Schlagwort-Archiv: Jahnplatz

Party der Bekloppten :-)

Man kann zu facebook stehen, wie man will. Interessant wäre die Antwort auf die Frage, ob das von den Betreibern nun so gewollt ist oder ein Zeichen zunehmender Verblödung? Damals beim hochgejazzten Guttenberg-Hype sah die Wirklichkeit des Millionenzustimmer-Heeres auf dem Jahnplatz dann doch eher mager und ärmlich aus…. Ob da nicht mal wieder die Fraktion „Randale-PR“ (einschlägige Namen dieser Branche sind bekannt) am Werke war. Dabei ist es doch so einfach: Internet verbieten. Facebook verbieten. Parties verbieten. Gefängnisse ausbauen. Vorbeugende Haft wieder einführen. Atmen verbieten. Und Ruhe ist im Land 🙂

Schönen Sonntag noch!

Rote Handtaschen auf „Good old Jahn“

Die städtische Gleichstellungsstelle ruft zur Teilnahme an den Frauen-Protestaktionen zum Equal Pay Day auf, der am Freitag, 25. März, bundesweit veranstaltet wird. Mit „Roten Handtaschen gegen rote Zahlen“ weisen die Teilnehmerinnen auf die großen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen hin. Von 13.00 bis 15.00 Uhr findet eine Unterschriftenaktion an dem Infostand auf dem Jahnplatz statt. Durchschnittlich 4,39 Euro weniger pro Stunde beziehungsweise 23 Prozent verdienen Frauen derzeit weniger als ihre männlichen Kollegen. Um darauf aufmerksam zu machen, ist die rote Handtasche das Symbol dieses Tages. Wer keine rote Tasche besitzt, kann sich telefonisch unter 0521 / 51-2018 an die Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld wenden. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.frauen-in-bielefeld.de.

Pressemeldung der Stadt Bielefeld.

„Unerkannt demonstriert“

Tschuldigung, wenn wir dann doch mal die abgelichtete größte Gazette der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm zeigen und die „Gutti-Demo“ aufwärmen. Die NW hat nämlich herausgefunden, dass am Samstag „unerkannt“ für den Plagiator aus der fränkischen Provinz und „Besten Politiker Deutschlands“ am Jahnplatz demonstriert wurde. Soso. Unerkannt. Eine neue Art Demo. Machen wir jetzt jeden Tag. „Unerkannt“ werden wir für alles demonstrieren, was politisch nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Danach gehen wir mit unseren unsichtbaren Plakaten und Spruchbändern mit „ca. 13 Teilnehmern“ in die Niedernstraße und zeigen der Redaktion mal, was eine richtige „unerkannte Demo“ ist. Da werden die sich aber wundern. Wär doch gelacht, wenn Lug und Betrug nicht doch noch als unverzichtbare Politikereigenschaft anerkannt würden. Eigentlich auch klar, wenn die NW das Barbara-Franke-Bild mit Pixelgesichtern zeigt. Wer zeigt schon sein Gesicht, wenn er für den Freiherrn mit dem Plagiatsfaktor ist öffentlich.

Kaufmannsrumoren in der Innenstadt

Es rumort ziemlich in der Innenstadt der Glitzermetropole. Da, wo die Niedernstraße 17 noch Packpapierfenster zeigt, wollen bald Dänen beweisen, das sie „nicht lügen“ und einen „Jackpot“ anbieten. Geht man auf die Website der in Dänemark ziemlich bekannten Modegruppe mit einer ganzen Reihe von Labeln und gibt den Namen dieser größten Stadt zwischen Hannover und Hamm ein, werden gleich drei gegenwärtige Verkaufsstellen (Amtsstraße, Hillegosser und Herforder) angezeigt. So ganz neu ist den Dänen aus Kopenhagen also die Verkaufe in der altehrwürdigen Einkaufsstadt am Teutoburger Wald nicht. Die diversen Modeketten in Bahnhofstraße und Niedernstraße freuen sich bereits. Endlich Konkurrenz für „New Yorker“ und Co. und grandiose Möglichkeiten, sein mit dänischem Buko (arla) bestrichenes Starbucks-Bagel da mal ein wenig an den Rundständern auszuführen.

Ganz anders sieht es im Jahnplatzforum aus, das ja einmal besseren Zeiten entgegensehen sollte, als es 2008 für14 Millionen Euro von der israelischen Investorengruppe Tshuva übernommen wurde. 1 Millionen Euro wollte man investieren. Getan hat sich bis heute unterirdisch ebenso wenig wie oberirdisch. Nun ziehen die Mieter aus dem Tunnel unten scharenweise ans Tageslicht. Fleischer Damisch, der ab April seinen Verkaufsstand schließen wird, sagt laut NW: „Die Mieter haben sich geändert und verkaufen Dinge, die nicht unbedingt dem täglichen Bedarf entsprechen“. Vornehm ausgedrückt von Siegfried, dem Metzger. Es ist ziemlicher Ramsch, der da unten in der Tiefe der Passage liegt.

Ladenrücken am Jahnplatz

Ob man will oder nicht, am wunderschönen Architekturkleinod Jahnplatz mitten in der Glitzermetropole kommt man nur über Schleichwege vorbei. Mit dem Vorteil, manchmal Besuchern nicht erklären zu müssen, warum es gegenüber der ehemaligen Buchhandlung „Phoenix“ – heute Thalia (eine Oetker-Beteiligung) – noch einen großen Buchladen gibt und an der Ecke Niedernstraße dann noch einen Bertelsmann-Buchclub. Is halt so. Jetzt soll es ein großes Ladenrücken an diesem Kleinod westfälisch-völkischem „Come together“ geben. Der Sportladen „Sport-Scheck“ Ecke Niederwall/Niedernstraße gegenüber vom Starbucks will in den Buchladen gegenüber dem Buchladen am Niederwall ziehen und der Buchladen neben dem Bratwurstrondell „B 68“ in den Sport-Scheckladen. Kapiert? Nein? Wir erklären es zukünftig einfach nicht mehr. Ist halt Bielefeld.

Ergänzung 17.02.2011:

Nach Angaben von NW.online ist der Manager des unterirdischen Jahnplatz-Forums, dem derzeit die Mieter davonlaufen, „ins Fadenkreuz“ der Polizei geraten. Vorwurf: Verdacht auf illlegalen Handel mit Dopingpräparaten. Zu den davonlaufenden Mietern meinte er im selben Artikel, er habe „Mieter noch und nöcher“. Nun ja. Man muss da unten ja nicht durchgehen.

SALE in der Glitzermetropole

Stufe 3 im Cinestar

Unten in der Cinestar-Parke putzten sie heute die Ebenen. Also fand das Fahrzeug nach einem kurzen Trip ins Herz der wunderbaren Metropole an der reissenden Lutter Platz unten auf Ebene 5.

Schattspiel an Kaufhof-Tür

Am Ausgang des Kaufhofes warfen die Leute Schattenrisse gegen den grauen Himmel über der Bahnhofstraße. Leichter Nieselregen empfing die Menschen am Rande der träge dahinplätschernden SALE, die nun sogar schon zweifach ausgerufen wurde.

SALE

Textilien reduziert

Gefunden war relativ schnell, was zu besorgen war. Da blieb noch Zeit, den Amerikaner auf der Niedernstraße zu besuchen, dessen großer Anhänger ich nicht bin. Kaffe ist für mich nicht „To go“ sondern „To gemütlich sit“. Die allermeisten aber nahmen ihm im Becher mit. Geschüttelt. Nicht gerührt. Die Begleitung war – obwohl der US-Kaffeetrinksitte nicht abgeneigt – am Ende nicht angetan. Vielleicht lag es aber auch an der schlechten Datenverbindung fürs EiPhone, die ein Hochladen des Bildes der Innenansicht nicht funktionieren ließ. „In Frankfurt ging das einwandfrei“. Kind, die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm ist nicht Frankfurt. Auch wenn sie ab und an diesem Irrtum unterliegt.

Starbucks Innenansicht

Starbucks

Hätte der Rückweg nicht über jenen herrlichen Platz der Glitzermetropole geführt, den man nur aus Versehen „Jahnplatz“ statt „Piazza del Popolo“ vergessen hat zu benamsen, der Vergleich mit Frankfurt wäre negativ geblieben. Aber so leuchtete „Piazza del Jahn“ wie Wellblechschweinchen beim ARMinia-Aufstieg.