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Die Oldentruper Erdbeerfeldposse des Hohen Rates

Der Hohe Rat der possenreichen Veranstaltung in den historischen Räumen am Niederwall hatte ja beschlossen. 30 Hektar besten Ackerboden in Oldentrup zu betoniertem Gewerbegebiet werden zu lassen. An sich schon eine Posse vor den vielen Brachflächen der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm. Die Kreislandwirte laufen nun Sturm angesichts dieses possierlichen Beschlusses des auch sonst ziemlich orientierungslosen Rates.

Noch possierlicher ist die Tatsache, daß die aus HalbrotGrünGeld bestehende Regierung der Stadt von „Menschengerechtem Leben in der freundlichen Stadt“ faselt und vor lauter Schaum vorm Mund gar nicht mehr mitkriegt, wie die Possen beim niederen, richtig arbeitenden Volk ankommen. Oder hat die Jagd nach Gewerbesteuerabgreifung schon alle rationalen Argumente hinweg-geschwemmt? Siehe juristischer Amoklauf gegen die paar Möblerquadratmeter auf dem ehemaligen Industriebrachgelände in der Nachbarstadt Gütersloh.

Vielleicht sollten die Oldentruper doch mal sowas wie „Erdbeer 21“ in der Baustelle unter den Teutogipfeln inszenieren.

Metropole der Baustellen

Am Montag, 18. April, beginnen auf dem Ostwestfalendamm (OWD) zwischen den Auf- und Abfahrten Stapenhorststraße und Quelle umfangreiche Unterhaltungsmaßnahmen an drei Brücken und zwei Stützwänden. Betroffen sind die Langenhagenbrücke (Haller Weg), die Fußgängerbrücke zur Hochstraße über den OWD in Höhe Johannistal, der OWD über die Straße Johannistal sowie die Stützwände an der Auffahrt Johannistal und am Johannisberg (Hochstraße). Die Verkehrssperrung wird bereits am Freitag, 15. April aufgebaut. Außerdem wird zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten eine blinkende LED-Anzeige als Vorwarnung für die Verkehrsteilnehmer am späteren Baustellenanfang aufgebaut. Die Arbeiten erfolgen in vier Bauabschnitten, die jeweils etwa zwei Wochen dauern. Die Sanierungsarbeiten im Bereich der Auffahrt Johannistal erstrecken sich über den Gesamtzeitraum. Der erste Abschnitt bringt eine Sperrung der rechten Fahrbahnhälfte des OWD stadteinwärts vor der Abfahrt Johannistal mit sich, der zweite die Sperrung der jeweils linken Fahrstreifen im Bereich der beiden genannten Brücken („Inselbaustelle“). Im dritten Bauabschnitt wird der rechte Fahrstreifen im Bereich der Auffahrt Stapenhorststraße und Johannistal in Richtung Südring gesperrt. Im vierten und letzten Bauabschnitt werden die Auffahrt Johannistal und der OWD eingeengt (in Richtung Südring ist nur der linke Fahrstreifen frei).

Die Instandsetzungsarbeiten sollen noch vor dem Anschluss des Ostwestfalendamms an die A 33 ausgeführt werden, da danach eine noch stärkere Frequentierung des OWD zu erwarten ist. Um die eher verkehrsschwachen Osterferien maximal ausnutzen zu können, wird bereits am Freitag, 15. April, nach der morgendlichen Verkehrsspitze die Baustellenabsperrung stadteinwärts aufgebaut. Die Bauarbeiten für die Installation der zweiten Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf dem OWD stadtauswärts werden zeitgleich mit diesen Absperrungsmaßnahmen vorgenommen. In den Hauptverkehrszeiten kann es zu Verkehrsbehinderungen am Beginn der Engstellen kommen. Die Sanierungsarbeiten sollen planmäßig bis Mitte Juni abgeschlossen sein.

Ist das nicht nett, wie die fürsorgliche Verwaltung dieser traumhaft unter Teutosonne gleißenden Metropole das alles koordiniert und in dieser Pressemeldung verkündet? Schon mal auf die Idee gekommen, sich von z.B. Schildesche auf den Südring und dann – welch gewagte Idee – über die Detmolder bis beispielsweise Oldentrup durchzutanken? Also in einem Tag natürlich. Wenn ja, nehmen Sie reichlich Mineralwasser, Kohlehydrate, Schweißtücher und jede Menge Geduld, Freundlichkeit und eine Freisprechanlage fürs Auto mit. Weil, wenn Sie im Stau stehend von Polizeibeamten erwischt werden, gibts Strafen und Ermahnungen. Die allerdings dürfen das, wie schon oft gesehen. Komisch, was? Aber vielleicht gibt es ja auch Beamte und „sonstige Menschen“, die dafür da sind, dieser herrlich-außergewöhnlichen Kaste die Arbeit zu erhalten.

Solarpark und weniger Lutterturbinen

Es ist unglaublich, mit welcher Geschwindigkeit sie in Deutschlands einzigem real mit Fenstern nach innen betriebenen Rathaus am Niederwall denken – und manchmal handeln. Kaum hatte Ingeborg S. von den Grünen ihre grandiose und wahrlich aufwühlende Idee der Lutterturbinen (2 Millionen davon ersetzen ein AKW Grohnde) der staunenden Bielefelder Öffentlichkeit präsentiert, hauen sie schon den nächsten Hammer raus. Jetzt haben sie doch glatt die fünf Hektar große Brachfläche – eine von vielen in der kleinen Metropole am Teuto – in Oldentrup ausgeguckt und wollen da Solarpanels pflanzen. Also ein „Solarpark“ soll enstehen. Kaum hatten wir das für den brachen Containerbahnhof hinter der Herforder ins Spiel gebracht, brach es aus den Stadtweisen schon heraus. Wahrlich bahnbrachweisend.

Dann können wir jetzt ja auch das mit den Fähnchen machen und Kerzen anzünden, damit ARMinia auch noch ein Licht aufgeht. Wer will schon eine Fuißballarena mit Schwickmausoleum im Anstoßkreis und Tomatenzucht auf den demnächst leeren Zweitligarängen? Das bliebe uns also erspart. Aber nicht, daß Ihr da plötzlich anfangt und Rockbands auftreten läßt. Da hätten die reichlich abgefundenen Melanchthonsträssler aber dicke was dagegen.