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Irgendwie kommt aus Kassandra Sieker mehr Wahrheit…

Damit macht der Boulevard in der Niedernstraße auf:

… und das läßt TNS Emnid-Schöppi als „Orakel von Sieker“ via Westfalen-Blatt verlautbaren:

So verunsichert wie derzeit sind die Deutschen schon lange nicht mehr gewesen. Zu diesem Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid. „Lange existierende Grundlagen brechen zusammen“, sagte Geschäftsführer Klaus Peter Schöppner gegenüber dem Bielefelder „Westfalen-Blatt“ (Silvesterausgabe). Dazu gehöre der Glaube an eine bessere Zukunft der eigenen Kinder. Außerdem trauten die Deutschen dem Staat mit Blick auf 2012 immer weniger zu. „Sie rechnen mit einem schwachen Staat, der nicht mehr regulativ eingreifen kann“, betont Schöppner. Daher kippe die Stimmung von Optimismus in Richtung Unsicherheit. Um diesen Trend abzuwenden bräuchte es „ein einheitliches Wertesystem, was wir gerade nicht haben“, sagte Schöppner.

Guten Rutsch!

Mann, sind die Stieghorster neugierig

Unsere Stieghorster haben mal wieder was umgefragt und dazu eine Pressemeldung geschrieben. Voilá:

Aller guten Dinge sind drei – auch bei der Zahl der Umzüge in Deutschland. Denn ob aus privaten oder beruflichen Gründen, die Deutschen ziehen im Durchschnitt 3,4 Mal in ihrem Leben um. Allerdings hat jeder elfte Bundesbürger noch nie in seinem Leben den Wohnsitz gewechselt. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Annington, Deutschlands größtem
Wohnungsunternehmen, unter 1.000 Mietern in Deutschland. Im Bundesländervergleich ziehen Westdeutsche häufiger um als Ostdeutsche (3,5 versus 2,9 Umzüge). Dabei liegen Mieter aus Hamburg mit 4,7 Umzügen vorne, dicht gefolgt von den Berlinern, die 4,6 Mal ihren Wohnsitz wechseln. Den dritten Platz teilen sich Personen aus Sachsen-Anhalt und dem Saarland mit durchschnittlich 4,3 Umzügen. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen bewegt sich wenig: Mit gerade einmal 1,8 Umzügen sind die Mieter dort die sesshaftesten.

Single-Haushalte sind am flexibelsten: Wer alleine lebt, zieht etwas häufiger als vier Mal im Leben von A nach B. Haushalte mit drei Personen ziehen durchschnittlich nur 2,9 Mal um. Im Vergleich der Geschlechter liegen die Frauen vorne: Mit 3,6 Umzügen wechseln sie den Wohnsitz häufiger als Männer mit 3,3 Umzügen. Und, es gibt sie doch, die „Muttersöhnchen“: Jeder zehnte Mann bleibt seinem Elternhaus ein Leben lang treu. Die Höhe des Haushaltseinkommens hat kaum Einfluss auf die Mobilität. Wer monatlich weniger als 1000 Euro verdient, wechselt den Wohnsitz genauso oft wie Personen mit einem Einkommen über 2500 Euro.Auffallend häufig packen Befragte mit Abitur und höherem Abschluss
ihre Kisten und Koffer ein und wieder aus, nämlich insgesamt vier Mal im Durchschnitt.

Zwischen dem 09.05.2011 und 10.05.2011 wurden 1.000 Mieter in Deutschland befragt, wie oft sie bereits umgezogen sind. Die Befragten sollten dabei ihre Antwort nummerisch angeben.

Bielefeld ist Oetker. Dann lange nichts

Die tiefgekühlten Pizzen mit dem markanten Logo werden zwar nicht in der Stadt unter dem Steinhaufen hergestellt, aber ansonsten schlägt das multifunktional tätige Pudding/Bionade/TK-Pizza/Seefahrer/Bierbrauer/Hotels-Konglomerat laut unseren Siekerer Umfragern von TMS Emnid (im Auftrag von OWL-Marketing) alles, was zum Image der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm gehört. Es verbinden:

70% der Befragten Bielefeld mit Dr. Oetker
52% der Befragten Bielefeld mit der Sparrenburg
34% der Befragten mit ARMinia
18% der Befragten mit Uni und Fachhochschule
8% der Befragten mit der „Bielefeld-Verschwörung“

96% – und das sei weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 90% – liebt diese Stadt. Nun ja. 64% sind ja auch der Meinung, der Chefspargelstecher mit den blauen Gummihandschuhen – Peter Clausen – mache als OB „eine gute Arbeit für Bielefeld“.

Eigentlich eine Klatsche für Hans-Rudi H´s Bielefeld – Marketing. War man doch bisher felsenfest überzeugt, Bielefeld sei zuerst einmal „Sparrenburg und ARMinia“. Jetzt drängeln sich ein seefahrender Bierbrauer mit Pizzaserienfertigung und ein Spargelstecher und Bollerwagenpilot vor diese Phalanx. Irgendwie stimmt da was nicht in diesem Minimetropolistischen Gemeinwesen, das mit Deppendorf immerhin einen eigenen Anchorman in der Politberichterstattung der ARD hat.

Das kann keine einzige Metropole dieser Kleinheit in Deutschland aufweisen. Und Superblitzer am Bielefelder Berg auch nicht.