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Papst spricht. Rangnick „körperlich am Ende“. Und wer fragt uns?

Ein Tag draußen im Outback. Die Nabelschnur ist der online-Zugriff, die Autoradiotröte plärrt in höchsten Tönen, wo, wie und warum „Papa“ in Berlin rumrollt im neuen Mercedes-PR-Mobil, Sonderausführung „Seine Heiligkeit“. Der Reichstag ist gelbweiß geschmückt und der Betrachter fragt sich, ob wir Religion und Staat wirklich trennen. Oder ist Benedetto als Chef der Vatikanbank und Staatschef im Saal mit den blauen Bänken?

Verzeiht unsere Bissigkeit, Euro Heiligkeit, aber wir haben es nicht so mit dem Papsttum. Vor allem, wenn es um die Stellvertretung Jesu auf Erden geht. Schließlich wollen Buddha, Allah, Mohammed, Krishna und wie sie alle heißen, auch was abhaben von der menschlichen Ehrung, Demut und Kleinmachung, mit der uns nahezu alle Religionen überziehen wollen. Ein bißchen mehr Distanz könnte einem Staat wie Deutschland nicht schaden. Auch wenn Ratzi aus Deutschland, ähm Bayern stammt und eine Menge Ansichten nicht in diese Zeit passen.

Was sollen wir zu Schalke 04, dem „ARMinia BI des Ruhrgebietes“, sagen? Angetreten, dem Kotelett die höchste Ehre zu verschaffen, tritt er nun wegen „körperlichem Unwohlsein“ ab? Ob Tönnies und Scheel vom Billigkoteletthauerverband damit was zu tun haben?

Schwätzer von der Hinterbank

Endlich kann man sich als farbloser CDU-Hinterbänkler mal wieder wichtig tun. Wer aussieht wie Herr Linnemann und Herr Tauber braucht eben auch hammerstarke Themen, um überhaupt mal eine Sekunde rufen zu können: „Hier sind wir, wir „Sozialexperten“. Jetzt sollen also nach dem Willen dieser beiden Geistesgrößen Hartz-IV-Bezieher in Pflegeheimen und Krankenstationen aushelfen. Eingebrockt hat das noch der größte Plagiator, den Deutschland je beherbergte mit seinem in den Konsequenzen unausgegorenen Hüftschuß „Aussetzung der Wehrpflicht“. Umkehrschluß: Sollte es Arbeitsplätze in Pflege und Krankenstationen geben, finden sich doch unter den fast 7 Millionen Hartz-IV-Empfängern und „Aufgestockten“ sicher genügend mit Fach- und Vorkenntnissen, denen man einen ganz normalen, ganz vernünftig bezahlten Job anbieten kann. Oder?

Muß man das gleich mit einem „Reichsarbeitsdienst“ tun, den das blasse Bürschen Linnemann wohl abgebrochen hätte? Autobahnen für den Führer bauen oder in ostpreußischen Mooren Torf stechen erfordern sicher mehr als die Konstituition eines schwätzenden Reichtags-Hinterbänklers.