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„Guttenberg hätte alle überstrahlt“

Aus Bayern sind wiederum kritische Stimmen zu vernehmen, die behaupten, mit zu Guttenberg als Atomminister wäre ein Moratorium nicht nötig gewesen. Denn der Baron überstrahle nämlich alle und alles. Hardliner freunden sich bereits mit der Idee an, in Zukunft Atomkraftwerke nur noch in Schurkenstaaten zu bauen, weil im Falle eines Unglücks es keine Unschuldigen treffen würde. Letzten Endes sollte vielleicht auch der Verbraucher umdenken. Statt Strom aus Kernenergie sollte lieber nur der langweilige Strom aus der guten, alten Steckdose benutzt werden.

Kabarettist Django Asül im „stern“ zum „eingesprungenen dreifachen Wendehals ohne Anlauf“ der deutschen Bundeskanzlerin in Sachen Atom. Fürwahr, der Plagiator hätte erst den Kommandanten der Tokioter Feuerwehr wegen „zu zaghaftem Spritzen“ suspendiert und mit Johannes B. Kerner und Frau Stefferl dann vor den qualmenden und strahlenden Reaktoren von Fukushima vor den Kameras der Weltmedien im chicen Gesgtern-für-heute-gegen-Atom-Outfit von Bogner mal gezeigt, wie man so was macht. Schießlich hat er ja auch mal einen Zweieinhalb-Mann-„Konzern“ für die Verwaltung eigenen Familienvermögens geleitet.

Aber vielleicht übernimmt er ja auch den FC Bayern von Luis van Gaal, dem „Feierbiest“.

Jetzt geht es GAZgerds Kumpel an den häßlichen Kragen

Der Finanzvertrieb Allgemeiner Wirtschaftsdienst (AWD) hat Privatanlegern in Deutschland in bislang ungeahntem Ausmaß hochriskante Immobilien-
fondsbeteiligungen empfohlen. So vertrieb AWD allein aus der Serie der Drei-Länder-Fonds 34.647 Beteiligungen mit einem Wert von insgesamt rund einer Milliarde Euro. Das berichtet das Magazin stern in seiner aktuellen Ausgabe. Der Bericht stützt sich unter anderem auf eine interne Kundenliste des AWD, die dem stern und der „Panorama“-Redaktion des NDR vorliegt. Die meisten Anleger verlieren mit diesen Fonds viel Geld: Ihre Beteiligungen sind heute nur noch ein Bruchteil wert. Expertin Beatrix Boutonnet vom Branchendienst „Fondstelegramm“ hat die vom AWD vertriebenen Fonds für den stern geprüft. Sie sagt: „Das ist eine Ansammlung von Katastrophenfällen.“ Die AWD-Kundenliste zeigt außerdem, dass viele der rund 30.000 Kunden – manche zeichneten gleich mehrere Fonds – ihre Beteiligung an einem der Drei-Länder-Fonds per Darlehen finanzierten: insgesamt in 6648 Fällen. Rund jeder fünfte Anleger muss neben hohen Wertverlusten von bis zu 90 Prozent also auch noch Kreditzinsen tragen. Bei den Drei-Länder- Fonds handelt es sich um geschlossene Immobilienfonds, die in den 90er Jahren auf den Markt gebracht wurden. Die Fonds-Initiatoren warben damals mit sicheren Renditen und Steuerersparnis. AWD-Berater empfahlen die riskanten Beteiligungen zur privaten Altersvorsorge. Einige hundert Anleger haben den AWD mittlerweile wegen angeblicher Falschberatung verklagt. Der Finanzdienst sowie dessen langjähriger Chef Carsten Maschmeyer weisen eine Verantwortung in den meisten Fällen zurück. Maschmeyer sprach von „Einzelfällen“. Der AWD redet die Misere seit Jahren klein. Wie ein vertrauliches Papier zeigt, verabredete eine interne Task Force im September 2002, kritische Internetforen wie das mit dem Namen „DLF Opfer“ undercover von einer Frankfurter PR-Agentur unterwandern zu lassen – zur Tarnung hier und da mit Schreibfehlern. Das Muster der Blog-Beiträge: „Habt ihr schon gehört: Der Klageerfolgsweg soll durch das LG Hannover beschränkt worden sein durch Urteile …“ Und: „Dann lohnt es sich wohl gar nicht mehr, diese Vermittler vom AWD anzugehen, oder?“

Vom stern befragt, gibt der AWD heute an, „zu einer solchen Aktion gebe es keine Erkenntnisse“. Einen Kommentar zu der internen Liste lehnt der AWD ab: Es handele sich um ein „Geschäftsgeheimnis“.

Soso. Hannovers größtes Maulwerk und Protzer vor dem Herrn gibt über seine Betrügereien keine Auskunft? Das wird er nicht durchhalten. Für Kohle werden dann ebenso „Agenturen“ eingesetzt wie für die Verschönerung des Guttenbergschen Image. Urban Priols Laternen bekommen Kapazitätsprobleme.