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Schweinegrippe-Rösler soll nun die Welle machen

Gesundheitsminister Philipp Rösler soll neuer FDP-Vorsitzender werden. Darauf haben sich nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagsausgabe) die wichtigsten Landesverbände der Liberalen in einer telefonischen Absprache geeinigt. Wie es in Führungskreisen von Partei und Bundestagsfraktion heißt, soll das Parteipräsidium diese Entscheidung am Montag offiziell fassen. Parteichef Guido Westerwelle werde nach seiner Asienreise an der Sitzung teilnehmen. Wenn er nicht von sich aus auf sein Amt verzichte, werde man ihn damit konfrontieren, dass er auf dem Parteitag nicht mehr mit einer Mehrheit rechnen könne. Der ebenfalls als Kandidat für den Vorsitz gehandelte Generalsekretär Christian Lindner soll auf seinem Posten bleiben. Nach Angaben des „Stadt-Anzeiger“ war er wegen seines Vorpreschens für einen Atomausstieg auf dem wirtschaftsliberal gesinnten Flügel der Partei nicht mehr durchsetzbar. Rösler, der lange gezögert habe, habe sich dem Druck aus den Landesverbänden schließlich geschlagen gegeben.

Boa nej, oder? Jetzt hatten wir uns so an die Westerwelle gewöhnt und seinen gelinde gesagt außergewöhnlichen Politikstil und jetzt soll der Langweiler aus Hannover mit dem Migrationshintergrund kommen? Kinners, das geht dann final in die Hose. Das tragen Apotheker, Ärzte, Hoteliers und andere Lobbyguttaten Empfangende nicht lange mit. Was auch nicht schlimm wäre. Wer braucht schon so eine FDP, deren Aufgaben die Grünen auch noch locker mitmachen werden, wenn es Regierungssesselchen gibt. Die haben ein bis auf die Atomfrage ebenso wendiges Rückgrat wie CDU/CSU/SPD. Und bei der Frage des Atomausstiegs hat sie ja das Traumduo Merkel/Röttgen ultralinks panisch überholt. Gestern mal gesehen, wie der Röttgen sein Sicherheitskäppi trägt? Enormen Rechtsdrall der Junge, was verbal mit dem Gegenteil rüberkommt. Aber wahrscheinlich hat er heimlich an der Berliner „Komischen Oper“ geübt.

Guido. Wir werden Dich vermissen. Soviel Brutto vom Nutto bot sonst niemand.