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Greenpeace-Aktion: Wir säubern die Lutter

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Am Samstag, den 19.03., um 11 Uhr findet in Bielefeld eine Greenpeace-Aktion zur Säuberung der Lutter statt. Treffpunkt ist das Brackweder Naturfreibad. Es wird etwa 2 Stunden lang gesammelt und hinterher der Müll in der Innenstadt präsentiert.

Die Aktion soll der Vermüllung der Meere entgegenwirken und die Lutter in Quelle von Plastikmüll befreien!
(Arbeitshandschuhe mitbringen kann von Vorteil sein)

→ bielefeld.greenpeace.de

Kuchen versüßt in der Metropole alles

Jetzt, wo die SALE-Ströme durch die wundersame Metropole zwischen den Teutohügeln ziehen und die grandiose Architektur der Bahnhofstraße die Kulisse bildet zur Jagd auf Billiges, ist es an der Zeit, die Metropole zu loben. Wo sonst wurden so viele Randzeichen der Weltgeschichte gesetzt. Wo sonst entstanden so viele nicht gesetzte Kommata der Großen, Mächtigen dieser Welt auf ihrer rasenden Fahrt den Bielefelder Berg hoch. Wo sonst kann man sich rühmen die Blitzerkönige der Nation zu sein? Hermann hatte damals bei seinem Schlag gegen die Römer eher Detmold oder das Niedersächsische im Blick. Das Gemeinwesen an der reißenden Lutter hatte auf seiner Agenda der germanischen Hauptstädte noch keinen Platz. Zumal die Herren von der Borgholzhausener Ravensburg eher von oberhalb der B 68 dieses Städtchen regierten. Heute pilgern Heerscharen von Architekten aus aller Welt hier her, um das letzte gut erhaltene Denkmal flachen Baues mit Reminiszenzen an den Baustil der vergangenen DDR zu bewundern.

Wäre der Zauber dieser einmaligen Stadt nicht schon gebaut, man müßte es als Uneso-Weltkulturerbe in Disneyland neu erstehen lassen. Mit Kuchen vom Kraume.

An der Lutter gehen die Uhren nicht anders


Das ist zwar die Weser-Lutter, die auch in BI entspringt. Aber mein Gott, was macht das schon…

Die Bahn hat im Streit um „Stuttgart 21“ eine entscheidende Hürde genommen. Das noch unveröffentlichte Gutachten der Schweizer Verkehrsberater sma zum Stresstest für das Bauprojekt hat nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen die Leistungsfähigkeit des geplanten unterirdischen Durchgangsbahnhofs bestätigt.

Das berichten gleich mehrere Nachrichtenagenturen. Wir hinterwäldlerischen Schelme in der Teutosenke unterm Sparrensteinhaufen hatte ja tatsächlich gedacht, die bauen jetzt den Hauptbahnhof exakt wieder so auf wie vorher. Wie konnten wir sowas denken. Gewählt sind GrünRot und fertig. Schließlich kriegt der neue Kesselbrink auch kein Café wie gedacht 🙂

Stadt sagt was zur Weser-Lutter-Problematik

Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

In den letzten Tagen wurden verschiedene Pressemitteilungen und Meinungen zur Sanierung der verrohrten Weser-Lutter mit möglichen technischen Sanierungsverfahren und deren Folgen veröffentlicht. Dazu erklärt Dorothea Brinkmann, Vorsitzende des Betriebsausschusses Umweltbetrieb und zugleich Vorsitzende der Interfraktionellen Arbeitsgruppe „AG Sanierung Weser-Lutter“:

„Der Rat hat im November 2010 die Notwendigkeit der Sanierung zur Kenntnis genommen und Mittel für den 1. Bauabschnitt von der Teuto- burger Straße bis zum Stauteich I bewilligt. Gleichzeitig wurde die Teil-Offenlegung der Lutter in diesem Bereich begrüßt. Die vom Rat eingerichtete fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe „AG Sanierung Weser-Lutter“ hat sich bereits vor Ort in einem Gang durch den unter-irdischen Kanal selbst ein Bild von der Schadenslage gemacht. Der AG ist es in diesem Zusammenhang sehr wichtig, dass gerade bei einem so umfangreichen Sanierungsvorhaben eine solide Planung inkl. der Prüfung von Alternativen erfolgt. Deshalb hat sie ein Plausibilitäts-Gutachten beschlossen, in dem die hydraulischen Berechnungen der Verwaltung wie auch die vom Verein „Pro Lutter“ vorgelegten Überlegungen nochmals von externen Fachleuten geprüft werden sollen.

Dieses Gutachten ist inzwischen beauftragt worden und soll voraussichtlich im September 2011 vorliegen. Die AG wird sich mit den Ergebnissen intensiv befassen. Selbstverständlich soll dann auch die Öffentlichkeit beteiligt werden. Der genaue Termin für eine umfassende Informationsveranstaltung für die Anlieger und Anliegerinnen, aber auch die interessierte Öffentlichkeit, wird anberaumt, sobald klar ist, wann belastbare Ergebnisse vorliegen.

Der gesamten AG ist es insofern ein Anliegen, deutlich zu machen:

– Es wurde bisher keinerlei Vorentscheidung getroffen, welches Sanierungskonzept umzusetzen ist.

– Es sollen zunächst alle Arbeitsaufträge abgearbeitet werden, damit alle Fakten und möglichen Alternativen vorliegen.

– Sobald die noch fehlenden Ergebnisse, insbesondere das Plausibilitätsgutachten, vorliegen, sollen Anliegerinnen und Anlieger sowie die Öffentlichkeit informiert und einbezogen werden. Dies wird ausdrücklich geschehen, bevor Entscheidungen zur konkreten Umsetzung der Sanierung erfolgen.

Einstimmige Haltung der AG ist zudem, dass der dort vorhandene Baumbestand, vor allem die schöne Platanenallee, eine sehr hohe Bedeutung hat. Insofern ist es auch der Wunsch der AG, dass die Bäume nach Möglichkeit erhalten bleiben.“

Siehste, das Oberkommando der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm kneift nicht. Sie gehen auch in unterirdische kanäle. Ob da eikn bißchen „Wutbürger“ schon was in Gang gesetzt hat in nden Hirnchen an der Niedernstraße?

Diskussionen, Diskussionen und Erfreuliches

Im Rat der ehrenwerten Stadt, immerhin die größte zwischen Hannover und Hamm, wird wild diskutiert. Hat in den 12,4 – Umbaumillionen für den Kesselbrink ein Café-Pavillon drin zu sein? Oder darf das die Stadt – wie Oberbaumeister Gregor the Moss sagt, gar nicht bauen und als Investor auftreten? Irgendwie hat das wohl was mit Informationspolitik zu tun. Oder haben die Gazetten nicht genügend nachgefasst?

Das könnten sie ja jetzt bei Hans-Rudi H. tun, der uns bis 2014 erhalten bleibt. Freuen wir uns auf weitere „Leineweber“, „Carnivale“, „Nachtansichten“, „Geniale“ und „La Stradas“. Alles bewährt. Alles bekannt. In die Kiste greifen, etwas frischen Eigenrauch drüber und die Stadtbelustigung ist fertig. Gut, daß jetzt wenigstens der Herr Meschede die Kunsthalle leitet und zu Beginn seiner Tätigkeit mal schnell die alten Schätze aus dem Depot geholt hat und sie den Staunenden zeigt. Wie stehts eigentlich um das Café Schäfer? Läßt der neue Chef noch Wasser abstellen wie einst Kellein?

Eine 100 Jahre alte Platanenallee soll an der Ravensberger Straße nahe der Hammer Mühle weg. Der Kanalsanierungswahnsinn – Private Hausbesitzer können über das Schwachsinnsthema aus Brüssel und die besonders grün angehauchte Willfährigkeit in NRW davon ein Liedchen trällern – läßt grüßen.

Der Herr Kentsch, dem die Alm eine unterbesetzt-überdimensionierte neue Haupttribüne und das R.S.-Memorial – am Mittelkreis ausfahrbar – verdanken, hat nun endgültig vor Gericht verloren. Statt geforderter 16.000 gibts noch knapp über 2000. Der windschnittige Bursche hatte nämlich bereits beim MSV Duisburg als Zahlenverweser angeheuert.

Was sonst noch los ist in der kleinen großen Hauptstadt der Barmherzigkeit? Pffffffffffffffffft. Lest doch NW und Westfalen-Blatt. Die bringen das ausführlichst in allen Schattierungen. Ein paar umgekippte oder eingedellte Auto sind natürlich auch dabei. Und gibt es sonst nichts mehr auf der Welt. Es bleibt der Pudding Bielefeld.

Land unter in BI

Es hat ziemlich heftig geschüttet. Nur noch eine kleine Landmarke guckt aus dem See heraus, in dem die unheimlich-unbekannte Stadt mit dem Namen Bielefeld im Regenmeer versunken ist. Nicht mal die Sparrenburg hat es geschafft. Ob sie nun für immer versunken ist? Hat der „Oe.“-Pudding jetzt für immer die Herrschaft übernommen? Ist das die Rache, weil Pudding im neuen „Image“film der Metropole nicht vorkommt?

Sie versuchen alles in Sachen Untersee

Sie hatten Farbe und das 20 Jahre alte Modell des nie gebauten – aber umso heftiger von eher CDU-und Immobiliennahen Kreisen in kühnen Träumen herbeigesehnten – Untersees stand noch in einem Keller. Diese Kreise gaben den Auszubildenden des Vereins BAJ Farbe und das Modell und eine willige Pressekamarilla. Und schon hat man das nützliche mit dem gemeinen und dem Untersee und den Träumen und den Immobilien und dem traumhaften Blick auf die Heckrinder des Städtchens und die CDU und „ProUntersee“-Vorsitzende Monika Kammeier (von NW-Redaktor Jo Richter mit „Monika Kampmann“ Bildbetitelt) auf das Lieblichste zu einer PR-Aktion verbunden.

Hatte ich erwähnt, daß bis heute auf der Homepage der ProPlörre-Enthusiasten grad mal 1902 Stimmen „Ja zum Untersee“ sagen? Ob da eine ähnliche Fata ihre Morgana wehen läßt wie beim bisherigen „offiziellen Glauben“, ARMinia „ist Bielefeld“. Ohne geht es nicht?

Der liebe Gott hat diesen Winkel in manchen Dingen einfach nicht auf der Agenda gehabt. Da kann der fabelhafte Herr Moss noch so sehr Steine von ehemaligem Gefängnis und Truppenkaserne Sparrenburg hoch oben werfen. Es ist eben nicht so, wie die Lesart von den Niedernstraße es gern hätte. Baut lieber die reißende Lutter aus, dann habt ihr ein Wässerchen in der Stadt. Dr. Wolff gibt ja nicht nur den Almdudlern was dabei. Wahrscheinlich erfindet sein TV-Sport-affiner Labormensch grad ein „kühlendes Fußwässerchen mit Turboeffekt“.

Metropole im Gegenlicht

„Nichts los auf der Gass“ sagen die Hessen, wenn sie ein im Sonnenlicht dösendes Frankfurt meinen. Hier an der reissenden Lutter ist das auch nicht anders. Da kann man mal ziemlich staufrei durch die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm fahren und keiner staut einen. Am morgigen Samstag, wenn die finalen Ostereinkäufe getätigt werden, ist das sicher anders.