Schlagwort-Archiv: Plagiat

Kultusminister und Plagiatoren

Die Kultusministerkonferenz (KMK) ist das oberste Gremium der Bildungspolitik in Deutschland. Als ihr vornehmstes Mandat sichert sie die »Qualitätsstandards in Schule und Hochschule«, so steht es auf der KMK-Homepage

„Die Zeit“ online läßt sich über den des Plagiats verdächtigen Dottore Althusmann (CDU Niedersachen), die „Hüterin der reinen Lehre und der Elite“ und Vorsitzer Kultusminister Althusmann aus. Der Mann ist zur Zeit Präsident der KMK. Na da haben wir dann heute ja doch noch was zu lachen. Irgendwie sind wir ja Schelme. Die besondere Gier der Politiker nach Titeln wird noch mehr Blügten an den Tag bringen…

Uni entzieht Koch-Mehrin den Doktortitel

Die Universität Heidelberg entzieht der FDP-Europaabgeordneten Silvana Koch-Mehrin den Doktortitel. Dies teilt die Universität nach mehrwöchiger Untersuchung der Plagiatsvorwürfe gegen die Politikerin mit. Das geprüfte Material belege eindeutig, dass die im Jahr 2000 von Koch-Mehrin vorgelegte Doktorarbeit „in substanziellen Teilen aus Plagiaten besteht“.

(abgeschrieben bei www.n-tv.de)

 


Koch-Mehrin bald keine Dottora mehr?

Also Freunde des akademischen Lichtes. So geht das einfach nicht. Ihr könnt doch nicht allen Ernstes der Vizepräsidentin des überflüssigsten Europäischen Parlamentes, der FDP-„Vorzeigefrau“, ihre Heidelberger Dissertation als „Teilplagiat“ an die Karzerwand nageln. Oder? Früher hättet Ihr 100 Schläge auf den Poppes, 33 Tage bei Wassersuppe und „Wohnung außerhalb des Heidelberger Stadtmauern“ verhängt. Habt Mitleid mit dem Pupperl. Die Hellste ist sie ohnehin nicht 🙂

Avanti dillettanti der Politik!

Geguttenberg

Ein kürzlich erst aus dem Schaum einer absurdest zusammengepinselten Dissertation eines fränkischen Lügenbarons geborener Begriff wird zur Blaupause ähnlicher Handlungen in diesem unserem Lande. Jetzt scheint es die Vizepräsidentin des EU-Parlamentes und meist wortschwalligst für die Splitterpartei FDP unterwegs seiende Silvana Koch-Mehrin ja tatsächlich erwischt zu haben. Die Plagiatsvorwürfe haben sich laut Frankfurter Rundschau wohl erhärtet:

Laut den Plagiatsjägern von „Vroniplag“ soll Silvana Koch-Mehrin große Teile ihrer Dissertation abgeschrieben haben. Die zuständige Universität Heidelberg spricht von einem „absoluten Ausnahmefall“.

Ach Silvana, die Du uns doch so oft erfreutest mit ungesteuertem Geplapper, nachhaltigst tiefer Präsenz im Parlament und Babybauchtitelbilder: Jetzt wo ein Röslein Euch grandiose Truppe steuert und sogar unsere Gudrun Kopp die Brocken hingeworfen hat: Gebt Euch selbst eine Auszeit. Verschwindet einfach mal eine Weile aus den Gesichtsfeldern der Wähler.

Zumindest kann sich Silvana einem brüsten: Sie ist jetzt Mitglied derer, die „Geguttenbergt“ haben.

Kopiert Koch-Mehrin den Guttenberg?

mapspanien schrieb: am 12. April 2011 um 09:45:24
Plagiat
Solch ein Denunziantentum ist nur in Deutschland möglich. Einreihen ins Glied, immer schön brav alls schlucken und – weil vor Neid zerfressen – alles zerstören, was man selbst nie erreichen kann. Das Ausland wäre stolz, Visionäre wie Guttenberg oder auch die engangierte Mehrin in ihren Reihen zu haben. Ich bin wahrlich kein CDU/CSU/FDP-Fan. Wichtig ist nur : Alles im Ansatz zu zerstören. Es ist üblich, in Doktorarbeiten 10% als Plagiat zu verwenden. Die Fragen dieser Arbeit wurden nicht neu erfu

Aus dem Forum zur Affäre um die angeblich mit Plagiatsstellen versehene Dissertation der FDP-Hoffnungsträgerin der FDP, mit Babybauch Sterntitel zierenden, mit der geringsten Stimmenzahl zur Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes gewählte, erschütternd selten (knapp 30% der Sittzungszeit) den Sitzungen Beiwohnende und absolut bei „Hart aber fair“ keine Ahnung über die tägliche steigende Verschuldung der Bundesrepublik (6000 Euro nannte sie statt 20 Mio.) habende Lichtgestalt des gelben Blocks, Silvana Koch-Mehrin.

Auch hier wieder die glühenden Verteidiger des Plagiats wie bei KTzG. Auch hier wieder mangelndes Rechtsbewußtsein. Auch hier wieder verbales Abheben und hochstilisieren von Personen, die bisher nichts Wesentliches geleistet haben. Irgendwie abstrus lächerlich. Ich betone, abstrus. Fordern wir doch einfach die Freigabe des Plagiates zur gefälligen Bedienung eines jeden Abschreibers.

Uni Bayreuth: Guttenberg hat vorsätzlich abgeschrieben

So viel Plagiat kann kein Zufall sein: In einem Gutachten kommt die Universität Bayreuth zu dem Schluss, dass der Ex-Minister mit Absicht abgeschrieben haben muss. Anders lassen sich die kopierten Passagen nicht erklären. Veröffentlichen darf die Hochschule ihre Analyse noch nicht – Guttenbergs Anwälte haben etwas dagegen. Die Süddeutsche Zeitung zitiert heute mit Genuß aus der Stellungnahme der Universität Bayreuith in Sachen Plagiator Guttenberg.

Was aber durchaus in die Charakterschwäche dieser Mischpoke passt, ist die Anweisung des Herrn mit der Großmannsucht an seinen Anwalt, die Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes zu verhindern.

Keine Angst, Herr Guttenberg, das witrd dann die Staatsanwalschaft per Anklage für Sie erledigen. Womit Millionen feuchter Kanzlerträume von Millionen fehlgeleiteter Untertanenschwachmaten sich ein neues Objekt ihrer Sehnsüchte suchen müssen. Vielleicht das allerliebste Röslerlein aus Hannover? CDU/CSU/FDP sind geistig ja nicht allzufern voneinander.

Man sollte einem offensichtlichen Gauner nicht vorschnell öffentlich und im Staatsfernsehen den Zapfen streichen.

Nachtrag bei NW online: Die bayerische Justiz suche derzeit nach Präzedenzfällen, in denen Ermittlungen wegen Urheberrechtsverstößen mangels öffentlichen Interesses eingestellt wurden, berichtete das Blatt. Die Staatsanwaltschaft in Hof sagte dazu, dass erst der Sachverhalt ermittelt werde. Erst danach werde eine mögliche Strafbarkeit und das öffentliche Interesse geprüft. Vetterleswirtschaft wiegehabt. Da muß dann jemand schon ein altbackenes Brötchen oder einen kleinen Kassenbon mitnehmen, damit das „öffentliches Interesse“ wird. Oder hat das nur was mit den Namen G. zu tun? Gelten da andere Gesetze? Sind angeblich über 1 Millionen „Freunde“ auf facebook kein öffentliches Interesse? Auch wenn 2/3 davon wohl CDU/CSU gefakt waren?

„Wirkliche Besserung ist kaum absehbar“

Nun kommt also auch der selbst ernannte publizistische „Meinungsführer“ der Metropole aus der Deckung und zeichnet die (wenigen) Stationen der fränkischen Lichtgestalt aus der Provinz nach:

– Jesus am Times Square NY
– In besonderer Tradition des 3. Reiches: Bayreuth (Deren Uni ihn „summa cum laudete“)
– Feldherr in der Transall in Pose
– Talkshow vom Kriegsschauplatz mit TV-Dummi Kerner und umtriebiger Mediengattin Stefferl

Das ist alles? Komm, komm. Da gibt es noch Gorch Fock, Geschenke in x-facher Millionenhöhe an EADS (vor seiner bayerischen Haustür), vorschnell gefeuerte Militärs und, und, und…. Alles war bisher auch bei der NW eher eine Marginalie, Kritik fand – wenn überhaupt – eher in Blogs statt. Distanz? Warum, wenn man den politischen Papst doch praktisch greifbar vor sich hat. „Der Mann, der durchgreift“. Auch wenn es hirnrissiger Unfug war, den er da in sperriger hölzerner Sprache verbreitete.

Schließen wir dieses unsägliche Kapitel, in dem er momentan – da ähnelt er stark einem gewissen Sarrazin und dessen Gattin – von glühenden, distanzlosen und unkritischen Anhängern schon mal zum „Eigentlich Märtyrer“ hochstilisiert wird, mit den letzten Sätzen aus unserer NW-Alexandra Abrechnung mit KTzuG:

„Wirkliche Besserung ist kaum absehbar“, endet seine plagatiöse Doktorarbeit, die ausgerechnet von einem der linken Politseite eher näher stehenden Professor (Ach was, wie schäumt die Schwarze Front in der ihr eigenen konservativ-dämlichen Diktion? „Vaterlandsloser Geselle“, „Wichtigtuer“, „Mamasöhnchen“) rezensiert wurde. Es stünde den Medien, die nicht im Umkreis SpringerMohnBurdaDuMont schwimmen, gut zu Gesicht, sich zukünftig jener kritischen Distanziertheit zu bedienen, die hinterfragt, was der junge Mann mit seinen hohlen Attitüden, Plattitüden und Großkotzgesten denn da eigentlich sagen will. Die Kanzleuse – vorerst eines Konkurrenten ledig – sagt wie immer: „Det müssen wa ma abwarten“. Det ham wa och nich anders erwartet.

Halleluja. Das sind sie, unsere Politiker.