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Wann kommt die Korrektur der Korrektur der Korrektur?

Aus einer Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes:

Z w e i t e K o r r e k t u r : Elf von 1 000 Ehen im Jahr 2010
geschieden

Wiesbaden (ots) – Bitte beachten Sie den 2. korrigierten Absatz:

es muss lauten

Zum Vergleich: Im Jahr 1992 wurden von 1000 bestehenden Ehen
sieben Ehen geschieden. Das war der bisherige Tiefststand seit der
Wiedervereinigung.

rpt

Zum Vergleich: Im Jahr 1992 wurden von 1000 bestehenden Ehen
sieben Ehen geschieden. Das war der bisherige Tiefststand seit der
Wiedervereinigung.

und nicht

Zum Vergleich: Im Jahr 1992 wurde noch jede siebte Ehe geschieden.
Das war der bisherige Höchststand seit der Wiedervereinigung.

Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102

Heissa, wie es aufschwingt

Während uns das Bundespropagandaamt und Frau Merkels Schoßhündchen Pressesprecher Ex-ZDF-Seibert nebst Blindflieger Wirtschaftsmini Brüderle einen „Aufschwung mit sensationellen Zahlen und bald weniger als 3 Millionen Arbeitslosen“ in rosigsten Zahlen malt, klingen die nüchternen Zahlen ganz anders. Abgesehen davon, daß man den „nur knapp über 3 Mio. Arbeitslsen“ getrost ein paar statistisch verschleierte Milliönchen dazuzählen kann, hat auch der Handel keineswegs gute Nachrichten. So vermeldet das Statistische Bundesamt in einer Pressemeldung:

Die deutschen Einzelhandelsunternehmen setzten im März 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 2,0% und real 3,5% weniger um als im März 2010. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage. Im Vergleich zum Februar 2011 ist der Umsatz im März 2011 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 1,8% und real um 2,1% gesunken. Das Ergebnis für März 2011 wurde mit Daten aus sieben Bundesländern berechnet, in denen circa 76% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im März 2011 nominal 2,8% und real 4,8% weniger um als im März 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 3,0% und real um 4,9% niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 1,5% und real 3,2% weniger als im März 2010 umgesetzt.

Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln erzielte im März 2011 ebenfalls nominal und real niedrigere Umsätze als im Vorjahresmonat (nominal – 1,6%, real – 2,4%). Hier lagen in vier der sechs Unterbranchen die Umsätze nominal und real unter den Werten des Vorjahresmonats.

Als ob das nicht schon reicht, die Berliner Propagandaamt zu widerlegen, kommt dann noch ein Klops:

Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland sind von Januar 2010 bis Januar 2011 um 0,9% gestiegen und lagen damit unter dem Anstieg der Verbraucherpreise von 2,0%. Grund für die vergleichsweise schwache Entwicklung der Tarifverdienste ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) noch immer die Wirtschaftskrise, die auch die im Jahr 2010 erzielten Tarifabschlüsse beeinflusste.

Komisch, daß zwischen Regierungspropagana und Wirklichkeit immer Lichtjahre Unterschied liegen…..

2 Billionen Miese fast erreicht

Die öffentlichen Haushalte waren nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) am 31. Dezember 2010 mit insgesamt 1 998,8 Milliarden Euro verschuldet. Dies entsprach rechnerisch einer Schuldenlast von 24 450 Euro pro Kopf. Gegenüber dem 31. Dezember 2009 hat sich der Schuldenstand um 18,0% beziehungsweise 304,4 Milliarden Euro erhöht. Dies war der höchste absolute Zuwachs des Schuldenstandes in einem Jahr seit Bestehen der Statistik. Die Ergebnisse umfassen die Kreditmarktschulden und Kassenkredite und beziehen sich auf die Kernhaushalte des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände und ihre jeweiligen Extrahaushalte.

Wesentlich zum Anstieg beigetragen haben die im Jahr 2010 neu gegründeten (beziehungsweise in Geschäftsbetrieb gegangenen) „Bad Banks“. Die Übertragung von Risikopapieren der Hypo Real Estate in die FMS Wertmanagement sowie die Stützungsmaßnahmen der Ersten Abwicklungsanstalt für die WestLB erhöhten den Schuldenstand zum Jahresende um 232,2 Milliarden Euro.

Quelle: Pressemeldung des Statistischen Bundesamts vom 21. Februar. Wie lange haben die noch mal über ein paar Euro Hartz IV hin oder her gesessen?