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Helm überm Käppi auf dem „Geläuf“

Die „andere Alexandra“ vom Lokalen der NW berichtete von galoppierenden Hunden und OBPits Auftritt am Schafhof in der Senne. Das Frücht-Foto aus der NW zeigt: Monty wurde nicht vor den Schlitten gespannt. Pit schonte seinen Monty. Ob das Pfotendonnern der galoppierenden Hunde zu anstrengend wäre?

Jetzt hat Senne den Längsten

Chelsea-Russki Abramowitsch hat eine so langen, daß er nicht mehr in den Hafen passt. Der Dampfer des Protzrussen muss auf Rede liegen bleiben, aber die 50 cm mehr Länge als das Schiffken des Häuptlings von Dubai müssen es dem Dubianski wohl wert sein.

Das ist aber nur eine Randnotiz angesichts der kreativen Spielerei auf Altpapier, die uns die Sener heute präsentierten. Donna Lüttchen, die Zeitungen ungern im BILD-Outlook liest, fasste das Produkt überbordender Gestaltung deshalb heute erst spät mit äußerst spitzen Fingern an und fragte dann nur:

Cui bono? (Wem zum Vorteil?)

Ach Donna. Das verstehst Du nicht. Abramowitsch braucht doch auch zu nichts die 50 cm mehr Länge……

Initiative „Bloß keine Kritik“

Schielsker Glück

Hej, unsere größte Gazette in der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm hat sehr auffällig eine Stadtumarmungskampagne gestartet. Egal ob unser PR-Wunder Heidi H-P über den „wundervollen“ Markt vorm Rathaus oder blühendes Grünzeugs auf dem Mittelstreifen des Niederwalls schreibt: Eitel Sonnenschein, Lob und Jubel über die weise Entscheidung der Rathausführung, den ehemaligen Kessel-brinkmarkt vor ihre Tore zu ziehen. Jetzt können die „rund 1000 Mitarbeiter der Verwaltung endlich ihr belegtes Brötchen auf dem Markt kaufen“. War denen der Pollmeier an der Ecke zu popelig?

Silvia Tetmeyer vom Lokalen ist extra nach Schielske rausgeschickt worden, die dortigen Jubelschreie der Kaufmannschaft zu notieren, die Tonnen Asphalt zu erfassen, den Seekrug-Wirt extra noch mal den Bauarbeitern ein Lob aussprechen zu lassen und Jubel, Jubel, Jubel einzufangen. Alles Gemosere über die Bauarbeiten, die ständigen Aufrisse usw. vergessen?

Würde ja auch nicht zum Gemischtwarenhändler mit Senner Altpapierbedruckung passen. Oder? Müssen wir unkritisch mitjubeln?

Na siehste. Klappt doch

Klar, daß unsere Gazetten (hier die größere NW) boulevardesk mit dem aufmachen, was der schwarze US-Scheinheilige und die liebe CIA uns Unwissenden per TV-Bild als „Beweis“ liefern. Es beweist – ebenso wie die ganze ziemlich bekloppte Aktion im Vorfeld des nun allein schon aus Kostengründen (USA sind pleite) notwendigen schnellen und wegen der „erfüllten Mission“ Abzuges aus Afghanistan – nichts. Keine Leiche. Keine bewegten Bilder. Kein belastbarer DNA-Beweis. Keine Begutachtung durch Nichtamerikanische Pathologen und Forensiker. Nichts. Nur der Schleier des Märchens. Wie immer bei Obama. Aber wie man den „Freudentänzen“ aus den USA (und wohl auch hier) entnehmen kann, klappts. Hat aber auch schon im „Tausendjährigen Reich“ geklappt, als ein gewisser Goebbels dem Volk Stories von der „Vorsehung“ erzählte.

Zurück bleibt das absolut mulmige Gefühl, wie leicht sich die breite Masse letztlich manipulieren lässt. „Der Präsident hat es gesagt. Hier sind die Beweise“. Basta. Arme Welt. Kann aber demnächst sein, daß „Wikileaks“ ein paar andere HIntergründe anderen Zungenschlages veröffentlicht. Was dann? Ordnet Obama dann auch eine „Mission overkill“ auf Nicht-US-Gebiet an? „Frieden schaffen mit Waffen“ hatte der „Friedensnobelpreisträger“ ja schon vom Prompter abgelesen. Solange er nicht da ansetzt, wo es wirklich angebracht wäre (Bankster, Lebenmittelzocker, Ölpestler), glauben wir ihm mal lieber nur mit extremen Vorbehalten.

Nur glauben kann man dem schwarzen Wortzauberer weniger denn je. Man darf aber durchaus befürchten, bei nicht so glühender US-Verehrung durchaus per „schnellem US-Eliteeinsatz“ abgestraft zu werden. Das kann auch durchaus in der Senne passieren 🙂 Schließlich haben wir nach „erfüllter Mission“ wahrscheinlich erst wirkliche Terrorgefahr. So hält man den Militärladen chic am Köcheln.

Free Kachelmann 🙂

Des Ausgleichs wegen wollen wir dem Kommentar unseres lieben „Westfalen-Blattes“ auch Raum geben:

Über den Tod eines Menschen sollte man sich normalerweise nicht freuen. Wenn aber der meistgesuchte Terrorist der Welt, der für den Tod tausender unschuldiger Frauen, Kinder und Männer Verantwortung trägt, nicht mehr am Leben ist und von ihm persönlich kein Blutvergießen mehr ausgehen kann, darf das durchaus als eine sehr gute Nachricht bezeichnet werden. Man muss ja nicht gerade vor Begeisterung jubeln, wie es die Amerikaner aus ihren ganz eigenen Gründen aber verständlicherweise tun, doch wir dürfen uns freuen und erleichtert sein, dass der Massenmörder Osama Bin Laden weltweit kein Unheil mehr anrichten kann. Zwei Tage nach der glamourösen Traumhochzeit von Kate und William ist am frühen Morgen dieses historischen 2. Mai 2011 erneut eine Nachricht um die Welt gegangen, die uns bewegt hat, obwohl sie in ihrer Bedeutung nicht zu vergleichen ist. Und auch das aktuelle Ereignis wird in die Geschichte eingehen. Zehn Jahre nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September hatten wohl nur die Wenigsten damit gerechnet, dass Osama Bin Laden jemals gefasst oder getötet werden könnte. Vielleicht nicht einmal die Amerikaner selbst. Bin Laden ist weg, der Terror wird aber vermutlich weitergehen. Die Tötung ist ein Schlag gegen El-Kaida und ein Erfolg im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. El-Kaida ist an ihrer empfindlichsten Stelle getroffen worden. Das macht die Organsisation zwar schwächer, aber auch unberechenbarer. Dieser 2. Mai 2011 ist der bislang größte Erfolg für US-Präsident Barack Obama in seiner Amtszeit. Der Friedensnobelpreisträger hatte die Suche nach Osama Bin Laden bei seiner Amtsübernahme zur Chefsache erklärt. Das, was sich George W. Bush immer erträumt hatte und einmal sogar fälschlicherweise bekanntgab, ist nun dem Demokraten gelungen. Der geschwächte US-Präsident wird einen Platz in den Geschichtsbüchern sicher haben. Und sein Sieg bei der nächsten Präsidentschaftswahl im Herbst 2012 ist seit gestern wohl auch beschlossene Sache. Obama hat gut daran getan, DIE Sensationsnachricht des Tages mit großer Zurückhaltung bekannt zu geben. »Justice has been done« – der Gerechtigkeit wurde genüge getan – diese Worte werden ebenfalls in die Geschichte eingehen. Die USA haben diesen Tag verdient. Die ganze Welt hat diesen Tag verdient. Bin Laden ist Vergangenheit. Aber andere Terroristen, die nicht so sehr im weltweiten Fokus der Öffentlichkeit stehen, sind noch immer auf freiem Fuß. Dass die USA selbst zur Ikonisierung Bin Ladens beigetragen haben, weil sie viel zu lange ihren Kampf gegen den Terrorismus auf ein Duell mit dem El-Kaida-Anführer reduzierten, ist heute zweitrangig. Nun, da der Mann tot ist, schließt sich symbolhaft ein gewalttätiges Kapitel der Weltgeschichte. Wirklich enden wird die Geschichte aber auch diesmal nicht. Nach der Erleichterung folgt die Sorge. Die Sorge vor Vergeltungsschlägen. Am 11. September 2001, als die Flugzeuge unter anderem ins World Trade Center flogen, war die Welt plötzlich eine andere. Mit dem Tod Osama Bin Ladens könnte sich die Welt erneut ändern – hoffentlich hin zu einer friedlicheren Welt.

Kein Wort also davon, daß ein gewisser Merkel-Freund George W. Bush die Welt grinsend per „Beweisen vor der UN“ in den Irak-Krieg stürzte und nichts davon übrig blieb, was zuvor an „unumstößlichen Beweisen“ gezeigt wurde. Hunderttausende Tote stehen allerdings auf dem Konto dieses Mannes und seiner häßlichen Truppe. Obama macht da nahtlos weiter.