Schlagwort-Archiv: Ratingagenturen

Die neuschwarze NW

Die Samstag-NW macht mit einer riesigen schwarzen Fläche und „Schwarzer Freitag“ auf. Was hätten sie bloß heute gemacht, wo die USA von einer – privaten – US-Ratingagentur um ein Pünktchen auf immer noch AAA+ runtergestuft wurde? Und das mit einem Staatsdefitzit von rund 13 Billionen Dollar. Kein Wort davon, dass die arme Angela M. ihren Urlaub in der Alpen unterbrechen mußte. Ist das denn nicht schon ein klares Zeichen, das Treffen mit Sakotzy? Keine Angst, sie werden das nächste Rettungsbündel aus Steuergeldern und zukünftigen Auspressungen der Bürger schon schnüren. Schließlich muß man jetzt die USA „retten“. Oder: man kann auch so viel „sparen“, daß die Luft zum atmen weg bleibt.

Statt damals Marshall-Plan jetzt Merkel-Plan. Bürger, macht schon mal die Schatullen auf. Gibt es demnächst ausklappbare Aufmacher auf Seite 1?

„Vollbeschäftigungsturm“ der Schwätzervereinigung

Die Zahl der Arbeitslosen wird im Mai voraussichtlich unter die Schwelle von drei Millionen sinken. Das wäre der beste Mai seit 19 Jahren. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen wird am kommenden Dienstagvormittag, 31. Mai die aktuellen Arbeitsmarktzahlen in einer Pressekonferenz erläutern. Aber so gut sich der Arbeitsmarkt derzeit auch entwickelt, verschärft sich doch ein Problem, das einen nachhaltigen Rückgang der Arbeitslosenzahl massiv behindert: der Fachkräftemangel. Wo Fachkräfte fehlen, bleiben Investitionen aus. Ausbleibende Investitionen kosten wiederum Jobs – gerade auch die von weniger gut qualifizierten Arbeitskräften.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wird diesem zentralen Arbeitsmarktproblem ein Gesicht geben und einen Vollbeschäftigungsturm vor dem Bundesarbeitsministerium in Berlin errichten.

Soweit eine Pressemeldung der häßlichsten Speerspitze der Neoliberalen, die INSM. Mit ihren bezahlten Schwätzmäulern und dem wohl- wollendsten Freund, der gemein nützigen Stiftung in Gütersloh, werden jetztr alle PR-Propagandarohre in Stellung gebracht. „Der nachhaltige Rückgang der Arbeitslosenzahlen wird durch fehlende Fachkräfte verursacht“. Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Nur weil noch nicht genügend Polen, Bulgaren, Rumänen etc. im Anmarsch sind, kann man nicht investieren? Halleluja. Die nahezu 6 Millionen Arbeitslosen, Aufstocker und geringfügig für Hungerlohn Beschäftigten werden sich ob dieser Drohkulisse doppelt freuen.

Eine Analyse dieser gefährlichsten Vereinigung in der Zeit aus 2005 ist so aktuell wie damals.

Nicht vergessen sei auch die grandios-verkommene Rolle der „Ratingagenturen“. Jenen Selbstbedienungsclubs, die sich die Bonität von Staaten und Unternehmen so „angucken“, daß sie nach Belieben rauf oder runterraten. Beispiel gefällig? Japan. Da wird jetzt grade das Rating heruntergesetzt. Ergo: Geld wird für das gebeutelte Land teurer und ein paar. die nicht wissen, wohin mit der Kohle verdienen automatisch nur durch das Verleihen von Kohle (noch) mehr. Womit sie sich wiederum an Ratingagenturen beteiligen können, um … Ach Sie wissen schon. Es sind die dreckigen Zecken des Raubtierkapitalismus.