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„Sein Buhlen ist grenzwertig“

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) begibt sich auf dünnes Eis. Sein Buhlen um die Gunst der Linken ist grenzwertig. Zu betonen, dass die Partei in seinem Bundesland nicht mit den Spitzenkräften auf Bundesebene gleichzusetzen ist, ist zwar legitim. Sie jedoch bewusst kurz nach der Wahl ausdrücklich zu loben, weckt den Verdacht, dass er die möglichen Koalitions-partner hoffähig machen will. Beim Gedanken an einen ehemaligen SED-Bezirksleiter als Linke-Spitzenkandidat ist das mindestens ein gewagtes Unterfangen. Sellerings Taktik ist durchschaubar, seine Zwickmühle eindeutig. Er weiß genau, dass die Bundespartei – trotz Bekundungen, sich nicht einmischen zu wollen – eine solche Konstellation nicht gerne sieht. Die Nähe zur Linken könnte nicht nur beim nächsten Bundestagswahlkampf wieder gegen sie verwendet werden. In seinem Bundesland ist ihm die Linke aber inhaltlich näher. Man muss ihm zugute halten, dass er nichts Falsches vor der Wahl versprochen hat. Zugute halten muss man aber vor allem, dass er die Gespräche zuerst mit der CDU führt.

Liebes Westfalen-Blatt. Wenn ein Wahlgewinner vor der Wahl sagt, er rede mit allen Parteien, die koalitionsfähig sind und das dann auch tut, was ist daran „hoffähig“ machen? Es ist ein völlig demokratischer Vorgang. Und was den zitierten „SED-Bezirksleiter“ angeht. Hat man ihn einer Verfehlung zu DDR-Zeiten angeklagt? Hat er geklaut? Nein? Na dann fahrt einfach mal ein wenig runter …..

Ein Früchtgemälde

Hat ja ein bißchen gedauert. Aber jetzt hat NW-Obermontierer Frücht zum schlechten Thema „Suff und Randale am Schulhof“ mal wieder was montiert. Da steht ein 10-Liter-Alpina-Pott neben einem Sixpack Becks und ausgesoffenen Dosen. Ein Finger drückt auf den Abzug einer Duplicolor-Spraydose (Mein Gott, da haben wir früher aber bessere Marken für unsere Aktionen gehabt…). Ein Früchtmahl von gradezu Dalischer Dimension.

Nein. Wir haben noch nie einen heutigen Schulhof von innen gesehen. Nein, wir haben auch die Früchtsche Szene noch auf so gut wie keinem Schulhof gesehen. Kann es sein, daß die NW mal wieder ein wenig aufbauscht, um überhaupt mit dem Thema an seine Leser zu kommen? Da fehlen doch nur noch die sauren Gurken, über die man so schön schreiben kann….

Wie schreibt doch der „Leineweber“ genau nebendran? „F.F. – Viel Vergnügen“ in Anspielung an den Meck-Vop-Wahlslogan der Schwarzen Partei:

„C wie Zukunft“.
oder
„Spray wie Farbe“

Die Allee im Outback

Im westlichen Outback vor den Toren der Stadt, die den Teutoburger Wald beherrscht, gibt es noch das, worauf z.B. Mecklenburg-Vorpommern so stolz ist: Alte Alleen. Verpasst man einer simplen Aufnahme einen Stichs ins Sepia, wirken sie so, wie einst Bielefelder Bürger in den zwanziger Jahren sie erlebt haben mögen. Noch stehen die weit über 100 Jahre alten Eichen.