus, was der verdruckste Herr Obama (riesige Probleme in den USA) mit dem dämlichen Amateurnapoleon Sakotzy (riesige Probleme in Frankreich) und dem englischen Scharfmacher Cameron (riesige Probleme in England) geplant haben: Destabilsierung Nordafrikas und der arabischen Welt. Wenn dann noch der Clown mit den Problemen zwischen den Beinen aus Rom, Berlusconi, anhechelt, wirds urgemütlich. Wann sind Iran und Syrien „dran“?

Ob das Volk da unten wirklich danach „bessere Verhältnisse“ hat oder lediglich die Ölquellen in „anderen Händen“ sind? Was haben wir hier doch versäumt, weil Stefferls vermuitliches Doktorarbeitsspiel für ihren Helden nicht ganz geklappt hat. Der würde hintransallen, mal kurz am Fallschirm runtersegeln und paffpaff hätten wir wieder Kolonien in Afrkka. Jawoll. Darauf einen Zapfenstreich.

Was geschieht nun…?

Das Chaos wird offenkundig immer größer. Die Armeeführung fühlt sich nicht mehr in der Lage, Recht, Ordnung und Gesetz aufrechtzuerhalten, geschweige denn die reguläre Polizei. Ist nur die Frage, wie Herr Mubarak einen relativ würdigen Abgang bekommt. Ins Ausland wollte er nicht gehen, da ihm dann wahrscheinlich das selbe Schicksal in Deutschland erwartet hätte, wie einst Herrn Arafat in Paris. Dieser starb in einem Krankenhaus, Mubarak will in Ägypten sterben und wird selbst das wohl nicht mehr können. Und so wird er die Macht an Suleiman vorraussichtlich abtreten und irgend wo ins Exil gehen. Geld genug hat er. Die Frage ist, ob das Volk den Suleiman akzeptiert, oder nur als Übergang bis zur nächsten Wahl duldet.

Und wenn Neuwahlen, wie frei werden sie sein und wie wenig Manipulation. Ein zweites Teheran, wegen Wahlfälschung? Wir werden sehen.

Das Militär jedenfalls wird nur dann putschen, wenn Suleiman entweder nicht akzeptiert wird, was aber unwahrscheinlich ist, oder falls die Wahlen in den kommenden 60 Tagen nichts vernünftiges bringen. Es ist nicht unklar, was Mubarak vor hat, sondern wie es nach ihm nun weitergeht. Und dies ist das Probleme. Wer hat nach 30 Jahren und in der westlichen Welt Bock auf eine, wenn auch zeitweilige Militärdiktatur und schleichendem Übergang? Solche Erfahrungen machte man schon mit Franco in Spanien.

Es besteht natürlich die Möglichkeit, daß Mubarak ein letzes Mal versuchen wird, das Militär auf seine Seite zu ziehen und den Aufstand doch noch mit Panzern niederzuwalzen, aber das ist absurd.

Ob unsere westlichen Werte auch wirklich ein Vorbild sind?

Die Vereinigten Staaten zahlten an Ägypten jährlich 1,3 Milliarden Dollar Militärhilfe und 700 Millionen sonstige Hilfe plus Nahrungsmittelpreishilfen per Annum. Nur um einen Stützpfeiler in der arabischen Welt, eine Art Vorposten zu halten, 30, in Worten dreißig Jahre lang. Für die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten steht wirtschaftlich viel auf dem Spiel.

Und nun reden die US-Regierung und die Regierungschefs von Deutschland, Engelland, Frankreich, Spanien und Italien mit Engelszungen und appellieren an einen geordneten Übergang. Von der paternalistischen Autokratie hin zu den so wundervoll demokratischen Verhältnissen hier bei uns.

Was man von einem Übergang, nach Vorstellung oben genannter Personen, halten kann, offenbart sich in Herrn El-Baradei, Friedensnobelpreisträger und früherer Vorsitzender der Atomenergiebehörde. Eilig nach Kairo gereist, möglicherweise von wem geschickt, um sich dort an die Spitze der Opposition zu stellen. Schon stellte er seine „Einheitsregierung“ vor, mit ihm als Präsidenten, einem Führungsmitglied der Muslimbrüder, Richtern und einem Mann des Militärs. Sie alle haben mit der Organisation der Massenproteste nichts zu tun. „Wir haben die Revolution gemacht und nicht El-Baradei“ skandierten am 31. Januar Demonstranten nach seiner, El Baradeis, Rede auf dem Tahrirplatz in Kairo. Mittlerweile hat er den Präsidentenjob nun doch abgelehnt.

Es wird entscheidend sein, dass die Kräfte des Widerstands, die Kräfte der Selbstorganisation, der Fabrikkomitees und Bürgerwehren an ihrer Selbständigkeit festhalten und dass sich ihr Kampf mehr und mehr mit einer wirklichen Perspektive verbindet. Und daß es auch nach Mubarak nicht so weitergeht wie bisher, daß eine kleine Clique in die eigene Tasche wirtschaftet. Wenn auch vielleicht weniger gewaltlos.

Dafür brauchen die Ägypter, was rede ich, alle Menschen da unten in den betreffenden Ländern und Gebieten jedwede und menschenmögliche weltweite Unterstützung und Solidarität. Welche sich immer weiter und stärker entwickelt.

Selbstverständlich wäre eine Staats-, Verfassungs-, und so weiter-Reform nach Vorbild in Europa und Nordamerika von Vorteil und hätte auch die größtmögliche Verringerung von Korruption, Menschen- und Bürgerrechtsverletzungen zur Folge. Doch perfekt wäre gar nichts und die Gefahr besteht, daß sich, außer vielleicht in humanerer Form, für das ägyptische Volk und den Rest in Arabien und Afrika nichts ändern wird.

Hoffen wir das beste. Ganz im Sinne von Liberte, Egalite und Fraternite.

Obama am schwimmen?

US-Präsident Obama beschwört in seiner Rede zur Lage der Nation den Gemeinsinn. „Wir kommen gemeinsam voran, oder gar nicht.“ Das Land stehe vor Herausforderungen wie 1957, als die Sowjetunion als erste einen Satelliten ins All schossen. Doch wie will Obama Amerika in die Zukunft führen, wo er nicht mal Herr im eigenen Lande ist?

Keine Mehrheit im Parlament, viel Kritik und außer der Gesundheitsreform und einer relativ guten Rolle bei der Ölkatastrophe nichts gehalten. Die Leute sind enttäuscht. Nicht mehr „Yes, we can“ sondern „Yes, we must/should“. Daß den Präsidenten nicht die alleinige Schuld trifft ist klar. Doch in seiner ersten Amtszeit ist soviel negatives passiert und ist mit ihm in Verbindung gebracht worden, daß die Kongreßwahlen gar nicht anders ausgehen konnten. Nun muß Obama sehen, wie er damit zurechtkommt.

Dazu kommt die bevorstehende, und trotz allem unvorstellbare, Pleite der einstigen Supermacht. Man hat den kalten Krieg gewonnen, aufgrund wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und längerem Atem. Doch dieser Atem geht nun aus. Das, was Rußland Ende der 80er geschehen, dies passiert den Amerikanern nun. Ist nur die Frage, wie lange sie noch durchhalten und wie sich das auf uns auswirkt.

Man könnte nun argumentieren, daß Obama als falscher Messias im Angriff auf Amerikas Ur-Werte sein Heil sucht und wie gewohnt ablenkt, durch Verharmlosung seiner Mißerfolge in seiner Amtszeit und die Schuld auf seine gescholtenen Gegner abschiebt. Doch das wäre verkehrt.

Obama war und ist ein Idealist, der das Beste will. Es ist nur die Frage, ob er nicht daran scheitern wird.

Facebook enttarnt

Vom Netzwerk zur Cash Cow: Facebook wird ein immer wichtigerer Werbeträger und wandelt auch in Deutschland auf den Spuren von Google. Der deutsche Vermarktungschef Scott Woods, ein früherer Google-Mann, nennt zwar keine Umsatzzahlen, sieht aber bereits 16 Prozent aller Werbeeinblendungen im deutschsprachigen Internet bei Facebook – vor einem Jahr seien es erst 3 Prozent gewesen. In den USA konzentriert Facebook nach eigenen Angaben bereits 28 Prozent aller Online-Werbeeinblendungen auf seinen Seiten. Neuerdings können Firmen dort Aktionen wie das Check-In eines Nutzers bei Starbucks promoten und als „Sponsored Story“ gegen Bezahlung herausstellen lassen. So rauscht es heute durch die Presse. Aha. Erst nett und süß und huppidruppiwunderbar alle auf die Plattform holen, dann die Adressen undercover verkloppen und schließlich die nächste Web-Blase aufbauschen.

Wer will, bitteschön. Aber wundert Euch nicht, wenn da fleißig von der Zuckerberg-Truppe Inhalt mit Werbung, Undervocer-PR zum Wohle des Heiligen aus den USA vermanscht wird.

Wie die „Wirklichkeit“ aussieht, kann man dieser Meldung auf „pressetext.de“ entnehmen:

Das Zusammenkommen mit potenziellen Geschäftspartnern in der realen Welt – das sog. Networking – ist für das Geschäft wichtiger als das Online-Marketing über das Web 2.0. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus einer gemeinsamen Studie des Münchner Unternehmerkreises Informationstechnologie (MUK IT, www.muk-it.com) und der PR- und Social Media-Agentur European Marketing Communications (euro.marcom, www.euromarcom.de) ziehen. Grundlage bildet die Befragung von über 150 vornehmlich inhabergeführten Software- und Servicehäusern sowie IT-Beratungsfirmen aus Deutschland. Laut Umfrage sind über drei Viertel (76 Prozent) der IT-Führungskräfte in erster Linie daran interessiert, ihr persönliches Networking zu verbessern, um damit das Geschäft in
Schwung zu halten. Hingegen wollen „nur“ knapp die Hälfte (49 Prozent) das Web 2.0 für ihr Marketing einsetzen.