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Nicht den Kasper vergessen!

Die brisanteste Nachricht sucht man bislang aber vergebens. Sie betrifft einen Strafbefehl über 9.000 Euro (90 Tagessätze), den das Amtsgericht Göttingen jetzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen das Urhebergesetz gegen Andreas Kasper erlassen hat. Deshalb muss der lippische Landesverbandsvorsteher nicht nur um seine Reputation, sondern auch um seinen Posten bangen. Die lippische SPD hat gestern klipp und klar Kaspers Rücktritt verlangt. Dieser habe die Landesverbandsversammlung, das sogenannte „Lippe-Parlament“, bei seiner Bewerbung „getäuscht“, deshalb sei „die Vertrauensbasis zerstört“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der lippischen SPD, Dirk Becker.

Kasper wird, wie berichtet, vorgeworfen, in seiner im Jahr 2004 vorgelegten Doktorarbeit zum Thema „Sozialsponsoring“ in erheblichem Umfang geistigen Diebstahl begangen zu haben. Die Dissertation stelle sich „auf etlichen Seiten als Flickenteppich aus den Texten anderer Autoren dar“, die nicht kenntlich gemacht worden seien, sagte gestern der Göttinger Oberstaatsanwalt Hans-Hugo Heimgärtner. Quelle: NW vom 20.01.2010

Siehste. Ist ja wirklich noch nicht lange her, unser OWL-eigener Dottore-Plagiatus-Fall. Jetzt ist er in die allgemeinen Annalen und Fußzeilen auf den Internetseiten rund um den fränkischen „weltgewandten, eloquenten, charmanten, gut aussehenden“ Täuscher und Abschreiber im (Noch)Ministeramt eingegangen. Kasper musste damals nach elendunwürdigem Hickhack gehen. Von Gutti rückt „die Elite“ langsam aber sicher ab, was der seltsam-verkicherte Auftritt der Monika Hohlmeier (Europaabgeordnete, Tochter vom ollen Gauner F.-J. Strauß und selbst wegen Unsauberkeiten zurückgetreten) gestern Abend bei Anne Will in der ARD deutlich zeigt. Da hätte man auch den Kasper einladen können, OWL hätte wenigstens was zu lachen gehabt. Ob Kasper Vorbild für KTzuG war? Ach ne, der brauchte ja „7 Jahre mühevollster Kleinarbeit zwischen verkackten Kinderwindeln, ACDC-hören und Stefferls Drängen nach Karriere“, um das Elaborat zu „summe cum laude“ zu bringen. Immer weder fragte wohl auch sein Ghostwriter auf der Burg nach.