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Schockierend: In Strassenbahn „warmgefahren“


Schockierend: Fahrgäste beim „warm fahren“ Richtung Jöllenbeck

Meine Herrn, nicht genug, dass „Elite“ und wie die ganzen Partnersuchportale alle heissen, ständig unaufgefordert zur Partnersuche auffordern (wozu? Sparts Euch). Selbst Pressemeldungen finden imer wieder den Schlenker dahin. Guckst Du:

Das Partnerportal www.partnersuche.de (500.000 Nutzer) wollte in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage wissen: Was tun die Deutschen um Heizkosten zu sparen? Denn: Millionen Deutsche sind Singles und haben keinen Partner an dem sie sich wärmen können. Die Ergebnisse sind schockierend:

So sagten 40 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren (26 Mio. Personen), sie würden mittlerweile krasse Schritte unternehmen, um die Kosten fürs teure Heizen der privaten Räumlichkeiten zu drücken. Nur 50 Prozent wollen ihr Heizverhalten nicht ändern und zehn Prozent wollten keine Angaben machen. Von den 40 Prozent, die sagten, sie würden harte Maßnahmen ergreifen, um die Heizkosten zu senken, gaben hochgerechnet 6,2 Mio. Deutsche an, sie würden in der Wohnung Stiefel oder gar Moonboots tragen, um sich warm zu halten und weniger heizen zu müssen. Übrigens: Im Osten Deutschlands sind es mit 1,6 Mio. Deutschen überproportional viele. Auf Gesamt-Deutschland hochgerechnet, tragen besonders Menschen der Altersgruppe 50+ deutlich häufiger Stiefel oder ähnliches in der Wohnung – 3,9 Mio. Personen. 16 Mio. Deutsche schützen ihre Knochen in den weniger oder ungeheizten privaten Räumen mit zusätzlichen dicken Decken. Das betrifft nicht nur ältere Verbraucher, sondern auch 4,1 Mio. Deutsche zwischen 14 und 29 Jahren, darunter also beispielsweise sparende Studenten, Auszubildende oder junge Berufseinsteiger. Ähnlich hoch ist die Anzahl jener, die mit dicken Strickjacken oder langen Unterhosen in der eigenen kühleren Wohnung sitzen – 18,1 Mio. Auf hochgerechnet weitere 2,8 Mio. Bürger trifft der Umfrage nach zu, dass sie öfters Lampen und andere Elektrogeräte als Wärmequellen einschalten. 1,8 Mio. wärmen ihre Wohnungen und Häuser wie in alten Zeiten mit günstigen Kerzen. Auch das spart das teure Gas oder Öl.

Schockierend: Schon 1,3 Mio. Deutsche geben zu, öfters mit öffentlichen gewärmten Verkehrsmitteln, wie Bussen, U- oder S-Bahnen, länger herumzufahren, um den kalten privaten Räumen zu entkommen. Darunter sind rund 650.000 Personen älter als 50 Jahre. In Cafés oder Kneipen sitzen mittlerweile 770.000 Deutsche länger als üblich, um dort beim stundenlangen Latte-Macchiato- oder Bier-Trinken ebenfalls der kühlen privaten Spar-Wohnung zu entgehen. Etwas höher ist die Anzahl jener Deutschen, nämlich 1 Mio., die sich in sonstigen beheizten öffentlichen Räumlichkeiten aufhalten – wie Kaufhäusern, Banken oder Ämtern, obwohl es dort eigentlich für sie nichts zu tun gibt.

Technischer Dienstleister für die bevölkerungsrepräsentative Umfrage war tns emnid in München. Befragt wurden 1.000 Bürger.

Na, kommt Ihnen TNS Emnid bekannt vor? Tja, die fragen nicht nur in der Glitzermetropole um. Aber mal abgeschwiffen. Das wär doch ein grandioses Geschäftsmodell für moBiel: Warmfahrzüge. Von Senne nach Jöllenbeck bei 21 Grad. Ohne Stiefel könnten die dann sogar Seniorensamba tanzen. Kurse könnten gegeben werden. „Coffee to warm“ mit einem kleinen Vanillehörnchen von Meister Lamm, Pickert überm offenen Lagerfeuer. Dabei fällt sicher nebenbei noch ein Partner ab. Zahlen können sie an der nächsten Haltestelle mit „Payback“. Dabei kann sich die Glitzermetropole abgrenzen von schnöden Kleingrossstädten. Nur damit.