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Die grandiose Recherche des NW-Reporters Jobst Lüdeking

Ich hatte mich letzten Freitag gewundert, weswegen Löhne im Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz als Ort für linksextremistische Anschläge auftaucht. Dank der investigativen Berichterstattung der NW weiß ich jetzt Bescheid. Und zwar hat der Autor Jobst Lüdeking herausgefunden, dass einer der meist gesuchten Linksterroristen aus dem Kreis Herford stammt. Und zwar Bernhard H. von der Gruppe das Das K.O.M.I.T.E.E. (Im Artikel steht da übrigens der komplette Name, da anzunehmen ist das Verwandte noch in Herford leben dürften die sich bei der NW bedankt haben).

Die NW hat weiter herausgefunden, dass Bernhard H. mit zwei weiteren Personen 1995 den damals leerstehenden Abschiebeknast in Berlin-Grünau in die Luft sprengen wollte. Dabei wurden sie zufällig von Polizeibeamten überrascht und sind Hals über Kopf geflohen, wobei sie Beweise auf ihre Täterschaft hinterlassen hatten. Die drei sind seid 16 Jahren untergetaucht und die NW meint, dass sie auf Verjährung setzen könnten:

Dabei verjährt der Vorwurf „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung deutlich früher als die „Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Verabredung zu einer Sprengstoffexplosion. „Die Verjährungsfrist liegt bei diesen Vorwürfen bei 20 Jahren. Sie kann sich aber verlängern“, so der Sprecher der Bundesanwaltschaft. Dann wären es bis zu 40 Jahre.

Sowie ich gefunden habe, steht das versuchte Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion unter
§308 StGB wird also mit bis zu zehn Jahren bestraft (und das auch nur wenn Menschenleben gefährdet werden, was in diesem Fall wohl nicht zutrifft, da sie einen leeren Abschiebekanst in die Luft sprengen wollten). D.h. die Verjährungsfrist ist auch 10 Jahre und kann aller-höchstens auf 20 Jahre verlängert werden. Wie die Generalbundesanwaltschaft auf 40 Jahre kommt ist mir schleierhaft. Aber eine ordentlicher NW-Journalist hinterfragt halt nicht die Angaben der Generalbundesanwaltschaft. Nur so LeserInnen von so linksextremistischen Zeitungen wie der taz sind halt der Meinung, dass die Generalbundesanwaltschaft, gerade bei Linken, dazu neigt mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. In einem Indymedia Artikel von 2004, der davon berichtet, dass neun Jahre später ehemalige MitbewohnerInnen der Terroristen zu einer DNA-Abgabe gezwungen wurde (was zu den Kanonen auf Spatzen passt), meint ein Kommentator ebenfalls, dass die Verjährungsfrist 20 Jahre sei.

Kann der „Himmel brennen“?

Wir schauten gen Porta Westfalica, von woher die NW heute den verrauchten Stoff für ihren Titelaufmacher bezog. Einen „brennenden Himmel“ sahen wir nicht. Wohl aber enorme Rauchsäulen. Dabei ist doch grade die NW dank dreitägiger „Vor-Ort-mit-Gasmaske-Reportage“ vom Brand in der Bielefelder Altstadt ein wertvoller Fachberater der örtlichen Feuerwehren geworden. Diesmal schrieb allerdings Kerstin. Kornfeld. Und fand den wundervollen Einstiegssatz: „Die Pforte nach Westfalen war am Freitag stundenlang geschlossen“.

Donna Lüttchen hätte es nicht besser formulieren können. Der brennende Himmel scheint Gedanken zu beflügeln.

Mediale Kehrtwende?

NW-Kommentator Kaspers mokiert sich jetzt heftig über den Kratzeauftritt der deutschen Fußballdamen gegen Nigeria und die schwache Lesitung. Mediale Kehrtwende? Erst seitenlange Berichte über lackierte Fingernägel, Auftritte im Tatort-Krimi und Hype ohne Ende und nun will man es nicht gewesen sein? Die Medien – inclusive NW – haben doch jeden Schwachsinn mitgemacht. Keine Story war zu haarrissig. Keine Vermarktung zu lächerlich. Der DFB – in der Hoffnung, endlich mal Frauenfußball pushen zu können – hat jeden Schwachsinn unterstützt. Man war sich der Mitmache der Medien sicher.

Schön wäre es, wenn man sich jetzt ganz einfach um das kümmert, was im Mittelpunkt stehen sollte: Der Fußball.

Wer nicht zahlen kann, soll auch nicht leben

„Arme gehen seltener zum Arzt“ Unter dieser Überschrift berichtete die Bunte aus Sennestadt heute, dass sich arme Menschen schlichtweg den Weg zum Arzt wegen der Praxisgebühr und diverser Zuzahlungen gar nicht mehr leisten können. Und das in einem der reichsten Ländern der Erde.

Diese Tatsache scheint aber nur von untergeordnetem Interesse zu sein. Ist diese erschütternde Nachricht meiner Lieblingsheimatzeitung doch nur eine kurze Notiz wert, während sich auf Seite 2 ein grosser Bericht mit der zukünftigen Organspenderegelung auseinander setzt.

Nun ist es sicherlich aller Ehren wert, wenn über Organspenden in Politik und Bevölkerung breit diskutiert wird, um einen Weg zu finden „Gegen das Sterben auf der Warteliste“ (wie der Artikel überschrieben ist).

Wo aber ist der grosse Artikel, die fette Überschrift, für die Menschen, die sterben müssen, ganz einfach deswegen, weil ihnen die nötige ärztlich Versorgung vorenthalten wird weil sie arm sind? Menschen? Nein,  Menschenmaterial (im Neusprech human recources) minderer Qualität, das sich unsere Gesellschaft nicht mehr leisten kann.

Thomas M. gewährt NW Audienz

Man stelle sich die Szene einmal vor. Da sitzen die Herren Chefredaktor, Krause und Schelp in kniender Haltung mit leicht gesenktem Kopf dem Herrn Thomas Middelhoff gegegenüber. Sie flüstern fast. Die Ergebenheit, die Heiligkeit des Augenblicks wirft sie und das aufgestellte Mikrofion fast um. „Dürfen wir Sie etwas fragen?“. Jenem Herrn, der frisch KarstadtQuelle gegen die Wand gefahren hat und auch sonst schon eine Kette von Ungereimtheiten in seinem noch relativ jungen Leben hinter sich hat. Einschließlich wedelnder Rockschöße beim Ummelner Spargelessen mit und im Kasino unseres erfolgreichen IHK-Präses Goldbeckchen. Sie geben ihm fast die komplette Wirtschaftsseite einschließlich drei wunderbaren Bildern unseres Herrn Frücht. Der Mann ist überzogen von einer Unmenge Prozessen. Was reitet eine NW, ihm in dieser Phase ein unreflektiertes Laberforum zu geben?

Der nächste Knüller spielt sich im Sportteil ab. Frauenfußballspezialistin Stephanie kaut zum 133. mal wider, was Fernsehen und sonstige Medien bis zum Erbrechen gelabert, geschrieben und angemerkt haben:

Ja. Fatmire Bairamaj lackiert sich vor den Spiel die Fingernägel.
Ja. Fatmire Bairamaj ist gebürtige Kosovarin.
Nein. Podolski geht nackt an den Nägeln auffn Platz.

Glaubt Ihr nicht? „Die Zeitung bringt Hintergrund, berichtet Neues, schreibt Authentisches?“ Bitteschön, hier ein Ausschnitt aus dem Elaborat:

🙁

Die NW, die verletzliche Seele der Kinder und ein goldener Helm

Das Leben ist nicht immer schön und manchmal stellt es einen schon beim Studium der Morgenpresse auf eine harte Probe. Da wird einem plötzlich klar, heute wärst du besser gar nicht erst aufgestanden. Heute, z.B., vom Titel bis Seite drei fast ausschliesslich Alexandra Jacobson, das macht deutlich müde und verspannt innerlich. Dazu Bilder von Peer Steinbrück, Silvana Koch-Mehrin, Hans Eichel und, on Top, ein riesen Poster von Claudia Roth und Cem Özdemir.
Gut das die Kinder schon gross und aus dem Haus sind, sonst müsste man die heutige Ausgabe der Bunten aus Sennestadt verstecken. Ab, zu dem anderen Schmuddelzeug, von dem man nicht möchte, dass die lieben Kleinen wissen, dass man es besitzt.
Man stelle sich vor, sie zeigen mit ihren unschuldigen, kleinen Fingern auf das Bild von Peer Steinbrück und fragen: „Warum lacht der Onkel so?“. Wollen sie es sein, der den armen Kleinen erklärt, dass der Onkel so lacht, weil jemand ihm gerade gesagt hat, dass er die Deutschen um mehrere Milliarden Steuergelder erleichtert hat, weil er sie dem Onkel Ackerman und seiner Räuberbande geschenkt hat? Wollen sie den Kindern den Glauben nehmen, dass die huldvoll lächelnde Tante mit den langen blonden Haaren keine Prinzessin ist, sondern eine überführte Betrügerin und der Onkel Eichel nicht ihr neuer Deutschlehrer, sondern ein besonders erfolgloser ehemaliger Politiker?
Wenn sie all diese Klippen erfolgreich umschifft haben und gerade erleichtert Luft holen, ein Aufschrei: „Wer ist denn die Tante da, mit dem Goldhelm und der merkwürdigen Uniform? Und was macht die mit dem Onkel, weint der gleich?“
Jetzt hilft nur noch aller Eltern letztes Mittel. Man nimmt den Kleinen die Zeitung weg und sagt: „Das versteht ihr nicht! Aber eins könnt ihr euch jetzt schon mal merken: Ich möchte nicht, dass ihr jemals so rumlauft. Wenn ihr später einmal zu viel Geld habt, dann gebt es mir! Solche Klamotten werden nicht gekauft! Nicht unter meinem Dach! Nicht solange ihr die Füsse unter meinen Tisch stellt! Ihr seht ja was passiert, wenn man sich so entstellt, der Onkel auf dem Bild muss schon weinen.“
Ein Glück das die Kinder noch nicht lesen können. Niemals werden sie den verschwurbelten Mist erklären können, den sich die Berlinkorrespondentin der größten Bunten aus der südlichen Vorstadt aus der verbogenen Mietfeder presst.

Es gibt doch eine Erklärung – aber nicht für Kinder

Wer heute morgen die Printausgabe der Bunten aus Sennestadt aufschlug, der muss ihn wahrgenommen haben, diesen leichten Geruch von Moder und Verwesung.

Bei Nacht und Nebel hat sich, angetrieben von, nicht Mensch, nicht Tier, sondern Meinungsforscher und CDU-Mitglied, Klaus Schöppner, Alexandra, „Dr. Mabuse“ Jacobson aufgemacht und zwei politisch mausetote ehemalige SPD-Finanzminster ausgegraben.

Hat der Schöppner, der alte Fuchs, oder in diesem Zusammenhang vielleicht passender, der alte Werwolf, doch anhand wunderschön zurechtgebogener Zahlen unser Alexandra eingeblasen: „Wenn’s aus der SPD einer schafft die Merkel abzulösen nach der nächsten Wahl, dann ist’s der Steinbrück.“

Daraufhin ließ Sie alle Versuche den gescheiterten Kanzlerkandidaten Steinmeier zu neuem Leben zu erwecken fahren, stellte alle Maschinen ab und machte sich umgehend daran den alten Steinbrück auszugraben. Nun war der als Finanzminister zwar eine ausgewiesene Niete, aber als Kanzlerkandidat könnte man ihn vielleicht doch noch einmal recyclen.

Der Schöppner Klaus, aus der Stieghorster Meinungsverbiegungsklitsche lacht sich schon jetzt einen ins Fäustchen. Keinen kann er dann im Bundestagswahlkampf 2013 so wunderschön entzaubern und als ausgewiesenen Deppen darstellen, als den staatlich lizensierten Wahlverlierer Steinbrück.

Aber wenn unser Alexandra, schon mal auf dem Friedhof bei der Arbeit ist, dann macht sie diese ganz und vollständig. Darum holt sie gleich auch noch den alten Finanzzombie Eichel mit ans Licht.

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch, dass dieses Genie, Anfang der 2000er Jahre ein Gesetz schuf, dass ihn in der Folge nicht nur ohne jegliche Steuereinnahmen aus den Großunternehmen dastehen ließ, sondern dem Bund auch Steuerrückzahlungen in Milliardenhöhe bescherte. Eichel war über diese böse Wende des Schicksals vollends überrascht. Aber so ist das nun mal, wenn du keine Ahnung vom Spiel hast und trotzdem mit Profis pokerst, du wirst rasiert.

Manch einer hätte sich gewünscht, dass die Platte auf der eichelschen Ruhestätte ein paar Tonnen schwerer gewesen wäre. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, und so hat ihre Grausamkeit, Alexandra, die nervtötende, das finanzpolitische Irrlicht nun mal wieder ausgegraben und lässt ihn gleich mal hemmungslos über die Rettung Griechenlands schwadronieren. Ist vielleicht aber auch Taktik, denn alles ist schliesslich relativ. Neben dem Eichel sieht der Steinbrück nicht mehr ganz so blöde aus.

Superstar mit Beffchen?

Während unsere schönste, größte, intelligenteste, weitreichendste, Meinungsführendste (meint sie) Tagesgazette nebendran schon NRW- Ministerpräsident-Versager-Steinbrück-Hochjubler Schöppner von tns-emnid („Die Botschaft hörn wir wohl. Allein es fehlt noch der Grund“) lesen (müssen, denn er liebt die Groko), bleibt beim Bild nebendran die Luft weg. Wir ringen nach Atem wie die Tenniscracks nach einem anstrengenden Volley-Ballwechsel am Haller Gerry-Weber-Netz. Margot Käßmann wird von diesem Meinungsbildner der grünen Teuto-Heimat zum „Superstar“ ausgerufen. Superstar? Ob Schreiberin „faa“ (Annika Falk) da wohl noch ganz bei sich war? Oder hatte der Segen der Frau mit Beffchen die Schreiberin so verwirrt? Jetzt noch eine Gardinenpredigt unter Begleitung von Geigenteufel David Garrett im Tennis-Hochaltar („Wir müssen mit Gott den Aufschlag üben“) mit anschließender Wallfahrt nach „GlückundSeligkeit“ und wir können mit Peter Schilling, dem ehemaligen Star der „Neuen Deutschen Welle“, in der Niedernstraße vor der Redaktion singen:

„Dann hebt sie ab und völlig losgelöst,
schwebt die NW…….“

Margot, die Käßmännin mit Beffchen, würde sagen: „Siehe, der Herr gibt und der Herr nimmt. Manchmal fehlt ihm das rechte Maß“. Da sind wir im Falle NW gewiß.

„Promi“show bei KATAGs und NW-Schelte

Mann, Mann, unser Autor notepicker ist doch´n Undankbaren. Anstatt der Zeitung, dem Verlag und der so BUNTEn Druckerei in Sennestadt den einen Euro Zusatzeinkommen monatlich für von uns Unbestelltes zu gönnen, meckert er. Sowat aber auch. Wie sollen sie denn ihren Sptzenplatz ganz nah an Diekmanns Schülerzeitung mit den dicken Balken und der einfältigen Wortwahl verteidigen?

Wie soll Heidi Hagen-P. Ihr Ohr am Busen von Barbara Schöneberger, dem Westerwelle Guido – der alte FDP-Schlawiner ist ja sowas von Katag – und vor allem dem Daniel Terberger, Katag-Chef mit Hang zum Promitum und seiner von Bayern sonst halten? Die Schlappeltante Christiansen, deren „Können“ man so oft in ihren oberflächlichen Talkshows vergeblich gesucht hat, war auch da. Noch jemand vergessen, der in Porsche Panameras von 10-Eurokräften chauffiert wurde? Ach ja. Sixt, Regine. Jene etwas älter aussehende Mitwagentante aus München. Hat die dem Daniel angetraute Bajuwarin nicht den Plagiator in ein Buch gehievt, von dem der Klappentext „heute noch“ schwärmt: Über den Auf­stieg des Frei­herrn aus Fran­ken, der jeden seiner Ber­li­ner Kol­le­gen in den Schat­ten stellt?.

Sparen wir uns jegliche Wertung. Was alle diese C., D., E.-Promis mit der eigentlichen Aufgabe der Katag zu tun haben, bleibt nebulös. Aber so hat die NW endlich mal „Adabeis“ in der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm.

Das sollte doch 1 Euro im Monat mehr wert sein. Oder wollt Ihr, daß alle „Scheisserle“ Burdas BUNTE mit der Hetze auf Kachelmannn kaufen? Siehste. NW kaufen heißt, dem Boulevard, Heidi-H.P., unserer Alexandra in Poberl und der Katag zu vertrauen. Nie machte es so viel Spaß, die Kartoffelschalen in das bunte Altpapier einzuwickeln. Dann verstummt auch dieser servile Ton, der sich sogar im Wirtschaftsteil der Zeitung niederschlägt.

Mehr Bunt nur für mehr Scheine

Beim Morgenstudium der Bunten aus Sennestadt ließ mich eine kurze, an den äußersten rechten Rand der zweiten Seite gedrängte Notiz: „In eigener Sache“ aufmerksam werden.

Kurze Notizen, besonders die an den Rand gedrängte machen mich immer erstens neugierig und zweitens misstrauisch. Und richtig: In dürren Worten machte mir mein Heimatblättchen klar, dass ich nun pro Monat einen Euro mehr für mein Abonnement zu entrichten habe. Schliesslich sei alles teurer geworden und ich habe ja auch lauthals nach mehr Farbe im Blatt und einer neuen Rotationspresse verlangt.

Mein erster Gedanke: Abbestellen, sofort abbestellen, das Käseblatt. – Aber dann fiel mein Blick auf den Lokalteil. „Blondinen bevorzugt“ unter dieser Überschrift berichtete Heidi Hagen-Pekdemir, die Nw Korrespondentin, gewöhnlich zu Hause bei den Promis und den Adelshäusern dieser Welt, über die „Katag-Cheftagung mit Barbara Schöneberger und Sabine Christiansen“. In fieberhafter Spannung überflog ich den Artikel, las ihn ein zweites, ein drittes, ja, ein viertes Mal und war mit meiner Zeitung wieder im reinen. Das war großer Journalismus, präzise recherchiert und brillant formuliert. Poesie auf Zeitungspapier.

Wer bitte schön sollte mir in Zukunft Glitzer und Glamour auf meinen Frühstückstisch, in mein Wohnzimmer und vor allem in mein kleines, tristes Leben bringen, wenn ich die Bunte aus Sennestadt abbestellen würde?

Ihr Lieben von der NW,-  die auf Toiletten, an Hotelzimmertüren und unter dem Tisch Berliner Restaurants lauschende Alexandra Jacobson, der alte Macho und Griechenland-Kenner, Carsten Heil, der weiß wie deutsche, blonde Frauen braungebrannten, aber impotenten griechischen Fischern wieder zu einem Standing verholfen haben, die Sensationsreporter von der A 2 mit dem abgelichteten verbeulten Blech und den ungezählten Toten, die armen Praktikantinnen und Praktikanten, die sich auf Schützen- und Feuerwehrfesten den Hintern platt sitzen und bei Ortsbegehungen diverser politischer Parteien die Füsse rund laufen, der Rouven, der im Bielefelder Westen den alt 68ern und in Unehren ergraute Grünen glauben machen muss, sie seien die Speerspitze des Fortschritts und der menschlichen Evulotion, – fallt auf die Knie und dankt der Heidi: Sie hat Euch einen Leser erhalten.

Wann kriegen wir denn eine Kaiserin ?

Ihr Liebelein, die – haben da „Führungskräfte“ mitgewerkelt? – NW macht auf mit der allerliebsten daheim in Puschen rumschlurfenden Halbdeutschen Victoria von Schweden. Das freut viele Mamas und heimliche Royalisten, denen der Guttenzwerg nebst Stefferl so unsanft weggebrochen war. Ein dreifach „Hej, Hej, Hej“ nach Drottningholm. Ansonsten werden sich nachher die Massen beim „Leineweber“ in der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm drängen.

Übrigens: Die Pommes beim Belgier auf der Jöllenbecker sind besser als beim Leini seine Stände 🙂

Freier Freitag wird „Arbeitskampf auf dem Rücken der Leser“

Erscheinen künftig vielleicht als Notausgaben - Ostwestfalens Zeitungen

Die Zeitungslektüre an ostwestfälischen Frühstückstischen wird am morgigen Samstag wohl etwas kürzer ausfallen. Der Grund: Die Redakteure streiken am heutigen Freitag. Über das „Warum“ gibt es naturgemäß unterschiedliche Darstellungen. Glaubt man der Gewerkschaft Verdi, tun sie dies nicht, weil sie 3 oder 4 Prozent mehr Gehalt kassieren wollen, sondern weil sie sich gegen eine Reduzierung ihrer Bezüge von bis zu 30 Prozent und einen Tarifvertrag zweiter Klasse für Berufseinsteiger und Verlagswechsler wehren.

Das stellt der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger auf seiner Website wiederum anders dar: Es gehe zur Sicherung von Arbeitsplätzen um eine „moderate Reform der bestehenden Tarifverträge“, heißt es. Und: Verdi und DJV würden sich einzig darauf konzentrierten, „die Forderungen der Verleger völlig verzerrt darzustellen“. Dazu, wie diese Forderungen denn nun wirklich aussehen, wird in der Top-Schlagzeile der Website jedoch keine Angabe gemacht.

Fest steht in jedem Fall, dass auch die vierte Verhandlungsrunde zur Neuauflage/Gestaltung des  aufgekündigten Manteltarifvertrags für die bundesweit rund 14.000 Tageszeitungsredakteure  bereits am 4. Mai ergebnislos abgebrochen wurde. Ein neuer Termin steht bislang noch nicht fest. Solange spricht BDZV-Verhandlungsführer Werner Hundhausen von einem „unnötigen Arbeitskampf“, den die Gewerkschaften „auf dem Rücken der Anzeigenkunden und Leser“ austragen.

Nach einer kurzfristigen Lösung sieht es also nicht gerade aus. Vielleicht müssen sich die Leser darauf einstellen, demnächst an dem ein oder anderen Morgen eine dünnere Zeitung im Briefkasten zu haben.

 

die vierte Verhandlungsrunde für die bundesweit rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen ist ohne Ergebnis geblieben

Ach WOBU

Dass unsere „Lieblingszeitung“ mit dem bunten Inhalt aus zerquetschten Autos, Brandwolken, Horrornachrichten und tausenden von Bildern lächelnder Schinkenbrotschmierer, Schützenkönige und Kreismeister derzeit mehr denn je ihre Kohorten zur Akqusition von Anzeigen ausschwärmen läßt, ist ja kein Geheimnis. Die voll bunte Rotation in Senne will bezahlt werden und Altpapier ist teuer.

So liest man heute interessiert von einem durchaus lobenswerten Currys/Burger/Fries-Konzept in der Arndtstraße 8 zu Bielefeld und lobt innerlich die Verknüpfung mit modischen Begriffen wie „Nachhaltigkeit, Umwelt, Welthungerhilfe“. Bis man dann ernüchtert das winzigkleine Wort „Anzeige“ über der ganzen Story „Neue Westfälische Freitag 27. Mai 2011“ entdeckt. Gemacht hat es die Werbeagentur „artgerecht“. So schön. So gut. Aber warum erfährt man nicht inmitten des NW-Anzeigenfriedhofes, der die Idee umrankt, wer die Macher sind. Was sie bewegt. Wie sie aussehen? Schließlich muß man nach dem Ertönen eines „Buzzers“ seine Fries, Currys oder Burger auch selbst an der Theke „frisch vom Koch“ abholen.

Alte Menschen von Fürstin in den Wahnsinn getrieben?

Was tut der oder die gemeine Adlige eigentlich wenn sie ihr Lebenswerk erfolgreich beendet haben? Also, wenn sie so lange gepopt, oder wie es die Fürstin von Thurn und Taxis ausdrücken würde, geschnackselt, haben wie zur Art- und Namenserhaltung nötig ist. Wenigstens drei Kinder, darunter mindestens ein Junge müssen die adligen Zuchtstuten und -hengste schon produzieren, so verlangt es die Familie. Nach Sarrazin, dem grossen Gelehrten und begnadetem Seher, ist der Zeitpunkt absehbar (es sei denn es stehen zu viele Laternenpfähle im Weg), an dem es in Deutschland nur noch Adlige und muslimisches Prekariat gibt.

Eine echte, fordernde Aufgabe, ihr ödes, sinnentleertes Leben, mit einer neuen Aufgabe zu erfüllen, hat, oben schon erwähnte, Fürstin von Thurn und Taxis nun gefunden. Und weil doch alles von so elemtarer Bedeutung ist, was der Adel tut, hat sich die NW entschlossen, nicht nur die neue Profession der Fürstin öffentlich zu machen, sondern dieser auch gleich noch den Ehrentitel „Kopf des Tages“ verliehen.

„Die Fürstin (51) bringt allen das Simsen bei!“ Das ist ein Knaller! War man sich bisher gar nicht so sicher, ob die gemeinen Adligen überhaupt schreiben und lesen können, beschäftigten sie doch, zumindest früher, Schreiber und Vorleser, so belehrt uns diese Meldung eines besseren. Frau Fürstin kann anscheinend nicht nur, zumindest ansatzweise, schreiben und lesen. Nein, sie ist also auch in der Lage, diese, ihre Kenntnisse, mithilfe modernster Technik der überraschten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Und weil so eine Adlige es nicht nur dabei belässt, einfach nur den hart arbeitenden Menschen mit ihrer neuen Fertigkeit auf den Wecker zu gehen, „überfällt“ Frau Von und Zu „ein geradezu missionarischer Eifer.“ Aber wohin mit Mission und Eifer, wenn alle Welt sich mit Grausen abwendet und in panischer Angst, schleunigst das Weite sucht?

Da bleiben nur die schwächsten der Gesellschaft, die Alten. Diese armen Menschen denen AOK-Chopper und Rollator einer eiligen Flucht diametral entgegen stehen. So berichtet denn auch die NW von der Gräfin ersten Opfern: Eine 70 jährige alte Dame und Frau von Thurn und Taxis‘ 82-jährige Mutter. Gott stehe den alten Damen bei, amen.

Leider straft der liebe Gott nicht alles

Unsere „Lieblingsmorgenzeitung“ mit der sanften Masche zeigt die allerliebste Ursula von der Leyen, die sich nicht nur in früheren Ministerämtern (Blinde benachteiligt, Internetsperrenwunsch) so richtig toll beliebt gemacht hat ob ihrer „Menschlichkeit“. Die so „disziplinierte“ Ministerin hat sich das rechte (links geht sowieso nicht, weil politisch incorrect als CDUlerin) Ärmchen entzündet. Ob es beim Popeln oder unterschreiben neuer Giftpapiere gegen ihre verwalteten Feinde passierte, klärt die NW nicht auf. Wahrscheinlicher ist, daß der liebe Gott auf dem Fuße strafte, als diese neue Gemeinheit der Frau aus dem dunkel geränderten Elternhaus mit dem ewig grinsenden ExMinipräsesvater („Wer nicht ruhig sitzt kriegt Schläge mit Brennesesseln“) aus ihrem Hause bekannt wurde:

Der liebe Gott hat aber leider mal wieder nur eine halbe Sache gemacht. Nachdem diese Idee (…stammt doch sicher aus der Gütersloher Giftküche der gemein nützigen Stiftung mit B.) raus war, hätte er natürlich beidarming arbeiten müssen. Vielleicht war er aber auch nur überfordert ob der Beklopptheiten der Unions-Junta, die neuerdings giftgrün daherkommt.

Mit dem Coffee-Quickie gegen Güterslohs Porta

Der unaufhaltsame Drang der weitaus größeren Gazette der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm zum Boulevard und Bildern von Leichenfersen in Wollsocken nimmt schon leicht pathologische Züge an. Was mich an den soben ausgelesenen Roman „Verwesung“ von Simon Beckett erinnert. Da nimmt es nicht wunder, wenn unsere Drittlieblingsschreiberin HeidiHP heute „10 Jahre Coffee to go zwischen Quickie und echtem Genuss aus der Tasse“ gleich auf Seite 1 anreißt. Hmmmm. genießen wir das mal angesicht des toten Sockenfotos. Welche Assoziationen hat HeidiHP bei dem Wort „Quickie“?

Wir hatten intensiv gesucht im Kleiderfundus. Aber es war uns nicht gelungen, ein derartig kleinteiliges Karo zu finden, daß zur Ansicht des Stadtrates von Schilda Bielefeld passt, um sich derartig zu echauffieren über die „29.500 statt 23.000“ Quadratmeter, die Porta in Gütersloh auf dem Pfleiderer-Gelände errichten wird. Mein Gott, als ob das nicht Scheiss-egal ist, auf wieviel Quadratmetern mehr oder weniger die furnierten Spanplatten da stehen. Oder ist es wohl doch der galoppierende Neid, der die heiße Truppe am Niederwall erfasst, wenn Städte im scheinbaren Outback der Beinahepleiteveranstaltung an der Lutter was abgraben? Dafür hat doch die Metropole OWLs die Chance, dank Schüco, Weber, Gauselmann und Co. in 77 Jahren wieder mit der Fußballbelustigungsshow ARMinia Champions League zu spielen.

ARMinia ist eine Lachnummer. Bielefeld wird momentan noch „nur“ belacht. Aber dank Coffee-Quickie von Heidi werden wir die Nummer auch noch schaffen. Und zwar bundesweit. Da hilft die NW (Neues Würgen) für 23,50 monatlich fleißig mit.

NW zeigt jetzt auch Leichenteile

Nicht nur bei Eduard Zimmermanns XY war es üblich, auffällige Kleidungsstücke von unbekannten Opfern zu Ermittlungs- und Fahndungszwecken OHNE die darin steckende Leiche zu veröffentlichen.

Von dieser sinnreichen Tradition nimmt die NW nunmehr Abschied und präsentiert dies Polizeifoto vom Fundort:

Ob die Socke MIT Leiche besser für die Identifizierung geeignet ist, weiß der Henker.

Peter Straffus Aufrechtus

Peter Straffus Aufrechtus, dessen Künstlername eigentlich Pit Clausen heißt, ist ein ganz Kerl. Kernig bis bis in die Zehenspitzen. Natürlich hat er jetzt strahlend wie Hermann der Cherusker damals bei der der listigen Durchquerung in einem hochkant fahrenden Faltboot durch das seinerzeit noch unabhängige römische Taliban-Dorf (geführt von einem gewissen „Bunga-Bunga“ Berlusconi) Deppendorf (Kampfdorfus primitivus) die neue 25-Mio.-Rotation der Senner Buntdrucker vom Stamme der NW besucht und grinst in die Kamera von NW-Ablichter Wolfgang Rudolf. Der Mann kann sich übrigens glücklich schätzen. Hat er doch noch eine der 4000 Euro teuren Japankameras (Marius Giessmann heute in einem NW-Artikel über den gar schröcklichen Mangel an japanischen Profikameras, die ja sonst täglich wie geschnitten Teleobjektiv über die Theken der Metropolfotoläden wandern). Womit fotografieren die Leute dann? Mit popeligen 1000-Euro-Apparaten? Designed in Japan, „Made in China“?

Bescheidene Frage: Was bekommt eigentlich so ein Anführer aller Bielefelder Bürger für die PR-Aktion der roten Zeitung, deren Anzeigenvertreter in Kohortenstärke („Internet, dat bringt Ihnen nichts. Da haben Sie Streuverluste ohne Ende. Gehn Se lieber in Friedhöfe“) auch die allerkleinsten Anzeigenspender abgrasen von oben bis unten, von links nach rechts. Damit auch fürderhin unsere Lieblingsschreiber Alexandra „La Berlinetta“ Jacobson und Heidi HP (Statt Gespräch) mit Anzeigenfriedhöfen umrankten Kolumen erfreuen können?

Wenn wir das bedruckte Altpapier aus Sennestadt nicht hätten, wir müßten glatt Pit Clausens Sommerwiese an der Promenade mit seiner Symbolpflanze Aufrechtus (Schon der Urgroßvater hatte sie im Wappen neben dem Abbild eines sich im leeren Kassenboden herrlich spiegelnden Konterfei) ) ummähen und zu Papier verarbeiten lassen.

Heil und Sieg!

Es wird uns als Bundeswehrreform verkauft. Journalisten helfen mit aus der Bundeswehr eine verfassungswidrige, agressive Angriffsarmee zu machen, hier belegt am Beispiel der NW und ihrer Berlinkorrespondentin Alexadra Jacobson.

Lange hat man von der plan-und ahnungslos durchs politische Berlin irrlichternden NW-Korrespondentin Alexandra Jacobson nichts mehr gehört oder gelesen. Nun ist es allerdings nicht so, dass der Leser, der von seiner Tageszeitung das Liefern von Fakten erwartet, Artikel von Frau Jacobson vermissen würde, sind die doch zumeist völlig faktenfrei. Aber die Unterhaltung, das Bunte beginnt man doch mit der Zeit zu vermissen.
Zum Glück ist die Ikone des völlig sinnentleerten Journalismus zurück. Und wie: Besser denn je, weil dümmlicher als je zuvor. In ihrem Kommentar zur Bundeswehrreform „Die große Chance“ verdreht, verschleiert, manipuliert sie die Tatsachen, allein durch den gezielten Einsatz der bekannten Begriffe des Neusprech, dass man sich fragt, wieso eigentlich Friedrich Christian Delius den Büchnerpreis bekommen hat und nicht dieses Ausnahmetalent der Volksverdummung.

Ein paar Beispiele? Gern:
1. „Eine deutlich kleinere Armee soll international noch mehr Verantwortung übernehmen können.“ Will meinen:
Die Bundeswehr soll in die Lage versetzt werden, in noch mehr Einsätzen, weltweit, noch mehr Menschen umzubringen, noch mehr Frauen zu Witwen und noch mehr Kinder zu Waisen  zu machen, noch mehr Städte in Schutt und Asche zu legen und noch mehr fruchtbares Ackerland in Wüste zu verwandeln.

2. „Die Beschränkung auf die konventionelle Landesverteidigung ist Vergangenheit…“ Soll heissen:
Aus einer defensiv orientierten Armee, die dem einzig legitimem Grund zur Aufstellung von bewaffneten Kräften dient, nämlich der Verteidigung des eigenen Territoriums, und dem Schutz der Bevölkerung, wird eine ausschliesslich der Ausübung unmittelbaren Zwangs zum Durchsetzen eigener, deutscher Interessen gewidmete Angriffsarmee. Was kümmert da das Grundgesetz wo es in Artikel 87 a heißt: „Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.“

3. „… sich gemeinsam mit den Bündnispartnern für die Durchsetzung des Völkerrechts zu engagieren…“
Das ist allerdings an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Ist doch eigentlich kaum ein Einsatz der Bundeswehr ausserhalb Deutschlands bekannt, bei dem nicht durch die Bundesrepublik das Völkerrecht aufs gröbste verletzt wurde: Der Kosovokrieg mit der Bombadierung serbischer Städte. Der Angriffskrieg gegen Afghanistan. Der Irakkrieg, bei dem, nach höchstrichterlicher Entscheidung, die Bundesrepublik als Agressor anzusehen ist, durch die Übernahme von Aufgaben der US-Streitkräfte hier in Deutschland, die Bereitstellung von Flughäfen und anderer Infrastruktur. Die Beteiligung an der Blockade des Gazastreifens durch die Israelis und somit die Verantwortung für Hunger und Not der dortigen Bevölkerung.

4. „Aber es (also die so genannte Durchsetzung des Völkerrechts) ist selbst dann richtig, wenn keine ökonomischen Interessen berührt sind…“
Da gibt also zwei unterschiedlich zu wertende Gründe andere Staaten zu überfallen und sie ihrer Lebensgrundlagen zu berauben.
1. Der Raubzug aus wirtschaftlichen Interessen. So nach dem Motto: Es kann nicht sein , dass die Araber mit ihrem faulen Hintern auf unserem schönen Öl sitzen, obwohl sie gar nichts damit anzufangen wissen.
Und 2. das Töten tausender Unschuldiger, weil sie eine andere Art ihr Leben zu gestalten gewählt haben,  weil sie einer anderen Religion anhängen oder sich eine andere Staatsform gegeben haben. Zum Glück überschneiden sich in den allermeisten Fällen beide Gründe.

Die Internethasser

Kein Tag vergeht, an dem die Altpapierbuntbedrucker nicht irgendeine kriminelle Machenschafte im pösen, pösen Internet aufbauschen. Da – Zitat im Aufmacher der NW – heute hätten „gutgläubige“ Kunden Luxusautos gegen Vorkasse, Gold (Ja sogar Gold! Na guck mal an), Kleidung usw. gekauft und nie geliefert bekommen.

Huch, im „realen Leben“ gibt es das nicht? Nej klar. Im Leben der Holzmedien findet alles Böse natürlich im Internet statt. Da „phissen“ Leute Kontendaten ab, die dämliche Banken und Sparkassen dank schlechter Sicherheitssysteme überhaupt erst zugänglich machen. Beispiel: Chip-TAN Verfahren der Spasskassen, die es sonst eher mit Fähnchen, Kuchen, Stadtwerken und ARMinia können. Da erfährt man von kleineren UJnternehmen im längeren Gespräch, wie ihnen Anzeigenvertreter Anzeigen auf das Auge drücken mit dem Argument: „Aber wir haben doch schon über sie geschrieben?“. Zack, hat der arme Teufel wieder 1000 Euro am Bein und am andern Morgen wickeln die Marktfrauen am Siegfriedplatz den Blumenkohl darin ein.

Hatte ich schon erwähnt, daß die NW jetzt auch eine Großbäckerei ist? Nein? Also das geht so: Bei Bürenkenkemper und anderen Bäckern gibt es jetzt Brote mit der „250 Jahre NW-Jubiläumsbanderole“. Klasse. Nicht nur T-Shirts, Kugelschreiber und Tassen gibt es aus der Niedernstraße sondern auch Sauerteig. Aber das wissen wir ja bereits.

Wo wir bei unserem Lieblingsthema sind an diesem noch grauen Maimorgen : ARMinia. Die hat es wieder mal auf die Seite 1 des Lokalen geschafft. Allerdings im negativen Sinne. Was spricht eigentlich dagegen, den ewig bettelnden Pleite- und Skandalclub sanft zu beerdigen?

Schönen Tach noch! Tut mir auch leid, wenn wir den Boulevard zuerst berücksichtigen.

Finnland annektiert Norwegen

Liebe Freunde von der Altpapier bunt bedruckenden NW-Front, es tut uns ja nun wirklich leid. Aber jeden Tag liefert Ihr mit dem Blatt gratis ein Klöpschen. Da hat wohl jemand den „sid“ (Sport Informationsdienst) im Sportteil fröhlich abgeschrieben und die Norweger im Finale des Eishockey-WM zum Gegner der „Tre Kronor“ (Schweden) gemacht. Das würde dem wahren Gegner Finnland aber nicht ganz passen.

Wie sagt schon die Werbung für „Alkoholfreies“? „Kann ja mal vorkommen“. Aber ansonsten habt ihr dn Tag schön farbig begonnen. „Party in NRW“. Donna Lüttchen wird Probleme haben, alles zu besuchen.

An den „Zitzen der Zeit gesaugt“

Donna Lüttchen, die ja schon in jungen Jahren Frühmorgens im gestreiften Pyjama die „New York-Times“ rezensierte und mit der Chefredaktion dann einen sogannten „Übersee-Kaffee“ über Kabel trank, schaut auch heute noch gerne in die hiesigen Gazetten. Vor allem die NW hat es ihr, der Pulitzer-Preisträgerin für jenes Epochemachende Essay über „Rasenschach mit Heinz Beckenbauer in der Finanzarena“, angetan.

So ist natürlich die oben zitierte Headline einer unter „Lokale Kultur“ veröffentlichten Rezension des Konzertes der Gruppe „Jackalope Collective“ im AJZ eine jener wunderbaren Rosinen im schwach aufgehenden Teig des lokalen Einheitskuchens 🙂

Jener Talkmaster, der in einem anderen Jahrhundert so gerne über sich selbst hüpfte würde gesagt haben:

„Das ist Spitze!“

NW bald mit Brandgeruch? Sozusagen „reality News“?

Was kostet das Jahresabo der größten Gazette der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm? 282 Euro. Viel Holz, um es täglich mit min. 40% bezahlten Anzeigen zu bedrucken und noch mehr unnützem Holz, Augen und Nerven der Leser den dritten Tag hintereinander mit den Ereignissen um den Altstadt-Brand zu nerven. Was will uns das Bild vom Mann, der mit der Digi sein Schlafzimmer fotografiert, sagen? Worauf lauert Reporter Jens eigentlich? Neue Boulevardesken?

Beglückend auch Heidi-Hagen P.`s Story vom OB, der auf dem Acker hockend in blauen Gummihandschuhen eine 23 cm lange Spargelstange aus der Erde fingert. Wer berät den Mann eigentlich in Stilfragen? Wie kommt blau an seine Greifer? Der Gipfel des Genusses ist aber Heidis Augenzeugen-Dokumentation der lieblichen OB-Arbeit am Spargel. Wir zitieren aus dem Kästchen der „unterwegs“-Frau Heidi-H. P. :

„Er ging in die Knie,
setzte das Messer an,
stach in den Erddamm
und kappte auf Anhieb den
Spargelspross“.

Huhu. Jetzt wollen wir aber auch genauestens wissen, wo er diese Schnittechnik in Gummiblau gelernt hat. Gilead? Klinikum Mitte? Grey´s Anatomie in Seattle? Demnächst „OB im OP. Peter Clausen operiert am offenen Minus der Stadt life und in Farbe“?

Freunde von der Anzeigenfinanzierten Zunft: Leben spielt in Echtzeit. Am Tag drauf ists Altpapier. Da wird der demnächst mit der neuen Superrotation („Alles bunt“) in Senne mitgedruckte „Aktuelle Duft der Metropole“ auch nicht helfen.

23,50 Euro im Monat! Was kostet das Original BILD eigentlich im Abo?

NW versucht Krieg in Libyen zu rechtfertigen

Wie die NW versucht, durch bewusst gesetzte Begriffe und gezielte Desinformation ihre Leser zu manipulieren und Stimmung für den Natokrieg in Libyen zu machen.

„Nato jagt jetzt Gaddafi“ unter dieser Überschrift veröffentlichte die NW einen Artikel ihres Korrespondenten Ralph Schulze, der ein grelles Licht auf die Verwahrlosung der journalistischen Ethik wirft. Was dabei zunächst auffällt, ist die suggestive Sprache. Schon im Untertitel heißt es: „Schwere Luftangriffe auf Führungsbunker“. Im Artikel selbst ist dann nie wieder die Rede von einem Bunker. Hier soll assoziiert werden: Führungsbunker – Führerbunker, Gadaffi – Hitler. Und so geht das dann fröhlich weiter. Da ist vom „Staatlichen Propaganda-TV-Sender“ die Rede. Gaddafi selbst, ist nur der Tyrann von Tripolis, der „auch in der riesigen libyschen Wüste bombensichere Verstecke bauen ließ.“ Was dem Leser suggerieren soll: „Der Feigling versteckt sich mit allem Komfort, während er das libysche Volk verrecken lässt.

Dieser Eindruck wird im nächsten Satz verstärkt, wenn Schulze schreibt, Gaddafi sei im letzten Moment einem Natoangriff entkommen, „während unbestätigten Berichten zufolge sein Sohn Saif al-Arab umkam.“ Auch hier ist die Wortwahl bezeichnend: Gaddafis Sohn wurde nicht durch Natobomben getötet, ermordet oder umgebracht, also durch eine aktive Handlung, vom Leben zum Tode befördert. Nein Schulze wählt hier den passiven Ausdruck „umkam“. Saif al-Arab kam um. Da kann die Nato natürlich nichts dafür, Kollateralschaden eben. Fast möchte man Saif al-Arab selbst für seinen Tod verantwortlich machen. Und überhaupt lügt Schulze hier. Die Berichte über die Tötung Gaddafis Sohn seien unbestätigt, also wahrscheinlich gar nicht wahr. Dreist, da der Tote von einem italienischen Arzt identifiziert wurde.

Die drei getöteten Enkelkinder Gaddafis lässt Schulze mal gleich ganz unter den Tisch fallen. So viel Grausamkeit will er der zarten ostwestfälischen Seele nicht zumuten.

Hat Schulze bis hierher nur durch Sprache manipuliert, so scheut er im zweiten Teil des Artikels auch vor der Manipulation von Fakten nicht zurück. Er schweift vollkommen vom Thema ab und widmet sich dem Flüchtlingsproblem. Er berichtet, afikanische Flüchtlinge würden von Gaddafis Militär mit Gewalt auf „jene Todesschiffe“ getrieben, die dann im Mittelmeer mit Mann und Maus versinken. Als unbestechliche Zeugen für die Behauptung „dass die von Westlibyen losfahrenden Migrantenboote nicht von einer Menschenmafia, sondern vom Gadaffi-Regime auf den Weg geschickt werden“ nennt er die Helfer der Internationalen Organisation für Migration.

Schulze erweckt hier den Eindruck als sei diese Organisation eine unabhängige, nur dem Menschenrecht sich verpflichtet fühlende Gemeinschaft. Das absolute Gegenteil ist der Fall. Die Internationalen Organisation für Migration, kurz IOM, ist eine halbstaatliche Organisation, in der sich 122 Staaten zusammengeschlossen haben und deren vornehmstes Ziel es ist, Migration zu verhindern.

So zahlt die IOM-Deutschland jedem Migranten den Rückflug in die Heimat oder ein Drittland. Voraussetzung ist allerdings, er verpflichtet sich, nie wieder zurück zu kommen. Wird einem Migranten von einer deutschen Behörde dieser Vorschlag gemacht und er weigert sich, wieder auszureisen, so hat er alle Ansprüche auf jedwede finanzielle Hilfe, ob für Nahrung, Wohnung oder medizinische Dienste verwirkt.

Seit 2008 hat die IOM in Tripolis ein Zentrum, in dem versucht wird Flüchtlinge, hauptsächlich aus Schwarzafrika, davon abzubringen, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass Mitte April ein Schiff der IOM 1.000 Flüchtlinge aus Misrata nach Bengasi brachte. Von da aus wurden, wörtlich, alle gehfähigen Personen von IOM-Vertretern an die ägyptische Grenze gebracht, damit sie ja nicht heimlich gen Europa entschwinden konnten

Die IOM ist also keine unabhängige Hilfsorganisation, sonder eine Wahrerin europäischer Interessen, und über ihre Finanziers letztendlich Kriegsteilnehmerin.

Was nicht in der NW steht: Die Spendenaffäre des Innenministers

Der Innenminister des Landes NRW Ralf Jäger steht im Verdacht an illegalen Parteispenden beteiligt zu sein.
Zum einem wurden unter Jäger als Chef der Duisburegr SPD, alle Kandidaten, welche sich für den Duisburger Stadtrat haben aufstellen lassen, verpflichtet 800 Euro zum Wahlkampf bei zusteuern. Eine inoffizielle Verpflichtung gibt es bei den meisten Parteien, bei der Linken wird z.B. verlangt einen Teil der Aufwandsentschädigung abzugeben. Nur sind das nur mündliche Vereinbarungen, in Duisburg haben sie nur eine schriftliche Verpflichtung verlangt.
Brisanter ist dagegen Ralf Jägers Verhältnis zu dem Krefelder Rechtsanwalt Vauth. Gegen Vauth laufen mehrere Ermittlungsverfahren, weil er für etliche juritische Gutachten für SPD-nahe gemeinützige und kommunale Organisationen erstellt im Raum Niederrhein beuaftragt wurde. Nach Entlohnung durch die Organisationen ging dann Geld auf das Spendenkonto des entsprechenden SPD-Ortsverein ein. So auch bei der GfB (Gesellschaft für Beschäftigungsförderung), in welcher Ralf Jäger im Aufsichtsrat sitzt. Die erstellten Gutachten sind nach Aussage von David Schraven vom WAZ-Recherche Blog auf dem Niveau der Guttenberg Dokrorarbeit. Die Gutachten wurden allerdings mit über 10.000 Euro entlohnt.
Zu dem Skandal von dem inzwischen schon auf SPON, heise, Neues Deutschland, … berichtet wurde, findet sich in dem SPD-Blatt der NW nix.
Morgen ist die Affäre Thema des Innenausschusses, vielleicht berichtet dann die NW …

Das doppelte Seitchen


NW-Rotationsclou: Doppeltes Seitchen

Während uns gestern die größte Gazette der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm mit einer Pulitzer-Preis reifen Text – und Bilddokumentation der rauchenden Ereignisse in der Altstadt unterhielt, liefert sie heute vor lauter Begeisterung über die neue „bunte“ Rotation gleich nach der Bürgerpark-Schilderung mit Blick auf die Oetker-Halle unseres Rouven R. einen neuen Knaller:

Das doppelte Seitchen

Schade nur, es ist keine Seite mit einem Bild von OBPit. Die hätten wir dann Rahmen und als Gabe an die Bürger dieser Stadt geben können. Man kann eben nicht alles auf einmal haben.

Bagdad? BILD läßt grüßen

Das war gestern der große Tag des Jens Reichenbach. Seines Zeichens Lokalreporter bei der größten Gazette der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm. Wo so wenig passiert – außer ARMinia-Petitessen – daß der Brand eines Dachstuhles in der Altstadt gleich seitenweise das Blättchen füllt. Mit schwerem Atemzeug muß Jens von Brandherd zu Brandherd gehastetet sein, das schwere Löschrohr nach Öffnung des Eternit-versiegelten Daches des ehemaligen Dixi-Stalles geführt haben und eigenhändig geschmierte „heiß geräucherte“ Bürenkemper-Brötchen mit Rauchschinken-Auflage von Damisch aus der Obernstraße nebenan an Helfer und Schaulustige verteilt. Nicht ohne einen Werbeflyer „NW als Erste am Löschort“ zu verteilen. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache und erinnern in ihrer Aussagekraft verflucht an jenes Boulevard-Altpapier mit der Ekelattitüde:


Screenshot NW. Opus 2 „Brand“

Da Jens aber noch ganz viel Raum hatte im Text- und Layoutprogramm der Zeitung, haute er noch mal Dramatisches raus. So hatte er endlich geschafft, was nicht so einfach ist: 1 Ereignis. 3 Aufmacher. Vorne drauf. Vorne im Lokalen. Dann nochmal eine Seite Vertiefung. Mit Menschen und Gasmasken. Und Hintergrund.


Screenshot NW. Opus 3 „Brand“

Spätabends, als Jens alle Brandnester aufgespürt und noch ein letztes herrliches Herforder mit den Männern der Brandwehr genippelt hatte, trat er endlich den Heimweg an. Im Wohnzimmer, als er schweres Atemgerät und Schutzkledung abgelegt hatte, inspizierte die wahrscheinliche Liebste ihren Helden:

„Schatz. Dein Bleistift riecht aber stark nach Rauch“

In wenigen Minuten halten wir ein Streichholz an Jensens mühevolle Arbeit. „Burn, Baby burn“. Ob es im Handverkauf heute mehr Auflage bringt? Wenn nicht, müssen die Bilder dramatischer werden. Vielleicht noch ein paar Crashtest-Dummies auf Reifen dabei? Stripte grad kein Mäuschen auf der Kunsthalle-Wiese? Vielleicht diente das alles aber auch nur als Umfeld für eine Bankanzeige? Irgend wer muß ja schließlich die Wiederaufbau-Kohle geben:


Wirbt im Brandgeruch. Screenshot NW. Opus 4

Lügt die NW uns an?

Ich weiß nicht, aber manchmal glaube ich, die NW lügt einfach. Berichtete sie doch in ihrer Samstagausgabe von der Landtagsabgeordneten der Grünen aus Gütersloh, Wibke Brems.  Der alte Brems, also Wibkes Vater wird im August 60 Jahre alt und will mit seiner ganzen Familie an diesem, seinem Ehrentag in Südafrika feiern.

Also, liebe NW, wen willst du hier verscheißern? Grüne Landtagsabgeordnete jettet zum Geburtstag feiern mit der ganzen Familie nach Südafrika? Wer soll das glauben? Als Energieexpertin in der Fraktion der Grünen im Landtag weiß Wibke doch genau wieviel Kerosin so ein Touristenbomber auf einem Flug nach Südafrika verbraucht. Sie weiß natürlich auch aufs Gramm genau wieviel CO2 der Flieger auf Hin- und Rückflug in die Atmosphäre bläst. Nein Grüne tun so etwas nicht. Sind sie doch gegen jegliche Fortbewegung mit Hilfe von Verbrennungsmotoren. Energie verschwenden für den eigenen Luxus, dass kommt überhaupt nicht in die Tüte. Einige sollen sich sogar ihren Kaffee im Brennpunkt eines Hohlspiegels kochen.

Anders herum: Sollte die NW doch nicht gelogen haben, so würde dass ja bedeuten, dass die Grünen z. B. mit ihrer Forderung nach einem Spritpreis von 5 DM vor ein paar Jahren, nur dem gemeinen Volk das Autofahren austreiben wollten. Die besser Betuchten, wie der alte Brems und sein grünes Töchterlein Wibke könnten dann natürlich weiterhin im SUV durch die Gegend brausen oder zum Feiern nach Südafrika fliegen.
Nein, das ist völlig undenkbar. Für mich ist klar, die NW lügt.