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Ach, NW merkt es jetzt auch?

Leise klirren die Gläser im Büro des NW-Chefredaktors S. in der Bielefelder Niedernstraße. Heute darf Alexandra Buck nippen. Schließlich hat sie nach massiver Intervention der RTL-Eignerin Elisabeth M. aus Gütersloh (nehmen wir jetzt einfach mal an, denn Boulevard schiebt Boulevard die Themen zu), den Auftrag bekommen, endlich nach ein paar Wochen Laufzeit vor Schildescher Viadukt-Kulisse auch über die allerliebsten Gestalten in RTLs Verdummungsshow „Schwiegertochter gesucht“ auch die Schildescher Episode zu schildern. Den Stress der „reality-Filmer“ vom Prekariatssender mit Sigrid und Sohn Markus (Bemerkenswert: die moderne Zahnlücke in der Vorderfront) und umgekehrt. Alexandra macht das ganz allerliebst. So jung und schon BUNTE – und BILD-Niveau. Leise blättern wir das ziemlich teure Altpapier-Abo aus der Senner Presse weiter („Wir können jetzt alles bunt. Auch wenn das nicht wichtig ist“), nachdem wir beim morgendlichen Empfang des Presseelaborates schon Anita Ekberg auf dem Titel bewundert haben. (Die Wuchtigbusige ist immerhin Bielefelds unbekannteste Ehrenbürgerin 🙂 Ach so, ja. Jetzt kommen wir zum Knüller und der Erklärung der Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn AG: „Die Deutsche Bahn (AG) wird in Wirklichkeit nicht von Ex-Daimlermann Grube als CEO geleitet sondern von NW-Zugbegleiterin und Schreiberin Ariane Mönikes. Denn „Nach ihrer Pfeife wird getanzt“. Auch wenn Ariane beim Abbremsen der Eurobahn in Brackwede nach geschwinder Ausfahrt aus Bielefeld-Hbf ein wenig wacklig auf den Beinchen ist und sich am Stuhl des Eurobahnfahrers Marcus Kühn festhalten muß.

Vielleicht sollte die NW nicht nur in roten Kappen Grundschulen wegen „früher Aboheranführung“ heimsuchen sondern Ariane eine lautere Trillerpfeife kaufen und Alexandra B. das abendliche Gucken von „Realität auf RTL“ verordnen. Der Zusammenschluß von NW und RTL rückt näher und näher. Bei den Themen sind sie schon hautnah dran an Peter Zwegat, der „Supernanny“ und „Bauer sucht Frau“ kriegen sie auch bald hin. Outback gibt es hier ja genug und „unsere Alexandra“ oder Heidi HagenP. wären da wunderbare Schreiberinnen: „Erster Bauer lag für RTL mit der NW im Heu“. Dann klappts auch wieder mit den Abos.

Danke NW!

Noch was nicht angeschippt?


Irgendwie ist es ja egal, wohin Du in dieser größten Stadt zwischen Hannover und Hamm hin willst. Irgendwo lauert immer eine Schippe, hämmert ein Hammer, glänzen bereits braungebrannte SchwarzBauarbeiterkörper in der Sonne, ruckelt ein Preßlufthammer, wird Beton gekippt und fahren die Autos langsam Schlange. Aber mal ehrlich: So wie jetzt hat die Metropole ihrem Spitznamen „Freundliche Baustelle am Teutoburger Wald“ selten alle Ehre gemacht. Es wie im Wahn.

Wahnsinn in Stein und Beton. Aber wird es wirklich schöner?

Metropole der Baustellen

Am Montag, 18. April, beginnen auf dem Ostwestfalendamm (OWD) zwischen den Auf- und Abfahrten Stapenhorststraße und Quelle umfangreiche Unterhaltungsmaßnahmen an drei Brücken und zwei Stützwänden. Betroffen sind die Langenhagenbrücke (Haller Weg), die Fußgängerbrücke zur Hochstraße über den OWD in Höhe Johannistal, der OWD über die Straße Johannistal sowie die Stützwände an der Auffahrt Johannistal und am Johannisberg (Hochstraße). Die Verkehrssperrung wird bereits am Freitag, 15. April aufgebaut. Außerdem wird zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten eine blinkende LED-Anzeige als Vorwarnung für die Verkehrsteilnehmer am späteren Baustellenanfang aufgebaut. Die Arbeiten erfolgen in vier Bauabschnitten, die jeweils etwa zwei Wochen dauern. Die Sanierungsarbeiten im Bereich der Auffahrt Johannistal erstrecken sich über den Gesamtzeitraum. Der erste Abschnitt bringt eine Sperrung der rechten Fahrbahnhälfte des OWD stadteinwärts vor der Abfahrt Johannistal mit sich, der zweite die Sperrung der jeweils linken Fahrstreifen im Bereich der beiden genannten Brücken („Inselbaustelle“). Im dritten Bauabschnitt wird der rechte Fahrstreifen im Bereich der Auffahrt Stapenhorststraße und Johannistal in Richtung Südring gesperrt. Im vierten und letzten Bauabschnitt werden die Auffahrt Johannistal und der OWD eingeengt (in Richtung Südring ist nur der linke Fahrstreifen frei).

Die Instandsetzungsarbeiten sollen noch vor dem Anschluss des Ostwestfalendamms an die A 33 ausgeführt werden, da danach eine noch stärkere Frequentierung des OWD zu erwarten ist. Um die eher verkehrsschwachen Osterferien maximal ausnutzen zu können, wird bereits am Freitag, 15. April, nach der morgendlichen Verkehrsspitze die Baustellenabsperrung stadteinwärts aufgebaut. Die Bauarbeiten für die Installation der zweiten Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf dem OWD stadtauswärts werden zeitgleich mit diesen Absperrungsmaßnahmen vorgenommen. In den Hauptverkehrszeiten kann es zu Verkehrsbehinderungen am Beginn der Engstellen kommen. Die Sanierungsarbeiten sollen planmäßig bis Mitte Juni abgeschlossen sein.

Ist das nicht nett, wie die fürsorgliche Verwaltung dieser traumhaft unter Teutosonne gleißenden Metropole das alles koordiniert und in dieser Pressemeldung verkündet? Schon mal auf die Idee gekommen, sich von z.B. Schildesche auf den Südring und dann – welch gewagte Idee – über die Detmolder bis beispielsweise Oldentrup durchzutanken? Also in einem Tag natürlich. Wenn ja, nehmen Sie reichlich Mineralwasser, Kohlehydrate, Schweißtücher und jede Menge Geduld, Freundlichkeit und eine Freisprechanlage fürs Auto mit. Weil, wenn Sie im Stau stehend von Polizeibeamten erwischt werden, gibts Strafen und Ermahnungen. Die allerdings dürfen das, wie schon oft gesehen. Komisch, was? Aber vielleicht gibt es ja auch Beamte und „sonstige Menschen“, die dafür da sind, dieser herrlich-außergewöhnlichen Kaste die Arbeit zu erhalten.

Gelb ist die Farbe der Stunde

Nicht am Obersee der Altherrenriege, aber im westlichen Outback fanden Herr und Hund im Rahmen des sonntäglichen Brötchenganges diese schicksalschwere Schlaufe an einem noch kahlen Eichenbaum. Gelb wie alles was momentan blüht. Das aber hier muß wohl die Guido-Westerwelle-Gedächtnisschleife sein. „Tie a Yellow Ribbon Round the Ole Oak Tree“ meint in den USA das Warten auf einen Abwesenden. Einen „Geliebten“ der Forsythien-Partei (so schön gelb) kann man im Guido-Falle ja nicht annehmen. Da sind schon Schweinegrippe-Rösler, Bahr und andere Helden des gelben Clubs vor. Borussia Dortmund als kommender Deutscher Fußballmeister sollte mal überlegen, ob „gelb“ noch als Vereinsfarbe angesagt ist…..

Tja „links-autonom“ in „Schildische“

Die größte Tageszeitung der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm macht heute ihre Lokalseiten mit einer „Bekennermail aus der links-autonomen Szene“ auf. Darin bekennt sich „Ja, wer eigentlich? Da steht nichts von links-autonom“ jemand zu dem Anschlag auf das Schildescher Polizeibüro mit Farbbeuteln und Zertrümmerung der Scheiben. Natürlich kann so was nur von „links-autonom“ kommen. Rechts radikal schrübe in Sütterlinschrift korrekt krass „Schildesche“ mit „e“. Der Staatsfeind steht immer links von der Mitte, rechts radikal macht das perfider und nicht so plump mit Farbbeuteln und Scheibentrümmern und Rechtschreibfehlern. Rechts sitzt auch schon mal voll korrekt auf einem wichtigen Sessel, in wichtigen Organisationen oder auch als Richter irgendwo.

Aber in „Schildische“ nie und nimmer. Da fällt mir ein, verzeiht mir den Gedankensprung, was ist eigentlich aus Heiko H. geworden, den der Staatsschutz auch mal am Wickel hatte?