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Initiative „Bloß keine Kritik“

Schielsker Glück

Hej, unsere größte Gazette in der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm hat sehr auffällig eine Stadtumarmungskampagne gestartet. Egal ob unser PR-Wunder Heidi H-P über den „wundervollen“ Markt vorm Rathaus oder blühendes Grünzeugs auf dem Mittelstreifen des Niederwalls schreibt: Eitel Sonnenschein, Lob und Jubel über die weise Entscheidung der Rathausführung, den ehemaligen Kessel-brinkmarkt vor ihre Tore zu ziehen. Jetzt können die „rund 1000 Mitarbeiter der Verwaltung endlich ihr belegtes Brötchen auf dem Markt kaufen“. War denen der Pollmeier an der Ecke zu popelig?

Silvia Tetmeyer vom Lokalen ist extra nach Schielske rausgeschickt worden, die dortigen Jubelschreie der Kaufmannschaft zu notieren, die Tonnen Asphalt zu erfassen, den Seekrug-Wirt extra noch mal den Bauarbeitern ein Lob aussprechen zu lassen und Jubel, Jubel, Jubel einzufangen. Alles Gemosere über die Bauarbeiten, die ständigen Aufrisse usw. vergessen?

Würde ja auch nicht zum Gemischtwarenhändler mit Senner Altpapierbedruckung passen. Oder? Müssen wir unkritisch mitjubeln?

Metropolenpolitik: Sinn- und Verstandlos

Da soll der Kesselbrink, jener ebenso hässliche wie prägende zentrale Platz der Metropole umgebaut werden. Na gut. Die Marktleute sollen dafür auf den Neumarkt ziehen. Da wird aber ebenfalls rumort, weil die Stadt für viel Geld dem Besitzer das heruntergekommene Amerikahaus umbaut und dann als „Tempel der Weisheit“ nutzt. Na gut.

Aber Martktstände zwischen Bauwagen? Kann man nicht einfach warten, bis Amerikahaus und Neumarkt fertig sind und dann den Kesselbrink aufhübschen?
Irgendwie hat Lokalpolitik in dieser größten Stadt zwischen Hannover und Hamm etwas von der kommenden Drittklassigkeit des ehemaligen „Vorzeigefußballclubs“ ARMinia: Sinn-und Verstandlos.