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Ende einer Schmu*-Fahrt


Sceenshot Titel NW

Nun hauen sie alle noch mal final auf den schnellen Untergebenentlasser und Doktorarbeitsfälscher (darf man ja jetzt sagen) ein. Aber wartet ab, er sammelt jetzt Krafdt. Und dann……

Auch unser allerliebstes Westfalen-Blatt kommt im Kommentar nicht umhin, die letzte Träne zu vergießen:

Mit dem Vorwurf der »vorsätzlichen Täuschung« beim Zusammenschustern seiner Doktorarbeit aus zahlreichen ungenannten Quellen wird es jetzt auch juristisch eng für Karl-Theodor zu Guttenberg. Bislang drehte sich die Plagiatsaffäre »nur« um Ruf, Ehre und politische Konsequenzen. Jetzt geht es um Noten im polizeilichen Führungszeugnis – mindestens. Denn: Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt längst wegen möglicher Verstöße gegen das Urheberrecht. Die Behörde wurde bislang noch nicht sonderlich aktiv, musste aber erste Schritte einleiten, weil zahlreiche Strafanzeigen gegen den Ex-Minister vorliegen. Die Ankläger hatten ihre leichte Zurückhaltung ausdrücklich damit
begründet, dass sie das Ergebnis der Universitätskommission in die Ermittlungen einfließen lassen wollen. Spätestens am kommenden
Mittwoch wird die Strafakte Guttenberg um eine unmissverständliche Expertise umfassender sein. Dann nimmt das Verfahren seinen Lauf. Der
Ausgang bleibt ungewiss. Klar ist, dass das Trauerspiel um einen gefallenen Hoffnungsträger deutscher Politik noch lange anhält.

Ob er sich nun mit Stefferl auf der Burg verschanzt und Papa Enoch ihm zu Ehren „Lohengrin“ neu einspielt und Bayreuth zeigt, wie man Dissonanzen geschickt überspielt?

* Schmu = beschissen, betrügen, tricksen

Macht Gutti den Gotti?

Jetzt am 1. April hauen die Aprilisten die Dinger serienweise raus. So nimmt sich das Portal „turi2 den havarierten Plagiator nebst Ehegespons Stefferl zur Brust und präsentiert eine Schote zum 1. April. (Möge ein gütiger Gott das verhindern). Das Tandem Gottschalk-Hunziker war ja schon schlimm, Gutti-Stefferl wäre – bitte verzeihen Sie mir den Fauxpas – sozusagen der „mediale Supergau“. Wird aber nicht passieren. Denn: Wie aus dem Vatikan verlautet, hat Papa Benedetto – Vorzeigebayer – seinen fränkisch-bayerischen Landsmann nebst Ehefrau eingeladen, mit Johannes Baptist Kerner in der Peterskirche eine „Heilige Weihrauch-Show“ an Ostern zu zelebrieren. Die Schweizergarde habe extra neue Tutus bekommen (superkurz mit weißem Schweizer Kreuz auf rotem Hintern) für die Tanzeinlage „Großer Gott, wir loben Dich“. Aus Deutschlands südlichstem Grenzort, Hindukusch, wird der ehemaligen Kriegsminister Peter Struick seine Kunststück auf der olive-lackierten Harley vorführen. und Ex-Aussenminister Fischer wird trotz Leibesfülle umfangreichem Körper zeigen, wie Grüne heutzutage mit der Heckler & Koch Brunnen bohren.

Eher der Wahrheit – und um Einiges schlimmer – dürfte dann wohl diese Meldung auf den Nachdenkseiten entsprechen:

Interne Dokumente, die den NachDenkSeiten vorliegen, bestätigen, was die Spatzen bereits seit längerem von den Dächern pfiffen: Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird in den Vorstand der Axel Springer AG wechseln. Er wird dort Nachfolger von Andreas Wiele, der seinerseits in den Vorstand der RTL-Group wechselt. Zum Verantwortungsbereich Guttenbergs wird dabei neben der BILD-Gruppe auch das neugeschaffene Ressort Social-Media-Relations gehören. Der Axel Springer Verlag sieht hier vor allem auf Facebook ein großes PR-Potential, das bislang noch weitestgehend brachliegt.

Es fügt sich eben meist zusammen, was charakterlich zusammenpasst 🙂

Verblendete Deutsche

Stell Dir vor, Du bist Hartz 4-Empfänger und wagst es, eine Lottoschein abzugeben. Die Betreiberin des Lottoladens guckt Dich von oben bis unten an, entdeckt das gelbe „H“ mit schrägem „4“ an Deinem Kik-Tshirt und verweigert Dir die Annahme. Dann stell Dir weiterhin vor, Du wärst Karl-Theodor zu Guttenberg. Angeblich immer noch der „mit Abstand beliebteste“ Politiker dieses ziemlich bescheuerten Landes und legst huldvoll mit Tränen in den Augen Deinen Lottoschein vor. Freudig begrüßt Dich die Annahmefrau, macht einen veritablen Hofknicks vor Dir und strahlt.

Kannst Du Dir nicht vorstellen? Dann lies mal hier, was so geschrieben wird über die „Lappalie“, den „kleinen Fehler“, „diesen Nonsens Doktorarbeit, den Titel braucht ein Genie nicht“:

Alfonsine schrieb: am 10. März 2011 um 19:16:19
Guttenberg
Meine Hochachtung an diesen Mann, der in jeder Situation Haltung bewies. Ich bedauere seinen SChritt und die vorangegange Demontage eines Weltmannes mit Stil und politischem Geschick. Alles Gute und viel Glück für die Zukunft und vielleicht eine erfolgreiche Wiederkehr.

Angeblich meint eine größere Mehrheit bei einer Umfrage des von BILD redaktionell befeuerten T-online: „In 3 Jahren ist ER wieder da“. Jawoll und dann wird durchregiert, daß die Schwarte knackt. Wer wissen möchte, wie die Politik dann aussieht braucht nur den wunderbaren Worten des bayerischen Minipräses aus dem garstigen Städtchen an der Donau oder dem neuen Bundesinnenminister mit dem leicht begrenzten, intellektuell am Main endenden Horizont zuzuhören.

Schafftste nicht? Du hast doch auch den schrägen AC/DC-Tönen der Bundeswehrband zugehört, als Karl-Theodor, diesem aufrechten Plagiator, der Zapfen gestrichen wurde. Ist Dir nicht aufgefallen, daß die künftige Second Lady, Stefferl aus Froanken, Karl-Theodors Platzhalterin im Kanzleramt, die Bundeskanzleuse eher von oben herab verabschiedete? So machen das Majestäten, die „einen kleinen Fehler“ gemacht haben. Mein Gott, kann ja mal in sieben Jahren harter Abschreibarbeit vorkommen, gell Stefferl? Einem mit gelbem „H“ und schräger „4“ am Revers würde man das nicht eine Sekunde lang durchgehen lassen. Wo kämen wir sonst in Deutschland hin?

Aus gewöhnlich völlig uninformierten Kreisen hört man, Elisabeth von Mohn habe sich für Bertelsmann die Rechte an Karl-Theodors Memoiren gesichert. 400 in nächtlicher Fleißarbeit eng kopierte kleine Karos. Und Stefferl schrieb den Titel „KT. Innocence in Danger“. Wird es auch als eBook für iPhone, iPad und als Fortsetzungsroman in den einzigen ernst zu nehmenden „rechten“ Pressseorganen BILD, BUNTE, FOCUS geben. Wer einen Jörg Kachelmann falsch anschuldigt und öffentlich demontiert, der bereitet auch KTzuG eine triumphale Wiederkehr.

Näheres über Guttis Stefferl

Ja, wir sind schon gemein. Gucken nach. Lesen nach. Fragen Leute, die bestimmte Leute kennen. Gestern fragte eine ziemlich intelligente Person, warum man eigentlich so wenig „Inoffizielles“ weiß über den Plagiator und seine RTL2-Moderatorgattin, das halbschwedische Barbie-Stefferl.

Näheres nachlesen kann man beim – nach eigener Aussage „auf Bewährung vorbestrafte“n – Herrn Tauss, ehemals MdB SPD auf seiner Webseite „tauss-Gezwitscher“. Die Risse in der Freiherrlichen Scheinfassade sind wohl kaum zu kitten:

Und noch ein Problem wird im Buch klar benannt: Steffi versteht nicht, dass das nach Erkenntnis aller Fachleute sinnlose und wirkungslose Zugangserschwerungsgesetz des Gatten zu Guttenberg nicht umgesetzt wurde. An diesem Gesetz soll sie Gerüchten zufolge sogar mitgearbeitet haben! Da wird alles klar. Genau so liest sich das als “Zensursula” bekanntgewordene Gesetzeswerk Guttenberg / von der Leyen auch! So etwas passiert halt, wenn Leute Gesetze schreiben, die zuvor in Mama Charlottes Inneneinrichtungsfirma vorwiegend nur Zugang zu Farben und Stoffen hatte. Nichts für ungut, Steffi. Man kann nicht alles können!

Doch, doch. Wir nennen die Quelle und verlinken sogar! Ist doch immer lustig, was „feine Burgherren und -damen“ so von sich spucken.

Welche Luftnummer ihr Gatte über das Bekannte Erschwafelte hinaus ist, enthüllt Heise hier. Allerdings ist das fränkische Pärchen wohl der Gipfel des grandiosen Merkelschen Kabinettsgeschmacks:

Im Kabinett der Angela Merkel aber sind derartige Details nebensächlich. Kritik am Minister mit dem schönen Lebenslauf wird als [extern] Unverschämtheit abgetan. Allerdings könnte die Angelegenheit für zu Guttenberg doch noch ein Nachspiel haben. Ein ehemaliger Bundeswehroffizier [extern] kündigte bereits an, gegen ihn Strafanzeige wegen Titelmissbrauchs zu stellen. Denn der Minister schrieb das Vorwort zu seiner Dissertation erst 2008. Er nannte sich jedoch schon 2007 auf seiner Internetseite [extern] Doktor.

Mit spitzem Stift die Betonfrisur gekämmt


Gut getroffen hat Karikaturistin Christiane Pfohlmann auf den „Nachdenkseiten“ die intimen Stunden auf der Burg in der fränkischen Provinz

Die „Nachdenkseiten“ sind ganz sicher keine Freunde des fränkischen Topmodels mit der Betonfrisur, dessen „politische Künste“ derzeit ziemlich krass zum Vorschein kommen. Wo nichts ist wird auch nichts werden. Da muss eben Kinderpo…Barbie Stefferl in die Lücke springen. Wie wäre es mit einer „authentischen“ Show vom Hindukusch mit Durchquerung der Wüste Doofi per Gorch Fock?

Aber machen wir uns nichts vor. Es ist traurig. Der Schwanengesang auf diese beiden Lichtgestalten hat läöngst das Finale erreicht. Wie das aussieht, wenn die „Qualtätsmedien“ den wie weiland Guido Westerwelle zu Unrecht Hochgeschriebenen demontieren, liest man sehr schön hier. Wer den ebenso lächerlichen wie politisch gefährlichen Wallstreet-Auftritt mit Armen wie Opel-Jesus niemals verdrängt bekommen hat, der wusste, was den Phantasten mit dem Hang zum dozieren eines Tages erwartet. Horst „Halsdreher“ Seehofer wird ihn ganz gewiß nicht retten.