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„…ein Projekt der Bürger“

Der Chef der regierenden Rathausjunta, ein gewisser Peter „Pit“ Clausen, ist ja bekannt dafür, auf seinen Reisen quer durch die Kommune immer mal wieder einen kleinen Superklops raus zu lassen. Im Angesicht einer NW-Kamera und dem Schreiber, Herrn Bell, graptscht er lachend nebst der das glückliche Bild garnierenden Immobilienservice-Frau der Stadt in die „Vormauerschale“ des Schusterrondells und parliert über die Frostschäden des Winters nebst immensem Geldbedarf des Steinhaufens aus dem Besitz der Grafen von Ravensberg. Nun ist das Wahrzeichen, an dessen Wohl und Wehe schon Generationen von Bielefeldern gebastelt haben, „Auch ein Projekt der Bürger“. Klar. Damals haben sie tagelöhnernd die Steine für ein Wassersüppchen täglich raufgeschleppt und heute, wo es ständig bröckelt, ist es auch „ein Projekt der Bürger“. Sozusagen eine „ARMinia aus Stein“.

Das erinnert an meine erste Begegnung mit der grandios-seltsamen Stadt. Lang ists her. Aber das zarte Flüstern der schöneren und besseren Hälfte und der verschämt-entzückte Augenaufschlag hoch zum Steinhaufen mit der Sparrenfahne blieb bis heute unvergesslich: „Das, mein Liebster, ist unsere Sparrenburg“. Hmm. Als ich den Mund wieder schloß, hatte sich die hereingeflogene Mücke an der gechlossenen Zahnbarriere verfangen.

Ich bin wohl nicht ehrfürchtig genug. (Und das ist gut so). Das Dingens war auch schon mal Gefängnis.