Schlagwort-Archiv: Japan

Frauen-WM-Viertelfinale: Deutschland – Japan 0:1

Habe gerade das Viertelfinale gesehen. Die Niederlage war schon bitter. Sehr schlimm aber war dieser Kommentator! Wo ist bloß Bela Rethy könnte man fragen. Aber was sollte der schon ausrichten? Wenn man zu blöd ist Tore zu schießen, hilft nicht einmal Gerd Rubenbauer (Viertelfinale `98). Mir tut Birgit Prinz leid, Frau Neid sollte dringend Tore schießen trainieren, auch wenns bescheuert und nach Stammtisch klingt, Japan schafft nur noch Platz 4 und Inka Grings ist hübsch.

Das Grinsen der Atommafiosi

Es war schon eine gewaltige Menge Mensch, die da heute gegen die Freunde der Atommafia auf die Straßen der Republik gingen. Hoffentlich wählen sie morgen in Ba-Wü und Rheinland-Pfalz aber auch so, daß sich das unsympathische Team Merkel-Mappus ohne „Wurfzitronenschutz“ nicht mehr vor die Mikrofone und Kameras traut.

Bitte um Eintrag

Vor dem Hintergrund der Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan müssen wir alle solidarisch sein und zusammenstehen. Die einen tun es durch aktive Hilfe, andere passiv, via Spenden. Wer weder das eine, noch das andere kann, dem sei hier die Möglichkeit gegeben auf diese Weise seinem Mitgefühl Ausdruck zu verleihen. Den Verstorbenen zum Gedenken und den Lebenden zur Mahnung an die Gefahren der Atomkraft.

http://www.kondolenzbuch-online.de/cgi-bin/2011/books/000202.pl

Sonntagsklischee

An solchen Sonntagen werden eigentlich Helden gezeugt. Wenn da nicht die Situation in Japan wäre und wenn da nicht wieder diese beschissenen grünlichen Bilder – bekannt aus den Golfkrieg/Irak/Afghanistan-Lifestreams im TV – aus Libyen wären. Was sollen sie uns sagen? Nichts. Kann jedes Hollywood-Studio besser. Und das hier können sie auch:

Was das ist? Ein Eisklumpen aus einem Flugzeug, gelandet auf einer Wiese im Outback.

Schweigeminute für Japan

Aus Anlass der Naturkatastrophe in Japan und der Folgen für die Bevölkerung hat der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger für Freitag, 18. März, unter anderem für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände Trauerbeflaggung angeordnet. Darüber hinaus ruft die Landesregierung alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung als Zeichen der Verbundenheit mit Japan für Freitag, 18. März, zu einer Schweigeminute um 9.30 Uhr auf.

Oberbürgermeister Pit Clausen und der städtische Personalrat unterstützen diese Aktion und haben auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bielefeld aufgerufen, sich an der Schweigeminute zu beteiligen.

Pressemeldung der Stadt Bielefeld.

Die Mitschuld von SchwarzGelb

Die Bilder aus Japan lehren die Welt das Fürchten. Die Not der Menschen ist so unermesslich, dass es einem die Sprache verschlägt. Zum tausendfachen Tod in Trümmern, zu Leid und verheerender Verwüstung kommt die ganz reale Angst vor dem Super-GAU. Ein apokalyptisches Szenario. Niemand vermag zu sagen, was in den Reaktorblöcken in Fukushima genau passiert. Die Angaben sind widersprüchlich, die Informationspolitik der japanischen Regierung ist verstörend. 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl sieht sich die Menschheit erneut auf fürchterliche Weise mit der Tatsache konfrontiert, dass sie die Kernenergie offenkundig nicht komplett beherrschen kann. Weder im Betrieb noch im Umgang mit dem Atommüll. Nach wie vor ist die Endlagerfrage weltweit weitgehend ungelöst. »Was wäre, wenn so etwas bei uns passiert…?« Diese bange Frage stellt sich jetzt überall dort, wo die Atomkraft eine Rolle spielt. In Deutschland wird das Drama von Fukushima das Ende der Kernenergie beschleunigen. Kanzlerin Angela Merkel und ihr Umweltminister Norbert Röttgen wissen das. Beide haben keinen Zweifel daran gelassen, dass Japan eine Zäsur darstellt. Röttgen nennt die Kernenergie unverblümt ein »Auslaufmodell«. Für bloße Beschwichtigungspolitik ist das ziemlich starker Tobak. Die schwarz-gelbe Regierung, die gerade erst den Ausstieg aus dem rot-grünen Atomausstieg beschlossen und der längeren Laufzeit der Atomkraftwerke zugestimmt hat, wird sich fortan an diesen Aussagen messen lassen müssen. Und zwar auch noch nach den anstehenden Wahlen. Für das Land allerdings geht es nicht um parteipolitische Spitzfindigkeit, sondern um eine Werteentscheidung. Vordergründig lautet die Frage: Wie viel darf der Strom kosten? Tatsächlich allerdings müssen wir entscheiden, was uns eine Abkehr von der Kernkraft mit Blick auf unser Wohlstandsniveau und unsere alltäglichen Lebensgewohnheiten wert ist. Davon zuerst hängt ab, wie lange wir die Atomenergie als Brückentechnologie tatsächlich einsetzen müssen. Deutschland täte gut daran, den Ausbau regenerativer Energien noch sehr viel schneller voranzubringen. Das jedoch kostet Geld, viel Geld. Und es zieht weitere Unannehmlichkeiten nach sich. Von der Verspargelung der Landschaft und des offenen Meeres bis zu jahrelangen Bauarbeiten an einem deutlich leistungsfähigeren Stromnetz und neuen, großen Pumpspeicherkraftwerken. Das alles wird ohne massive Eingriffe in die Natur – ja, möglicherweise auch vor der eigenen Haustür – nicht möglich sein. Auch auf noch höhere Energiekosten müssten wir uns wohl zumindest zeitweilig einstellen. Und schließlich könnte es sein, dass andere Länder am billigen Strom aus der Kernkraft festhalten, so dass unserer Industrie ein relevanter Wettbewerbsnachteil entsteht. Doch wenn wir wegwollen von der Hochrisikotechnologie Atomkraft, müssen wir bereit sein, diesen Preis zu zahlen.

Gewiß, liebes Westfalen-Blatt, es fällt schwer angesichts der furchbaren Ereignisse und Bilder aus Japan einigermaßen seinen Grips zusammenzuhalten und das Tagesgeschäft zu erledigen. Nur eine Bemerkung dazu. Eine klitzekleine. Schließlich war es die von Ihrem Blatt präferierte Regierung in Hornissen-schwarz-gelb, die vor den Energiemonopolisten den Kniefall machte und Atomkraft niedlich verharrmlosend als „Brückentechnologie“ bezeichnete und damit verlängerte Laufzeiten alter Meiler zugestand, die ziemlich klar Fortschritte bei regenerativen Energien ausbremste. Jetzt heißt es, „wir brauchen Zeit für stärkere Stromleitungen“, usw. Ach, für den Atomstrom reichten die Leitungen bisher aus?

In der NW liest sich der Kommentar schon schärfer: Schon sind sie zu hören, die Schönredner der Störfälle, die uns weismachen wollen, deutsche Reaktoren hätten bessere Sicherheitssysteme, stabilere Kühlsysteme, eine weniger anfällige Notstromversorgung. Für die Trauer um die Opfer der japanischen Katastrophe bleibt keine Zeit, auch wenn SPD-Chef Sigmar Gabriel zunächst anmahnte, es sei noch Gelegenheit, über die Konsequenzen aus der Katastrophe nachzudenken.

Es fällt sehr schwer, dieser Regieruingskonstallation auch nur ein einziges Wort noch zu glauben. Dabei ist der ominöse Euro-Rettungsschirm, zu dem Deutschland allein 200 Milliarden beitragen soll, angesichts der japanischen Tragödie weitgehend „under cover“ durchgewinkt worden. Aber auch das, verehrte Frau Bundeskanzlerin, wird Ihnen in Kürze ebenso auf die Füße fallen wie das Thema „Atomkraft“. Sie haben einen Amtseid geleistet, „Schaden vom Deutschen Volke abzuwenden“. Und ihn wiederholt und aktuell gebrochen. Es sei auf die zynisch erhobenen Champagnergläser von Frau Merkel und den Chefs des Atom/Energiemonopols erinnert, als die Lizenz zum Gelddrucken in „trockenen Tüchern“ war.

Ist doch erst „fünf nach 12“

Der Auslöser der Ereignisse in Japan war eine Verkettung zweier Naturkatastrophen. Das starke Erdbeben hat das Netz und nahezu die gesamte Infrastruktur zerstört. Der anschließende Tsunami führte zu einem Ausfall der Notstromanlage und des Kühlsystems. Eine Verkettung eines derart schweren Erdbebens und eines schweren Tsunamis ist in Deutschland nicht vorstellbar. Auch von offizieller Seite ist bereits gestern darauf hingewiesen worden, dass die deutschen Kernkraftwerke so ausgelegt sind, dass die Schutzziele auch bei starken Erdbeben eingehalten werden.

…. schreibt das „Deutsche Atomforum“ in einer Pressemitteilung von 12.03. zu den Ereignissen in Japan. Na dann lehnen wir uns mal ganz beruhigt zurück. Ist doch erst „5 nach 12“.

Die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Marie-Luise Dött (CDU), hat die Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke verteidigt. „Die Katastrophe in Japan ist kein Anlass, jetzt die Laufzeitenverlängerung in Deutschland infrage zu stellen“, sagte Dött der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagausgabe). „Wir brauchen die Kernkraft als Übergangstechnologie, bis wir einen anderen Energiemix realisiert haben“, sagte Dött. Die deutschen Sicherheitsstandards seien die strengsten der Welt. „Wir müssen jetzt überprüfen, ob wir die hohen deutschen Standards angesichts der japanischen Ereignisse nochmals verschärfen müssen“, sagte Dött. …meinte die Schwarze Front heute „offiziell“ dazu. Den Leuten und ihren gelben Freunden „Freundliche liberale Lobbyiisten“ kann geholfen werden, indem die Wähler andere Kästchen ankreuzeln.

Atomkraft-Fans. Schaut genau hin!

Angesichts der dramatischen Bilder ersparen wir uns Kommentare. Die Meldungen sprechen – leider – für sich. „Atomkraft ist eine der sichersten Möglichkeiten, mit höchster Rendite Strom zu erzeugen. Deshalb können die Meiler auch ruhig weiterlaufen“. (Könnte der superdämliche Lobbyist Röttgen gesagt haben, der auch der nicht E10 tankenden Masse unterstellt, Diktator Gaddafi zu unterstützen).