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Wenn Verehrung zur Last wird

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten beehrt mich Independent Blogger mit einem Post auf Bielefeld-Blog. Es ist der Ehre genug, möchte ich sagen, aber ich befürchte, der Gute hat dermassen einen Narren an meinen Beiträgen in anderen Blogs gefressen, dass er nicht umhin kann, auch in Zukunft die geneigte Leserschaft hier, auf Beiträge von mir im Netz hinzuweisen, die ihr ansonsten entgangen wären.

Treue Fans wärmen das Herz eines jeden Autors, besonders in dieser grauen, kalten Jahreszeit. nun ist es allerdings auch so, dass Fans, blind vor Liebe und Verehrung, oftmals das Wesentliche übersehen, oder wie in diesem Fall übersehen wollen.

Independent Blogger zitiert zwei unflätige Sätze Thomas Aders, in denen von Schwachsinn und Unfug die Rede ist und lässt die Leser des Bielefeld-Blogs damit allein. Würde ich alle unflätigen, beleidigenden Beschimpfungen, derer ich im Netz habhaft werden kann, aneinanderreihen um daraus, so wie Independent Blogger einen Post zusammenzustricken, er würde dermassen lang, dass er die Geduld eines jeden Lesers überfordern würde.

Wenn Independent Blogger in seiner hündischen Unterwürfigkeit gegenüber allem was in den „Qualitätsmedien“ gschrieben oder gesprochen wird, beleidigendes Geschwurbel eines Mainstreamjournalisten in den Rang einer Nachricht erhebt, ist das seine Sache. Aber vielleicht sollte er damit nicht auch noch andere zu Tode langweilen.

Es ist mir gänzlich unmöglich zu erkennen, wie zwei Sendungen im Fernsehen, so wie behauptet, meine Feinde sein sollen?  Feinde sind immer Personen. Sachen, zu denen ja auch Fernsehsendungen zählen, sind zum „feindsein“ gänzlich ungeeignet. Ihnen fehlt das emotionale, das das innerste Wesen des „feindseins“ ist. Man muss schon die Logik eines Amokläufers haben, überhaupt in Betracht zu ziehen, so wie es Independet Blogger tut, Fernsehsendungen als Feinde zu bezeichnen. Denn genau diese Versatzsprünge im Gehirn bringen Menschen auf die Idee mit einer Pumpgun in ihre ehemalige Schule zu gehen und wild um sich zu schiessen.

Ich pflege mich an Fakten zu halten und mich mit diesen, zugegebener Massen, zuweilen sehr pointiert, auseinander zu setzen. Das habe ich übrigens auch Herrn Aders in einem offenen Brief versucht deutlich zu machen. In diesem Brief, der übrigens im meinem Blog nachzulesen ist, habe ich anhand von ARD-Videomaterial Herrn Armbruster massive Fälschungen nachgewiesen. Wo ist denn da der Link darauf? Vergessen?

Der fehlt im übrigen auch auf meinen von Independent Blogger thematisierten Beitrag in der Freitag: “ARD bereitet Krieg gegen Syrien medial vor”.  Auch hier setze ich mich ausschliesslich anhand von Fakten mit der Berichterstattung der ARD auseinander, in der übrigens auch der oben erwähnte Dr. Thomas Aders eine Rolle spielt. ein Schelm, der böses denkt.

Naja, sei’s drum. Fakten sind die Sache Independent Bloggers nicht. Er dlffamiert da lieber, zitiert unappetitliches und redet einem längst zum faden Einheitsbrei verkommenem Mainstreamjournalismus das Wort.

Sollte mich nicht sonderlich wundern, wenn nicht, zumindetst gelegentlich, der Bursche für ein paar Silberlinge die hiesigen Printmedien bedient. Denn quält sich Independent Blogger hier einmal Eigenes aus der Tastatur, dann sind das durchgängig uninspirierte, langweilige Texte im Stil öffentlicher Bekanntmachungen. Im Duktus erinnernd an den Bericht über die Jahreshauptversammlung eines SPD-Ortsvereins mit Mitgliederehrung. Kein Witz, kein Esprit. Da empfiehlt es sich doch schon lieber gleich die NW zu lesen. Die hat wenigstens noch ein paar bunte Bilder zu den flachen Texten zu bieten. Independent Blogger: Ein erschütterndes Bild massloser Selbstüberschätzung.

9/11

„90% der Deutschen glauben jüngsten Befragungen zufolge, die US-Regierung gebe nicht alle Geheimnisse um die Anschläge vom 11. September 2001 preis“. Na sowas aber auch. Dabei sagen doch Regierungen grundsätzlich die Wahrheit. Allerdings nur nicht die Ganze. Solch integre Leute wollen doch nur ihr Volk schützen 🙂 Deshalb kamen die Anschläge damals einem gewissen Hern Bush so zupass, daß er gleich noch vor der UN die „ganze Wahrheit“ an Kriegswaffen über den Irakt anhand gefälschter Bilder präsentieren ließ.

Wer also sagt, daß das vor 10 Jahren in den USA wirklich so war, wie heute „offiziell“ behauptet wird? Politiker dürfen sich nicht wundern, wenn ihre offensichtliche Scheinheiligkeit in diverse Verschwörungstheorieren mündet. Das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Sie würden sogar auf die Bibel oder das Leben ihrer Mütter schwören, wenn es ihrem Machterhalt dient.

Leopard mit Räumschild besonders Klasse

Wie praktisch. Der neue Leopardpanzer II in der Version A7plus hat sogar ein Räumschild. Hierzulande wurde das Räumgerät vor dem »Leo« als Bergepanzer zuletzt bei der Schneekatastrophe 1978 eingesetzt. In Saudi-Arabien ist das anders. Dort und in Nachbarländern wie Bahrain müssen hin und wieder zentrale Plätze geräumt werden, wenn sich dort die Demokratiebewegung regt. Wer kein Brett vorm Kopf hat weiß, wie dort Widerstand plattgewalzt wird. Bei allem Zynismus, der das immer noch nicht bestätigte Panzergeschäft mit Saudi-Arabien begleitet, sollte man gelegentlich daran erinnern: Seit 1999 darf Deutschland stolz sein auf extrem strenge Richtlinien für den Rüstungsexport. Stets muss der Beachtung der Menschenrechte »besonderes Gewicht beigemessen« werden. Dieser Grundsatz wankt. Menschenrechtler sehen schon das EU-weite Waffenembargo gegen China wanken. Die Argumentation ist klar: Der Kunde ist zahlungskräftig, die Arbeitsplätze rund um Deutschland sind alles andere als stabil und drittens braucht Schulden-Europa unbedingt fette Aufträge.

Liebes Westfalen-Blatt. Wir hatten es ja schon erwähnt: Wenn es um Kohle geht, ist die Moral egal. Mit Räumschildern lassen sich Leoparden außerdem wunderbar auf dem Platz des himmlischen Friedens vor dem Berliner Reichstag einsetzen. Falls hier mal einer wie bei Stuttgart 21 wagen sollte, die Einkünfte der Abzocker zu belästigen. Menschen ohne Hemmungen haben bekanntlich keine Moral und die Strippen, mit denen sie gesteuert werden, sind gut versteckt.

Lernen tut niemand mehr etwas

Mit der FDP scheint man wirklich nichts mehr anfangen zu können. Schon wieder steht eine FDP-Politikerin im Verdacht, bei ihrer Doktorarbeit betrogen zu haben. Prof. Dr. Margarita Mathiopoulos, Unternehmerin und Honorarprofessorin für US-Außenpolitik und Internationale Sicherheitspolitik an der Universität Potsdam, ist u.a. außen- und sicherheitspolitische Beraterin von Guido Westerwelle. Sie soll nach Recherchen von Wiki VroniPlag auf über 130 Seiten ihrer Doktorarbeit Textstellen anderer Autoren plagiiert haben. Eine große Zahl von Textstellen sei so bearbeitet, daß dies “ein bewusstes Handeln der Autorin” “zwingend” voraussetze.

3 Monate sind in der Politik eine Ewigkeit.

Frauen sind im Leben i.d.R. doppelt belastet als Männer. Heutzutage müßen sie, sofern der Mann nicht genug verdient, selbst ihr Brot erwerben und, sofern vorhanden auch noch die Kinder betreuen und den Haushalt führen, bis die Kinder genügend selbstständig sind. Dazu kommt, daß sie, laut diverser Statistiken nicht gleich bezahlt werden und sowohl im Auswahlverfahren als auch bei zuzuweisenden (Führungs-)positionen benachteiligt werden. Frauen verfügen zudem wegen ihrer Rolle in der Familie zum Teil über eine geringere Qualifizierung und Berufserfahrung. Zusätzlich wird weibliche Erwerbstätigkeit in unserer Gesellschaft überwiegend immer noch nicht als Arbeit für einen selbständigen Lebensunterhalt bewertet, sondern als Hinzuverdienst zum Einkommen des Ehemanns, dem die hauptsächliche Aufgabe des Unterhalts der Familie zugeschrieben wird. Wie schon ein deutscher Kaiser sagte: “Kinder, Küche und Kirche.”

Wie paßt das nun auf die Politik? Es ist gewiß ungewöhnlich und erstmalig, daß eine dt. Ministerin während der Amtszeit schwanger wird und ausscheidet, doch ansonsten ist die Zeit des Mutterschutzes eine Angelegenheit wie jede andere auch. Ein wenig verwunderlich ist, daß sie gleich von drei Personen, von den Staatssekretären Josef Hecken, Hermann Kues und Bundesbildungsministerin Annette Schavan vertreten wird. Ein wenig Aufwand zuviel? Hm…

3 Monate sind in der Politik eine Ewigkeit. Nicht jedoch, wenn Frau Schröder sich auf dem Laufenden hält und bis auf kurze Zeitspannen um die Entbindung herum die Geschenisse aus dem Hintergrund lenken wird. Dies wird sie meines Erachtens tun. Daß bei Dr. Schäuble nach der Messerattacke über ihn hergezogen wurde, einen solchen könne man sich nicht leisten, waren reine Sticheleien aufgrund der langen Kohlära. Später fragten manche Idioten sogar, ob “ein Krüppel Kanzler sein könne.”. Wie die Geschichte gezeigt hat, sind zeitweilige Ausfälle in der Politik selten ein nachhaltiges Debakel.

Gleichwohl ich ein solches Frau Schröder wünschen würde, aufgrund ihrer negativ zu beurteilenden Familienpolitik. Immerhin, so weiß sie nun endlich wie man sich als Mutter fühlt und braucht sich nicht mehr auf Statistiken zu stützen.

Glückwunsch dazu und, besonderen herzlichen Glückwunsch an das kommende Familienglück.

Hihi, und das nächste Opfer

Rücktrittserklärung der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin

Grund: Eine „Erleichterung der Partei für einen Neuanfang“ (naja), „weniger Schaden“ für die Familie (voll ok), „volle Aufklärung OHNE ANSEHEN der Person!

Letzteres nützt nur leider nichts. Noch vor einigen Jahren wurde sie von der Bildzeitung als DIE Vorzeigefrau in Straßburg umjubelt. Bildschön, toller Mann und dann auch noch schwanger. Jetzt nichts besseres als „Gutti“. Nur ohne (Adels-)titel.

Ich glaube, wenn man sämtliche Dissertationen aller Promovierten in Politik und Wirtschaft näher überprüft und kritisch hinterfragt, so wird das ein Faß ohne Boden. Ich weiß, Vorverdächtigungen sind nie gut, doch es ist ein Beispiel, wie stark die Entartung der politischen Klasse in Deutschland und der Welt schon vorangeschritten ist, noch bevor die jetzigen „Würdenträger“ ins öffentliche Leben traten.

Langsam aber sicher kommt alles ans Licht, daher auch der „Online Grimme Award“ für „GuttenPlagWiki“.

Was machen Dr. J.F. und Dr. K. zum Winkel eigentlich?

http://www.tagesschau.de/ausland/kochmehrin142.html

http://www.tagesschau.de/inland/kochmehrin140.html

Verschleiert Rösler bald Blick auf die Wirtschaft?

Donnalüttchen. Der Philipp Rösler. Der traut sich was. Augenarzt will Wirtschaftsminister werden. Der blasse NRW-FDP-Chef Bahr in seiner ganzen herrlichen Unsympathie soll Gesundheit übernehmen. Er könne so gut mit allen Talkshow ChefInnen. Heinrich Piepenkötter, Senkrechtstarter aus dem Detmold-Lippischen, so hören wir aus der gelben Liberalissima, habe man für seine Verdienste um unsere Gudrun Kopp zum PR-Chef der Partei vorgeschlagen. Das einzige Thema „Wenigen mehr“ als Credo der Liberalissima vertrete er wie kein Anderer.

Früher. Da war die FDP mal eine Partei, die man durchaus ernst nehmen konnte. Heute ist die FDP das personifizierte Kasperletheater der politischen Landschaft. Was mit Gesundheitsscheiterer Rösler und 18% – Guido allerdings kein Wunder ist.

„We are very heavy on whire“, würde unser Aussenministerpraktikant Guido jetzt sagen und Pinki riefe aus dem Off „Weiter so. Weiter so“.

Volksvertreter treffen sich „heimlich“ und Bin Laden-Opa daddelt?

Man könnte ja lauthals lachen, wenn man liest, was der sonntägliche Anzeigen – und Beilagenträger des Westfalen-Blattes da so thematisiert. Und wenn man das US-Supervideo des Bin Laden – Darstellers vor dem Fernseher sieht, würde das Lachen noch lauter. Gab es in der pakistanischen Butze nicht angeblich kein Telegon und Internet? Gelingt leider nicht ganz, das Lachen, ziehen die USA doch ebenso eine schmierige Benebelungsshow ab wie die europäischen Finanz“akrobaten“, die sich „heinlich“ trafen. Heimlich? Hat das Volk kein Recht, zu erfahren, was da gemauschelt wird? Bezahlen tun es bekanntlich nicht die staatlich alimentierten Damen und Herren „Volksvertreter“ sondern wir, die wir ihnen weiche Sessel für ihre Kavalkaden an ausgemachter Dummheit ermöglichen. Na dann würgen wir die Muttertagssahnetorte mal wieder hoch.

Warten auf Messias Rösler

Ganz hinten links hält sich ein Brüderle noch ein bißchen bedeckt. Aber das kann sich ja noch ändern, wenn die finale Totgrabung der ehemaligen 18%-Schuhsohlenpartei erledigt ist.

Aktualisierung: Jetzt, wo wir wissen, daß nichts geändert wird, freuen wir uns doch auf 3 Brüderle im Kabinett Merkel: Gesundheitscheflobbyist Rösler, Aussenmini Westerwelle und Wirtschaftsmini Brüderle. Ach so, den komischen Niebel gibts ja auch noch. Was macht der grad noch mal? Ja, das ist doch mal eine „Parteireform“, mit der mnan die 5%-Hürde locker unterläuft.

Pit tut niemanden weh

… und Erwin auch nicht.

Pit Clausens Engagement für die Rechte von Homosexuellen beschränkt sich bislang darauf, dass am Christopher Street Day eine Regenbogenfahne auf der Sparrenburg gehisst wird. Das alljährliche Treffen der Burschschaftler in Bielefeld, welche nicht nur wegen ihrer Homophobie in der Kritik stehen, wäre ein willkomenener Anlass gewesen sich mal deutlicher zu positionieren.
Letzten Montag stand im OWL-Teil des Qualitäts-Blattes Neue Westfälische, dass der Bürgermeister aus terminlichen Gründen nicht an dem alljährlichen Treffen Bismrack-Kommers der Bielefelder Burschenschaftler teilnimmt. Weiterlesen

Pit will Bürgerentscheid über AKW Grohnde

Einebrockt haben den Bezug von Atomstrom aus Grohnde durch die Stadtwerke die Politiker. Anstatt die eigene Suppe rasch auszulöffeln wird der strahlende Peter den Bürger zugeschoben. Motto: Seht zu, wie Ihr das hinbekommt. Da doch eigentlich die klügsten, besten, potentesten, weiblickendsten, ehrlichsten in die Politik gehen und bar jeden Einflusses durch Lobbyisten „das Beste für das Volk“ ausbaldowern, sollten sie doch jetzt auch Ideen haben. Oder sind das bereits Inge Schulzes „Lutterturbinen“? OBPit will jetzt den „Bürgerentscheid“ über Grohnde.

Wie spannend wird „Grün“?

CDU startet www.schlinger-partei.de So stand es noch am 18.03. unter „Aktuelles“ auf der Homepage der hiesigen CDU. Übernommen von den Berliner Parteistrategen lässt man sich über die „unzähligen Fehler dere SPD“ aus. Nun ja. Das hat ja nun Japan alles überstrahlt. Die Schlacht ist geschlagen, jetzt marschiert Deutschland entweder in grüner Förster- und Jägerklamotten. Wir werden es sehen. Erst einmal fasst es sich ungewohnt an. Neben den Niederlagen der CDU und FDP sollte aber auch nicht vergessen werden, daß ie SPD auch eine nicht grade sonderlich glückliche Figur macht. Die einstigen Kernthemen haben die Grünen besetzt und es darüber hinaus mit Japans trauriger „Hilfe“ geschafft, die Wähler zu mobilisieren und zu Wahlurne und Briefwahl zu bewegen.

Nun wird sich zeigen, wie die einzige Partei, die immer gegen Atomkraft war, mit dem ungeheuren Druck der Energielobby umgeht. Und ob zwangsläufig steigender Benzinpreis und Tempolimit eine „Gegenbewegung“ auslösen. „Immerhin“ 16,5% aller Wähler haben den kommenden neuen Ministerpräsidenten gewählt, rechnet man die 24% der Grünen in Relation zur Wahlbeteiligung um…..

Mutti Merkel und die Atomlaufzeiten

Aha. Es stehen Wahlen vor der Tür. Besonders beim dicken Mappus im Ländle brennt es lichterloh seit S21 und einiger anderer Schweinereien. Angesichts der Katastrophe in Japan soll nun „die Laufzeitverlängerung ausgesetzt werden“. Erinnert verflucht an die Lügenorgie eines gewissen Herrn Guttenberg, der „vorübergehend seinen Doktortitel ruhen “ lassen wollte. Bis der Druck so stark war, daß ein Rücktritt nicht mehr abzuwenden war.

Politiker sein heißt, so lange die Verarsche-Nummer abziehen, bis die lange Nase den stolpernden Gang völlig lahmlegt.

Neckarwestheim und Biblis vom Netz? Mein Gott, Frau Merkel, für wie naiv halten Sie das Wahlvolk eigentlich? Muß Ihnen über den „Umweg Japan“ erst drastisch vor Augen geführt werden, was Sie da wegen Millionenschwerer Parteispenden anrichten? Wer soll Ihnen denn noch ein Stückchen trocken Brot abkaufen?

Zwingen?

Die Berliner Koalition aus Schwarzen und Gelben – ohnehin sehr geübt in der Durchsetzung von Lobbyinteressen gegen den Volkswillen – hat zum finalen „Das politische Grab selbst schaufeln“ angesetzt. So macht nicht nur die NW heute mit diesem Titel auf. Auch in diversen TV-Sendungen konnte man den NRW-CDU-Vorturner Röttgen hilfslos hampelnd argumentieren sehen. Wie sagte diese Lobbymarionette doch in bester Realitätsverweigerungs-a-la-Gaddafi-und-Mubarrak-Manier gestern? „Wer keine Bohrunfälle mehr will oder Despoten wie Gaddafi nicht unterstützen will, muss E10 tanken!!!!“. Nö, Herr Röttgen. Muss man nicht. Nur das Kreutz statt bei Ihnen oder der Null Rösler woanders machen. Nur weiter so. Was mit der „Absetzung“ des Betrugsministers Guttenberg gelang, gelingt auch mit kompletten Regierungsparteien.

Wie sagte doch schon Kabarettist Urban Priol? „Es gibt so viele Laternen“.

Auch das Westfalen-Blatt, sonst ja meist auf der Seite der schwarzgelben „Wissenden“ vom Stamme der schwätzenden Röttgers und Brüderles meldet sich zu Wort: Heute ist Aschermittwoch, und da ist bekanntlich alles vorbei. Hoffentlich gilt das auch für die hysterische Diskussion um das E10-Super, die gestern beim Benzingipfel ihren unfreiwillig-karnevalistischen Höhepunkt fand. Da saßen vier Bundesminister mit den Spitzen der Auto- und der Ölindustrie zusammen, um den Autofahrern die Angst vor dem ungeliebten Treibstoff zu nehmen und dann den Ratschluss zu verkünden: Wir müssen besser informieren! Das ist ein Witz – und zwar ein schlechter. Drei Jahre hätten alle Beteiligten dazu Zeit gehabt, denn so lange ist es schon her, dass Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) die Einführung von E10 verschoben hat. Sein Nachfolger Norbert Röttgen (CDU) steht nun nicht minder düpiert da. Wahr ist: Die meisten Autos vertragen E10. Wahr ist aber auch: Eine uneingeschränkte Garantie will niemand geben. Wahr ist: Der höhere Alkoholanteil mindert in geringem Maße die Abhängigkeit vom Erdöl. Wahr ist auch: Deshalb ist E10 noch lange kein Öko-Treibstoff. Aschermittwoch ist der Beginn der Bußzeit. Die Teilnehmer des Benzingipfels sollten die Gunst der Stunde nutzen.

Dann wählen wir eben

Die rot-grüne Minderheitsregierung weiß mehr, als sie zugeben will. Nach der mündlichen Verhandlung war es aber auch nicht schwer zu erahnen, was der nordrhein-westfälische Verfassungsgerichtshof vom Nachtragshaushalt 2010 hält: gar nichts. Denn die Richter werden am 15. März das Zahlenwerk für verfassungswidrig erklären. Wetten, dass? Die Prozessniederlage der Landesregierung steht damit so gut wie fest. Die erneute Drohung mit Neuwahlen zielt ins Leere. Wen will SPD-Fraktionschef Norbert Römer damit beeindrucken? Die Oppositionsparteien CDU und FDP lassen sich so nicht unter Druck setzen. Wenn sie glauben, dass Recht und Gesetz verletzt werden, sind sie sogar zur Klage verpflichtet. Begeistert werden die Wähler kaum sein, wenn sie schon wieder zur Abstimmung gerufen werden. Aber vermutlich sind Neuwahlen zwischen Rhein und Weser alternativlos. SPD und den Grünen fehlt die Mehrheit und der Wille zum Sparen. Die Linke will notwendige Einschnitte nicht mittragen. Der Bürger hat das Wort. Und das besser jetzt als später. Einen monatelangen Stillstand kann sich das Land nicht leisten. Liebes Westfalen-Blatt. Da sorgt ihr Euch in Eurem Kommentar umsonst. Dem Wähler ist es ziemlich egal, ob er wieder an die Urnen muss. Dann wird eben gewählt, bis es passt. Wer will schon Umwelt-Fuzzy Röttgen, der grade zeigt, wie wenig er als Bundesumweltminister auf die Reihe bekommt. Mit den so wunderbar christlichen beiden Parteien ist eher so gut wie kein Staat zu machen. Also her mit den Stimmzetteln für die Briefwahl. Da kreutzt man unter den Übeln eben das Kleinere an.

Abstimmung an der Zapfsäule

Was ist bloß mit den doch bisher immer so trantütigen Deutschen: Blogs entlarven flankierend zu der Verteidigung die offensichtliche Lügenarie einer Schwetzinger Radiomoderatorin (Angeblich hatte Kachelmann sie vergewaltigt), die Heuchelei der Alice Schwartzer, die trotz bekannt unlauterer und verlogener BILD zwingt der intelligente Teil des Netzes „den besten Politiker, den Deutschland seit dem ersten Kaiser Wilhelm hatte“ zur huldvollen Abdankung in einer Schmiereninszenierung Bayreuthscher Wagnerdimension im Schicksalsschwangeren Berliner Benteler-Block (Hier erschossen die Nazis die Widerständler v. Stauffenberg, usw.). Die Lüge um die „Schweinegrippe“ kommt ebenso ans Licht wie der politische Schwindel S21 von Wasserwerferkommandant Mappus um den Stuttgarter Hauptbahnhof. Genial nun auch die „Abstimmung an der Tankstelle“ gegen den angeblich so umweltfreundlichen, von EU – und Bundesregierung aufgezwungenen Treibstoff E10 mit 10% Bioethanol.

Ich hätte wirklich Hoffnung, daß sich das Bewußtsein der Massen wandelt, wenn da nicht die „lächerliche BILD-Facebook-Zustimmungsorgie um KTzuGuttenberg“ wäre. Aber das heilt die Zeit und lässt den Buben erst einmal in der fränkischen Provinz versinken. Allzu viele Anzeigen werden seinen Tatendrang bremsen und als Halbjurist mit lediglich erstem Staatsexamen wird er schon gute Verteidiger brauchen.

Je mehr Menschen begreifen, dass sie von bestimmten Medien lediglich missbraucht werden, umso besser. Dank der „Abstimmung an der Zapfsäule“
droht dem Biosprit E10 ein Absatzdesaster. Nach den massiven Verkaufsproblemen wird die bundesweite Einführung durch die Mineralölwirtschaft vorläufig gestoppt.

Es wird dank Internet immer schwieriger für die lügende Kaste der Politiker, das Volk für doof zu verkaufen. Arbeiten wir weiter daran.

Aber einen hätte ich noch:

Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg ergoogelte auch seine theatralisch inszenierte „Abschiedsrede“ im Benteler-Blog:

“Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.”

– Karl-Theodor zu Guttenberg bei seiner Abtrittsrede

“Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.”

– Star Trek II – Der Zorn des Khan.

Quelle: http://www.zachseinblog.de/index.php/2011/03/01/ohne-worte-3/

Das Irrenhaus Deutschland formiert sich wieder: „Marsch für Guttenberg“. Reihen wir uns in die Lichterkette für einen Lügner, Betrüger und Blender ein? Wir könnten uns wie damals an der Münchner Feldherrenhalle treffen.

NW promoted SPD-Steinmeier

Ein schönes Bild von Eule (Frank-Walter Steinmeier) ist es ja schon. Mehr kann ein Fotograf aus diesem Gesicht nicht machen. Fehlt eigentlich nur noch die persönliche Unterschrift.
Die offizielle Postille des F-W Steinmeier- Fanclubs (Vorsitzende und einziges Mitglied Alexandra Jacobson), die Neue Westfälische, macht wieder einmal durch ein die Grenzen des Qualitätsjournalismus sprengendes, Interview mit dem Meister der Sprechblasen auf sich aufmerksam.

Fragen die keine Ausflüchte, kein drumherum-Reden zulassen. Fragen, die dem Intellekt des Interviewten alles abverlangen. Fragen die in ihrer präzisen, ja geradezu provozierenden Klarheit auf den Punkt führen, lassen den Leser vor Spannung auf die Antwort, innerlich erzittern.

Es sind Fragen wie diese: „In den Umfragen sind sie mit Abstand der beliebteste SPD-Politiker. Freut sie das?“ Eine Frage wie ein Peitschenhieb, auch ein Kind im Vorschulalter hätte nicht besser  formulieren können.

Oder: „Herr Steinmeier, morgen ist die Abstimmung im Bundestag zur Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes. Was empfehlen sie ihrer Fraktion?“

Da die werte Leserschaft die letzten Jahre und Monate auf dem Mars oder noch weiter weg gelebt hat, ist das natürlich eine spannende Frage. Zunächst einmal möchte man wissen, was ist das für ein Einsatz der sich im Besitz Afghanistans befindet, wofür wird er benötigt  und warum soll die SPD-Fraktion seiner Verlängerung zustimmen.? So eine Verlängerung verlangt doch bestimmt nach handwerklichem Geschick.Es ist doch aber bekannt das für die Sozen nur Lehrer und Gewerkschaftsbonzen im Bundestag sitzen.
So hat denn auch Eule Steinmeier seine liebe Not mit einer Antwort. 113 Worte später hat der Leser erfahren, dass man einen weiten Weg gegangen ist und das die Fraktion nun zustimmen wird. Nun ja, ob einfaches Zustimmen wirklich dabei hilfreich ist, einen Einsatz, der irgendwo in den afghanischen Gebirgen herumliegt, zu verlängern? Frau Jacobson weiß da anscheinend mehr als wir. Sie fragt jedenfalls nicht nach.

Stattdessen hält sie ihrem Meister das nächste Stöckchen hin über das er wortreich springen kann. (Oder sollte man im Fall einer Eule besser fliegen sagen? ) So erfährt der vom Mars Gefallene und so hart Aufgeschlagene, dass „die FDP in Hamburg an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern wird, Frau Merkel eine Koalition anführt, die im Kern handlungsunfähig ist, Hannelore Kraft in NRW regiert und die Opposition im Landtag keine Neuwahlen herbeiführen wird, die Linkspartei auf einer Rutschbahn nach unten ist (Rutschbahn noch oben wär‘ jetzt auch blöd), die Menschen die Nase voll haben vom schwarz-gelben Chaos, blah, blah, blah…“ Zum Schluss sind uns drei Dinge klar:

1. Frau Jacobson hat mit diesem Interview sicherlich keine neuen Mitglieder für den Steinmeier-Fanclub gewonnen.

2. Die SPD und ihr Fraktionsvorsitzender haben keinerlei Antworten auf die Probleme und Herausforderungen des neuen Jahrzehnts, und

3. die Vergeudung von Papier und Druckerschwärze ist immer noch straffrei auf der Erde.

Komm, hat keinen Sinn hier, zünd‘ die Raketentriebwerke und lass abhauen, wieder zurück zum Mars.

(Aber das Bild ist gut.)