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Der Gipfel der Heuchelei

Unser ehemaliger „Nachbar“ jenseits der Höhen des Teutoburger Waldes, Christian Wulff, überdeckt natürlich auch die Nachrichten aus der wundervollen Metropole an der reißenden Lutter. Wer ihn lange kennt, weiß, daß er ein wenig hölzern daherkommt, einen unzähmbaren Wunsch nach Nähe zur „Elite“ a la Maschmeyer & Co. hat (haben Gasgerd und andere Größen auch. Vergessen wir nicht jenes köstliche NW-endlich-haben-wir-mal-Prominenz-in-der-Stadt-Bild eines rudernden IHK-Präses Goldbeck auf dem Weg in die Werkskantine zu einem Spargelessen mit Konzernerlediger Thomas Middelhoff). Erich Honeckers geistige Ziehtochter Angela M., die dem WDR sogar die Veröffentlichung eines Bildes, auf der sie mußmasslich bei der Bespitzelung des Regimegegnerhauses Havemann durch die Stasi mitgemacht haben soll, wußte sicher von Wulffchens Schwächen. Man wird nicht „einfach so“ Bundespräsident. Auch Frauchen Bettina wird ganz sicher auf dem Leuchtkasten der „Dienste“ gelegen haben.

Wenn aber des schmierigen Ölprinzen Diekmanns Blatt und der unsägliche Verlag, in dem unter anderen dieses käsige Lügenblatt BILD erscheint, sich zum Moralwächter der Nation aufschwingt und vn „Pressefreiheit“ und „journalistischer Freiheit“ faselt, dem sich in einer Art geistigem Tiefflug die „Süddeutsche“ und die „FAZ am Sonntag“ heuchlerisch zum veröffentlichenden Schreibaffen machen, dann ist allergrößte Vorsicht geboten. Dann geht es nicht mehr um Wulffs mehr oder weniger dämlichen Umgang mit diesen schreibenden Typen, dann geht es um etwas Anderes.

Claus Heinrich vom SWR hat für die „ARD Tagesschau“ einen Kommentar geschrieben, der aufhorchen läßt und den Kern des vom aufgebauschten Provinzler, wunderbar von Springer- und BUNTE-Fotografen nebst der zweitklassigen Aktrice Ferres und ihrem Drückerkönig aufgebauschten Schwiegermutterliebling Wulff dank Diekmannschen Befehlerfüllung gefallenen „Hassperson Nr. 1“:

Die noblen Retter der Pressefreiheit

Die Geschichte vom Aufstieg und Abstieg des Christian Wulff ist noch nicht zu Ende erzählt, aber sie ist aufs engste mit dem Boulevard verbunden. Bild Dir einen Wulff – das gilt im Guten wie im Bösen. Mehr noch als die – man muss es so deutlich sagen – selten dämliche Besprechung der Diekmannschen Mailbox muss uns aber befremden, wie kühl dessen Vorgesetzte Matthias Döpfner und Friede Springer den Präsidenten haben abblitzen lassen. „Wir mischen uns in die Entscheidungen unseres Chefredakteurs nicht ein“, soll es unisono beim Verlagschef und der Mehrheitseignerin geheißen haben. Das klingt nobel. Das Haus Springer als Retter der inneren und äußeren Pressefreiheit.“

Die Nase, an die sich Friede Springer, Matthias Döpfner und vor allem der Ex-Bielefelder Ölprinz Diekmann fassen müßten, kann gar nicht so lang sein, wie sie sein müßte. Das Affentheater bis zum letzten Tintentropfen nebst gefakter Facebook-Sympathien um Betrüger und Politnull Guttenberg sei an dieser Stelle erinnert.

BILD ist der Gipfel der Heuchelei.

Mephistogrinsen

Karl-Theodor von und zu Schreibab hat es immer noch drauf. Dieses dämliche, selbstgefällige, leicht degenerierte Mephistogrinsen, wie es auch ein Thomas M. mit sich rumträgt. Die Amerikaner lieben es in ihrer grandiosen Einfachheit. „Angesehener Staatsmann“ ist er da jetzt und „Vordenker“ eines Think tank. Applaus. Donna Lüttchen hat sich heute Morgen transatlantische Kotztüten besorgt. Für Thomas M. gleich mit. Den haben sie nämlich jetzt auch in einem Konzern die Treppe raufgeschoben.

Merke: Das Netzwerk der Gauner funktioniert. Immer. Eine bestimmmte „Elite“ lebt von und mit dieser Einstellung und ihrer Charakterlosigkeit.

Thomas M. gewährt NW Audienz

Man stelle sich die Szene einmal vor. Da sitzen die Herren Chefredaktor, Krause und Schelp in kniender Haltung mit leicht gesenktem Kopf dem Herrn Thomas Middelhoff gegegenüber. Sie flüstern fast. Die Ergebenheit, die Heiligkeit des Augenblicks wirft sie und das aufgestellte Mikrofion fast um. „Dürfen wir Sie etwas fragen?“. Jenem Herrn, der frisch KarstadtQuelle gegen die Wand gefahren hat und auch sonst schon eine Kette von Ungereimtheiten in seinem noch relativ jungen Leben hinter sich hat. Einschließlich wedelnder Rockschöße beim Ummelner Spargelessen mit und im Kasino unseres erfolgreichen IHK-Präses Goldbeckchen. Sie geben ihm fast die komplette Wirtschaftsseite einschließlich drei wunderbaren Bildern unseres Herrn Frücht. Der Mann ist überzogen von einer Unmenge Prozessen. Was reitet eine NW, ihm in dieser Phase ein unreflektiertes Laberforum zu geben?

Der nächste Knüller spielt sich im Sportteil ab. Frauenfußballspezialistin Stephanie kaut zum 133. mal wider, was Fernsehen und sonstige Medien bis zum Erbrechen gelabert, geschrieben und angemerkt haben:

Ja. Fatmire Bairamaj lackiert sich vor den Spiel die Fingernägel.
Ja. Fatmire Bairamaj ist gebürtige Kosovarin.
Nein. Podolski geht nackt an den Nägeln auffn Platz.

Glaubt Ihr nicht? „Die Zeitung bringt Hintergrund, berichtet Neues, schreibt Authentisches?“ Bitteschön, hier ein Ausschnitt aus dem Elaborat:

🙁

Es Rapunzelt in der Karstadt

Der jetzige Besitzer der von unserem Thommy M. dank geballter Inkompetenz ziemlich gegen die Wand gefahrenen Karstadt hat ja was mit Kunst zu tun. Vielleicht dachte man beim Umbau des Etablissements an der Bahnhofstraße auch an „märchenhafte“ Einkaufserlebnisse. Oder läßt Rapunzel jetzt stündlich zum Ergötzen der vor dem Gebäude rastenden Obdachlosen auch Spezereien und Leckereien herunter? Wir werden das Gebilde demnächst mal durchstreifen. Wehe, Ihr habt den 70er-Jahre-Charme der Cafeteria und den Apfelkuchen mit dick Zuckerguß abgeschafft.

Unser Thommi will kein Gauner sein

Der frühere Vorstandschef des insolventen Arcandor-Konzerns Thomas Middelhoff hat unmittelbar vor Beginn des Schadenersatzprozesses gegen ihn alle Vorwürfe zurückgewiesen. „Diese Klage ist ohne Substanz und damit verbunden auch die Kampagne, die ich zwei Jahre über mich ergehen lassen musste“, sagte Middelhoff der ZEIT. Der Insolvenzverwalter des Handelskonzerns Arcandor Klaus Hubert Görg hatte Middelhoff vor dem Landgericht Essen auf 175 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Der Prozess beginnt am Mittwoch, den 13. April 2011.

„Herr Görg hat eine Theorie, die jeden Wirklichkeitsbezug vermissen lässt“, sagte Middelhoff über die Vorwürfe. Die Theorie „besteht darin, dass ich mit dem Bauunternehmer und Vermögensverwalter Josef Esch sowie mit der Bank Sal. Oppenheim zum Nachteil von Karstadt zusammengearbeitet haben soll – und zwar aus Eigennutz.“ Der Prozess gehört zu den Folgen der Insolvenz von Arcandor im Sommer 2009. In deren Zuge wurde der Konzern aufgeteilt, das Versandhaus Quelle abgewickelt, und das Kaufhaus Karstadt ging an den Investor Nicolas Berggruen. In dem Prozess wird es auch um die Beziehung von Middelhoff zu seinem früheren Vermögensverwalter Esch gehen. Unter anderem hatte Middelhoff, bevor er zu Arcandor ging, in geschlossene Immobilienfonds investiert, die fünf Karstadt-Warenhäuser übernommen hatten. Das Engagement in den geschlossenen Oppenheim-Esch-Fonds erschien Middelhoff risikolos, sagte er, „weil immer die Bank Sal. Oppenheim mit investiert hat. Außerdem waren die Eigentümer der Bank mit privatem Vermögen dabei … Ich habe hier gesessen und gesagt, wo ist das Problem, ich bin ja wie Hans im Glück.“ Esch habe ihm, wie Middelhoff sagt, in der „Gesamtvermögensverwaltung“ alles abgenommen. „Da werden Sie ja fast schon lebensuntüchtig.“ Quelle: Die Zeit

Da ist sie wieder die aalglatte gegeelte „sympathische“ Labertasche, die selbst seine führenden und zeitweise ob der denglischen Wortschwalle paralysierten Bertelsmann-Jünger im Städtchen nebenan grad noch eben so vorm Verspeisen des Mohnkuchens aus dem Hause jagten. Der dann KarstadtQuelle allerliebst vor die besagte Wand fuhr, sich selber aber anscheinend als „Opfer“ sieht. Ob die an der Bahnhofstraße angesichts des beginnenden Prozesses sicher sehr interessiert das auch so sehen?

Ist übrigens wieder Zeit, Spargel mit dem hiesigen IHK-Cheffe in dessen Ummelner Kasino zu essen. Da ist sicher noch große Sympathie da. Da mochte man auch Fast-Parteikumpel und enttarnten Plagiator KTzuG.