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Schönheit + Anmut: Uralter ostwestfälischer Plattenbau

Da wir der Altherrenriege allein nicht immer die Deutung und Interpretation uralter vorbildlicher Architektur der Metropole aufbürden wollen, haben wir mal das Parkhaus der Karstadt als Beispiel herausgesucht. Selten wurden im Westen der Republik kastenartige Plattenbauten so klar und einfach in simple Entwürfe umgesetzt, die Le Corbusier und den Bauhäuslern zu Lebzeiten permamente Würgereize verursachten und die Stadt weit vor östlichen Architekturplattitüden berühmt machten für den ebenso einfachen wie rechtwinkligen „Bielefelder Baustil. Auch der Westen hat sein Chemnitz“.

Genießen Sie es! Die Karstadt gibt das Fahrradsortiment auf! Hat aber nichts mit der Parkplatte zu tun.

Es Rapunzelt in der Karstadt

Der jetzige Besitzer der von unserem Thommy M. dank geballter Inkompetenz ziemlich gegen die Wand gefahrenen Karstadt hat ja was mit Kunst zu tun. Vielleicht dachte man beim Umbau des Etablissements an der Bahnhofstraße auch an „märchenhafte“ Einkaufserlebnisse. Oder läßt Rapunzel jetzt stündlich zum Ergötzen der vor dem Gebäude rastenden Obdachlosen auch Spezereien und Leckereien herunter? Wir werden das Gebilde demnächst mal durchstreifen. Wehe, Ihr habt den 70er-Jahre-Charme der Cafeteria und den Apfelkuchen mit dick Zuckerguß abgeschafft.

„Den hatte ich mal an der Uni Bielefeld“

Gutti und kein Ende. Jeden Tag ein neuer Joke um oder aus dem Umfeld des Mannes aus der fränkischen Provinz. Ein Bremer Juraprofessor hat in der Doktorarbeit des „Helden von Kundus“, „ehrlichen Politikers“, „Anwaltes der Armen und ungerecht Behandelten“ Stellen entdeckt, die abgeschrieben sein sollen. Ist ja hier in der Gegend nichts Neues, gucken wir mal Richtung Lippe, Richtung Vorsteher Landschaftsverband selig. Passiert sicher öfter „als wie man denkt“ (O-Ton Poth, Verona).

Es steht also auf Spiegel.online. Was damit losgetreten wurde, ist schon einer Betrachtung wert, werden doch jetzt die zu Guttenbergschen Verteidigungsheerscharen auch hier in der Metropole am Teuto wach. Zitieren wir einen Kommentar aus Hunderten, die entweder in Bayern getürkt oder rasant aus dem schwarzen Lager gepostet werden. Schließlich ist der „Held“ in Gefahr, der so „tolle“ Politik macht:

SA schrieb: am 16. Februar 2011 um 08:22:30
Fischer-Lescano
Ich hatte diesen grandiosen Professor mal an der Uni-Bielefeld
– genauuuuu so – genau so sieht der auch aus als würde der hinterm Rücken von anderen nach Mami rufen!

Was genau der Mann/die Frau da in seinem/ihrem Kommentar angeblich aus unserer Metropoluni sagen will, entgeht uns zwar, aber immerhin: „Einen Freiherrn kritisiert man nicht. Das ist Bääääää“. Fische inne Butter. Hat der Mann nun Passagen abgeschrieben und wortwörtlich verwandt. Oder nicht? Wenn nicht, Schwamm drüber. Wenn ja, mal kurz die verblendeten Augen auf und fragen, wie das so nahtlos an die Pressekonferenz anknüpft, als die Lichtgestalt aus Bayern der Öffentlichkeit als „Lenker eines börsennotierten Konzerns“ vorgestellt wurde, der sich als kleines 3-Mann-Familienunternehmen entpuppte. Usw., usw. Majestät scheinen zur Flunkerei zu neigen. Doch verwandt mit Baron zu Münchhausen? Wir werden uns noch viel am bayerischen Trachtenjanker des „Politstars“ zu reiben haben. Gibt es ziemliche Parallelen zur damaligen Verblendungsorgie um einen kleinen Gummistiefel-Napoleon hier aus der Gegend, der heute in GAZ macht und sein Weibchen die Karstadt Aufsichtsratet. Und da hat Gutti-Frauchen Stefferl noch nichts Neues geliefert. Kommt aber ganz sicher. Man muss die Kanzlersuppe kochen, so lange es solche Foristen wie auf Spiegel-online gibt, die auch einen schwarzen Popanz bedingungs- und kritiklos anbeten würden.

Wer von den glühenden Verteidigern der kleinen Lapsi des Gottähnlichen, dem bei völlig verwirrten Geistern und Konservativen „besten Politikers, den Deutschland je hatte“ noch intensiver in seiner Diss nachlesen und vor allem die Stellen sehen will, um die es geht, tut das in der „Süddeutschen Zeitung“. Seite für Seite.

Das eigentlich blöde ist jetzt nur: Da ist kein Kapitän der Gorch Fock., da sind keine hochrangigen Militärs, die man jetzt ministerlich feuern könnte. Ob der „Showman von Kundus“ nun mal selbst ran muss? Oder hatte ihn gar Stefferl zu sehr mit ihren Reizen von der Disse abgelenkt?