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Netto?

Vor zwei Jahren hat Netto die Filialen des Discounters Plus übernommen, zusammen mit den Angestellten, in deren Arbeitsverträgen ein höheres Gehalt festgeschrieben war. „Wir kündigen euch nicht“, hat laut O. ein Vorgesetzter zu ihr gesagt. „Wir kriegen euch auf andere Weise raus.“ Mobbing sei für diese MitarbeiterInnen tägliche Erfahrung.

Dieser Satz über den Discounter, der zur Edeka-Gruppe („Wir lieben Lebensmittel“) gehört, findet sich in einer Reportage der „taz“ unter dem Titel „Mehr Psycho vom Netto“. Da fallen mir doch spontan eine ganze Reihe von hiesigen Unternehmen ein, die diese „ehrenvolle Liste“ glänzend zieren würden. Der Druck auf bestimmte Personen, die „das Sagen“ haben oder zumindest an der unteren Skala ein paar Sätze „bestimmen“ dürfen, führt wohl dazu, daß George Orwells „Animal-Farm“ erschütternde Realität geworden ist:

Nach anfänglichen Erfolgen und beginnendem Wohlstand übernehmen die Schweine immer mehr die Führung und errichten schließlich eine Gewaltherrschaft, die schlimmer ist als diejenige, welche die Tiere abschütteln wollten.

Tönnies zieht 1. April auf Schalke vor

Der Billigfleischhauer Tönnies aus dem sehr ländlichen Rheda-Wiedenbrück lässt keine Gelegenheit aus, sich zum „Fußball-Harry par Excellence“ zu machen. Jetzt soll Schalkes Nochtrainer Felix Magath „möglichst sofort“ durch Otto Rehhagel abgelöst werden. Gestern durfte er noch die Champions-League-Kastanien aus dem Feuer holen und das Viertelfinale klar machen, heute stört er die Kreise des Herrn über Schnitzel, Kotellets und das schreckliche „Tillmanns“ (Zeugs, das man in den Toaster wirft).

Früher hätte man miot dem immer leicht schräg guckenden Herrn den „Schalker Kreisel“ gemacht und ihn wegen erwiesenen Fußballunverstands von Schalke gejagt. Heute treibt er da ebenso sein Unwesen wie mit seiner Tötungsmaschinerie an der A 2. Eines Tages werden den Discounterbelieferer an der Himmelstür Millionen Schweine und Hunderttausende Schalker erwarten und ihm den Eintritt verwehren.

Wie grandios der Herr über die Schweinehälften und seine Kumpels das Thema so behandeln, läßt sich hier nachlesen. Dagegen ist ARMinia ja fast Ponyhof.

Horror auf komprimierten ca. 30 x 15 cm

Es soll ja bereits Leute geben, die sich der Lektüre der Morgenzeitungen nur noch mit einem Stamperl Magenbitter in Griffweite widmen. Wir haben das heute mal auf die mediale Spitze getrieben und noch den Fleischhauer nebendran dabei getan. Da schließt sich nämlich der Kreis. Weil das breite Volk nach Billigkoteletts giert, jagt der Schalke-Tribun (da gehen viele erschlachtete Mio´s hin) mehr als 15 Millionen Schweine übers Tötungsband und für die Discounter & Co. tut er noch Plastik drum. Was nichts direkt mit dem Mafiatrottel darüber zu tun hat. Aber schließlich gibt es immer noch genug Leute auf dem italienischen Stiefel, die den Typ gewählt haben. Und Klimawandel? Ja, hier kann man die Schweine wieder einbauen. Momentan kippen die Agronomen nämlich in den Wasserschutzgebieten rings um die Metropole an der A 2 jede Menge Schweinegülle auf die Wiesen und Felder, während der Rat dieser Stadt grade die bescheuerte Brüsseler „Kanalüberprüfungspflicht für Hausbesitzer“ ausgesetzt hat. Ob sie mitbekommen haben, dass die Agroleute das ziemlich konterkarieren? So gross könnten Undichtigkeiten in Kanälen überhaupt nicht sein, um derartige Mengen in den Untergrund abzulassen wie da versickern.

Fehlen nur noch ein paar Sätze zu ARMinia auf den Titeln. Aber da gibts grad wenig Neues. Außer: Die ebenfalls vor dem Abstieg stehende U23 machte es gestern gegen den Wuppertaler SV trotz vieler Spieler aus dem Zweitligateam den „Stars“ nach und verlor gegen den Wuppertaler SV. Steht aber innen den Blättern.