Schlagwort-Archiv: Paderborn

Die Neue Westfälische und der Quellenschutz

Im Oktober 2007 wurde in Paderborn ein Gebäude der Stadt besetzt und dort das Kulturzentrum RABATZ eröffnet. Das Gebäude wurde am 7. November geräumt.

Die Stadt Paderborn hat danach gegen alle Menschen, die das Gebäude betreten hatten, Strafanzeige erstattet. Ausgenommen hiervon wurden eine Journalistin der Neuen Westfälischen und drei Journalisten des Westfälischen Volksblatts, sowie Ratsmitglieder der Stadt Paderborn. Die Verfahren gegen die meisten wurden eingestellt.

Nur Frank Gockel, der in der Flüchtlingsbewegung aktiv ist wurde in erster Instanz zu 1500 Euro und vom Landgericht zu 2850 Euro verurteilt. Dieses Urteil wurde vom OLG Hamm im November 2010 aus Mangel an Beweisen kassiert.

Auf Grund dessen hat der Staatsanwalt nun die vier Journalisten als Zeugen vorgeladen und befragt. Obwohl der Staatsanwalt vorher im Prozess der Meinung gewesen ist, dass die Journalisten sich auf Zeugnisverweigerungsrecht berufen können:

„Sollten sich die Journalisten […] nicht hierzu äußern wollen, ist davon auszugehen, dass sie von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht nach § 53 Abs.1 Satz 1 Nr. 5, Abs. 2 und 3 StPO Gebrauch machen wollen.“

Quelle indymedia

Die Journalisten sind der Vorladung der Staatsanwaltschaft ohne juristischen Beistand gefolgt. Es stellt sich nun die Frage, ob die Chefredakteure dem Quellenschutz so wenig Bedeutung beimessen, dass sie ihren Journalisten keinen Anwalt als Unterstützung besorgen. Denn Quellenschutz ist eine Grundlage der journalistischen Arbeit. Denn dieses ermöglicht erst das Vertrauen von eventuellen Informanten.

Am Freitag den 16.9.2011 findet der erneute Prozess vor dem Landgericht statt. Es wird sich zeigen, ob zumindesten vor dem Gericht sich die Journalisten an die journalistischen Grundsätze erinnern. Weiterlesen

Libori? Ohne uns

Frau Auster sahen wir schon, als wir in der Riemekestraße der heiligen Stadt Paderborn einparkten, ordnungsgemäß am Automaten ein Billett zogen und auf das Armaturenbrett legten. Das Schiebedach blieb auf. ein Wind weht. Frau Auster wehte auf die andere Straßenseite, lächelte freundlich. Sie mußte also das Einlegen des Billetts ins Auto gesehen haben. Was zu erledigen war, dauerte nicht lange. Frau Auster schritt immer noch zeugend die Riemekestraße auf und ab, hier ein Auto fotografierend, da ein Auto fotografierend. Der Wind hatte unser Billett auf dem Armaturenbrett umgedreht. Erst später sahen wir, daß Frau Auster uns einen Zettel des Oberbürgermeisters ans Auto geheftet hatte. Der Brief heute fordert uns auf, 5 € wegen einer „Tat“ zu zahlen.

Lieber Herr Oberbürgermeister der auch sonst nicht so sonderlich sympathischen Stadt Paderborn. Libori können Sie knicken. Ohne uns. Und die Aufforderung, zu zahlen, können Sie gerne dahin schieben, wo es am wärmsten ist. Eine Politesse, die sieht und sogar nickt, wie man ein Billett zieht und ins Auto legt, ist ……………………………..

LIP hat was, was BI niemals haben wird


Wo Wasserski geht

LIP („Landwirt in Panik“), jener Teil der Region, die der Bezirksregierung in Detmold Unterschlupf bietet, hat was, was die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm niemals haben wird. Obersee und geträumter Untersee hin oder her: Wasserski. Auf dem Lippesee bei Paderborn geht das.

Da würde selbst die „Lutterturbine“ staunen.

Gucken auf der Strada

Jener fabelhafte Olaf Klötzer, mit Feinkosten-Verkaufsetablissement auf der Niedernstraße der Metropole, gagte dann doch ziemlich als Teil der 13. Bielefelder „La Strada“, jenem Kernwerk Holtkampschen Stadtmarketingschaffens. 5.95 Euro das Kilo (ungeschält) wollte er für seine weißen Stangen haben. Und der Clou: Der ist aus Feindesland, dem münsterländischen Füchtorf. Abgesehen davon, boten sie auf dem Kesselbrink heute Spargel aus der Metrolople und ihrem Speckgürtel in gleicher Qualität für ziemlich preislich unter Klötzer an. Aber der hatte ja auch schon mal einem dicken Telefonierer ein gewisses Dinner ausgerichtet zusammengestellt, das bis heute thematisch unter der Sparrenburg und in diesem Blog nachwirkt.

Nun ja, zeigen wir mal ein bißchen von der Strada, die wir auf chinesischem Altstadtpflaster ziemlich schnell durchquerten. Weder war es sonderlich voll, noch sonderlich spannend, noch sonderlich interessant. Halt eben wie immer, wenn es Strada gibt. Ist halt keine „Mille Miglia“.

Bei Stopka brüllte ein Jaguar….

Die unvermeidlichen vier bayerischen Ringe an überteuerten Schröder Team-Schlitten lauerten an St. Nikolai…

Die rotweißen NW-ler boten wieder allerlei Tand an….

….während in Sichtweite schwarzgrün mit (halb mitgehört) „Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Korrektheit“ punktete ….

…was wir mal so stehenlassen. Mit diesem Alien-Benz aus Untertürckheim….

… waren dann wohl diese seltsamen Wesen auf Quads gelandet…

… während die Idee von Erna aus Schielske gar nicht so schlecht war, im Schatten von St. Nikolai zu speisen…

… leider sahen sie aber nicht, wie „des Bischofs dünne Kinder“ schon früh über den Gehrenberg davonrauschten, in einen Benz mit PB-Kennzeichen stiegen und sich aus dem Staube machten. Ein wenig Paderborner Goldstaub blieb zurück, trug sie doch fast den kompletten Domschmuck. Sowas kleidet eben eine Stadt, wo einen Fußball-Zweitligisten hat. Was die doppelt so große Metropole nicht mehr sagen kann….

Tröstlich der Engel im Fenster einer Ausstellung mit echtem Bielefelder „La Strada“-Blick. Wir sagen jetzt nicht, er habe mal im Eigenrauch gelegen.

Ist ja jetzt auch egal

Was für ein Glück: Diese in jeder Hinsicht so „würdevolle“ Zweitligasaison ist für ARMinia und einen Großteil der Almsöldner nebst Starübungsleiter Ewald „Zettel“ Lienen ja bald vorbei. Dann rocken sie Liga 3. Jedenfalls hat Benno Möhlmann – ehemaliger ARMinia-Trainer – mit „Audi“ Ingolstadt gezeigt, wie man in der Liga bleibt. Was natürlich auch für den SC Paderborn aus dem Blechkästchen an der A33 gilt. Glückwunsch in die Paderstadt. Aber zum Dank muß Finke ja nicht unbedingt einen Möbelgiganten in die Metropole an der reißenden Lutter klatschen….

Wieso eigentlich kein Möbelcenter?

Einfach Boss/Porta, Zurbrüggen, IKEA und Finke in einem Quadrat aufstellen und machen lassen. Bielefeld hat noch nicht genug Möbelhäuser. Grund genug, dass die Paderborner jetzt in Bielefeld einwandern wollen. „Autobahnnähe“ heißt es in dem NW Artikel.

„Eckendorfer“ sagt mein neuer Freund Gregor Moss (der mit dem autofreien Jahnplatz, dem Kesselbrink, Neumarkt.. ihr wisst schon), der Containerbahnhof sei das einzige Areal.

Das findet Willi Finke aber unpassend, schließlich will er größer als alle anderen bisherigen Möbelhäuser werden. Er würde ja schließlich auch 300 Arbeitsplätze schaffen. Kein Grund für Mossi, im Extremfall lässt er die Fläche lieber weiterhin brach liegen, da er sich produzierendes Gewerbe mit mehr Arbeitsplätzen erhofft – zu erwähnen sei vielleicht, dass bisher kein Interessent vorliegt. Lediglich Bauhaus möchte dort einen neuen, weiteren Baumarkt eröffnen, nach Mossis Logik dann wohl mit mindestens 301 Angestellen?

Man wird ja noch träumen dürfen…

Mr. SPD sieht das Ganze noch mehr anders: „Georg Fortmeier (SPD), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, sagt: „Finke ist grundsätzlich willkommen.“ Er kann sich auch die vormals zur Erweiterung von Porta vorgesehene Fläche an der Herforder Straße als Finke-Standort vorstellen.“ nw-news.de

Womit wir wieder beim Möbel-Quartier wären. Warum eigentlich nicht, spart Parkflächen und Anfahrtswege und man könnte in sämtliche bisher existierende Möbelhäuser einfach einen Leuchtröhrenverkauf einbauen. Dann ist sogar primula vulgaris zufrieden. Finke nennt solche Komplexe im Übrigen „Möbelkompetenzzentren“. Na dann kann ja nichts mehr schief gehen.

 

Und bevor Bielefeld sich entscheidet, klagen sie doch lieber erstmal gegen Gütersloh und deren Gewerbegebietsverteilung. Kann ja nicht sein, dass die auf einmal auch einen Porta sowie mehr Gewerbefläche als Bielefeld haben.