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Was ist los mit Ackermann?

Die ersten zehn in der Hitliste der bestverdienenden Bosse unter den 30 Konzernen des Deutschen Aktienindex haben im vergangenen Jahr im Schnitt rund sieben Millionen Euro eingestrichen, 25 Prozent mehr als 2009. Sogar neun Millionen Euro Jahresgehalt, ohne diverse Sonderzuwendungen, erhalten die drei bestbezahlten Vorstandschefs im abgelaufenen Geschäftsjahr. Zum Vergleich: Für diese Summe muß ein Durchschnittsverdiener knapp 300 Jahre arbeiten. Spitzenreiter ist nun VW-Chef Winterkorn, der Ackermann von der Deutschen Bank von Platz 1 verdrängte.

Da fragt man sich, wozu der Typ eigentlich noch arbeiten will und es erinnert irgend wie an eine verkehrte Welt. Der deutsche, äh, Deutsche Weber spekuliert lieber in der Schweiz, während der Schweizer Ackermann lieber in Deutschland weiter die Zügel in der Hand haben will, dann halt im Aufsichtsrat. Möglicherweise um eine Art Ziehsohn zu fördern und die Dinge aus dem Hintergrund zu lenken. Clemens Börsig mag aufgrund seines Alters eine Übergangslösung sein. Denn wozu will man denn Sahib Jain nehmen, der nicht einmal unsere Sprache kann? In Ordnung, die Frankfurter werden denken, die Sprache ist weniger wichtig als die Qualität und Kompetenz, doch es ist ein merkwürdiges Gefühl, einen Boß zu haben, bei dem man für jedes bißchen `nen Dolmetscher braucht und 3 Wörterbücher.

Dem Mann von der Straße kann es egal sein. Auch wenn die Deutsche Bank ein Privatkundengeschäft hat, so doch erst für Leute ab dem oberen Mittelstand. In erster Linie ist es eine Kapitalsammelstelle für Konzerne und Firmen. Enorm wichtig für die Wirtschaft, doch für das Volk nicht allzu sehr, wie es scheint.