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Was der Denker so denkt

Der Rodische Denker vor der Bielefelder Kunsthalle kommt nicht mehr aus dem Denken heraus. Jetzt haben die Insassen des schildaesken Rathauses am Niederwall getagt und „sperren sich nicht gegen ein neues Shoppingzentrum“ als Passage von der Stresemannstraße zum Kesselbrink. Die City-Passage wollen sie nicht erweitert wissen. Die wäre „zu dominant für den Ortskern“.

Der Denker denkt so vor sich hin und murmelte der vorbeihastenden Donna Lüttchen zu: „Würden se doch erstmal den Mist aufräumen, der da so an Passagen in der Stadt hockt“. Ach, wo kommen wir denn da hin. Dann wäre der Ortskern ja noch „dominanter“.

Hasch mich. Der Jahnplatz kriegt nen Orangenhain.

Umsturzversuch?

Umsturzversuch?

Die Kunsthalle Bielefeld hat ja ein paar Fahradständer. Manchmal aber kommt ein Wutbürger vorbei und wirft sein Rad einfach dazwischen. Ein Umsturzversuch? Vielleicht hat er sich aber auch nur über gewisse Beknacktheiten geärgert. Z.B. eine BILD, die heute titelt „Nächste Frau zeigt Strauss-Kahn an“. Darunter eine sich nahezu nackt räkelnde Tante. Das ganze Angebliche ist über neun Jahre her. Nie sah die Frau einen Anlaß, den Mann anzuzeigen. Oder eine BILD, die keinen Versuch ausließ, Jörg Kachelmann mit Dreck zu bewerfen, sollte vielleicht einmal die unsäglich doofen Zeilen lesen, die sie da verfasst.

Oder wenn immer dieselben verdächtigen Pfannenrührer von der NW gerufen werden, um eine X-seitige Anzeigenstrecke zum 140 Jährigen eines Pumpernickelbäckers abzufeiern und Elisabeth Mohn zu zeigen, die da was „festredete“….

Oder darf man über Inhalte von Zeitungen nichts sagen, wie einmal ein Anzeigenvertreter verlauten ließ, obwohl man per Abonnement dafür bezahlt?

Immer diese Umsturzversuche. Aber alles einfach hinnehmen, was gewisse Leute so verzapfen, tut auch nicht gut.

Bär, Bollerwagen und Wolferl spart Strom

Es war 23.30 Uhr im Hof des Museums Wäschefabrik an der Viktoriastraße, als die Bielefelder „DesHarmoniker“ Kai-Uwe von Hollen, Sascha Siebner, Joachim Müller, Christian Kurschus, Reimar Küstermann und Michael Adamietz nochmal so richtig in die Stimmbänder hauten und jene Veronica besangen, die Spargel wachsen sehen soll. Des kahlen Mannes Rucksackbär schaute uns unverwandt traurig an. Das war also der Schlußspurt der 10. Bielefelder Nachtansichten 2011. Was hatten wir nicht alles gesehen, gehört, gewispert bekommen…

….den Saxophonisten, der tief unterm Bernstein die Niedernstraße wohlklingend beschallte ….

… eine NW-Geschäftsstelle in dunkler Schockstarre ob RA George Terzakis (Jöllenbecker Straße) phantastisch chaotischen Druckerzeugnissen „Bielefelder Wirtschaftsmagazin“ und „Bielefelder Stadtzeitung“. Schließlich ist er auf dem Weg zur Nr. 1. Soviel kann unser Freund Rouven Ridder gar nicht in sein westliches Notebook tippen, wie George da publizistisch raushaut 🙂 …

… Zeugen wurden wir auch ob der Heiligsprechung von ARMinias Almverweser Präses Wolferl B., dem zu Ehren die Stadtwerke nun seit dem gestrigen 30. April umbenannt sind:

St.werke

… die vielen hundert üblichen bösen Zungen, die der Sänftentragung des Wolferl B. rund um den Puddingbrunnen auf dem Alten Markt beiwohnten, wurden Zeugen der Ehrung…

… und seiner ersten Amtshandlung als „Heiliger“: Das Haus der Technik heißt jetzt nächtens

„Haus der Tech“

… Zeugen wurden wir auch ob einer höchst dramatischen Szene. Ein Junggesellinnenabschied hatte Pits berühmten Bollerwagen entführt und feierte an der Altstädter Nikolaikirche unweit dem Leineweberdenkmal lautstark. Als die Damen Tribut für das fotografiert werden einforderten, flüchtete der Chronist nebst schönerer und besserer Hälfte…

… um dann am Niederwall in einem erleuchteten Fenster des illuminierten Alten Rathauses schließlich noch einen Papstähnlichen Auftritt des Reichsstadtverwesers , gerechten Sozialdemokraten, OBerbürgermeisters, Peter „Pit“ Clausen zu erleben. Hier auf diesem Lichtbild ist er allerdings schon wieder weg.