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Die NW, die verletzliche Seele der Kinder und ein goldener Helm

Das Leben ist nicht immer schön und manchmal stellt es einen schon beim Studium der Morgenpresse auf eine harte Probe. Da wird einem plötzlich klar, heute wärst du besser gar nicht erst aufgestanden. Heute, z.B., vom Titel bis Seite drei fast ausschliesslich Alexandra Jacobson, das macht deutlich müde und verspannt innerlich. Dazu Bilder von Peer Steinbrück, Silvana Koch-Mehrin, Hans Eichel und, on Top, ein riesen Poster von Claudia Roth und Cem Özdemir.
Gut das die Kinder schon gross und aus dem Haus sind, sonst müsste man die heutige Ausgabe der Bunten aus Sennestadt verstecken. Ab, zu dem anderen Schmuddelzeug, von dem man nicht möchte, dass die lieben Kleinen wissen, dass man es besitzt.
Man stelle sich vor, sie zeigen mit ihren unschuldigen, kleinen Fingern auf das Bild von Peer Steinbrück und fragen: „Warum lacht der Onkel so?“. Wollen sie es sein, der den armen Kleinen erklärt, dass der Onkel so lacht, weil jemand ihm gerade gesagt hat, dass er die Deutschen um mehrere Milliarden Steuergelder erleichtert hat, weil er sie dem Onkel Ackerman und seiner Räuberbande geschenkt hat? Wollen sie den Kindern den Glauben nehmen, dass die huldvoll lächelnde Tante mit den langen blonden Haaren keine Prinzessin ist, sondern eine überführte Betrügerin und der Onkel Eichel nicht ihr neuer Deutschlehrer, sondern ein besonders erfolgloser ehemaliger Politiker?
Wenn sie all diese Klippen erfolgreich umschifft haben und gerade erleichtert Luft holen, ein Aufschrei: „Wer ist denn die Tante da, mit dem Goldhelm und der merkwürdigen Uniform? Und was macht die mit dem Onkel, weint der gleich?“
Jetzt hilft nur noch aller Eltern letztes Mittel. Man nimmt den Kleinen die Zeitung weg und sagt: „Das versteht ihr nicht! Aber eins könnt ihr euch jetzt schon mal merken: Ich möchte nicht, dass ihr jemals so rumlauft. Wenn ihr später einmal zu viel Geld habt, dann gebt es mir! Solche Klamotten werden nicht gekauft! Nicht unter meinem Dach! Nicht solange ihr die Füsse unter meinen Tisch stellt! Ihr seht ja was passiert, wenn man sich so entstellt, der Onkel auf dem Bild muss schon weinen.“
Ein Glück das die Kinder noch nicht lesen können. Niemals werden sie den verschwurbelten Mist erklären können, den sich die Berlinkorrespondentin der größten Bunten aus der südlichen Vorstadt aus der verbogenen Mietfeder presst.

Heimliche Liebe?

Unsere Alexandra, das „Gesicht der NW in Berlin“, hat wieder eines von den großen Dingern rausgehauen. Immer, wenn sie die Welt durch die Brille der Metropole am Teuro betrachtet reibt man sich hernach die Augen und fragt verblüfft: „Häh?“. In bester Qualtätsjournalismusattitüde beschleimt sie den hochgeschriebenen schnöseligen Gutsherren im Ministersessel, formt bei BILD abgeschriebene Sätze wie „…wegen seiner großen Beliebtheit“, schreibt ihm „Mut“ zu, den „Krieg“ in Afghanistan angeblich auch so zu nennen (Seine Umschreibung der Ereignisse am Hindukusch waren weitaus diffizieler. Einfach „Krieg“ sagt ein Wortdrechsler wie Gutti nicht). Mütterlich milde rät sie dem Politichaoten final, er solle sich selbst etwas weniger wichtig und Kritik ernster nehmen. Dann klappe das auch mit dem Kanzler.

Sehr einfach, diese Sicht auf die Welt. Aber das sind wir ja von „unserer“ Alexandra gewöhnt. Sie wird ihm wohl täglich mit viel heimlicher Liebe in der Hauptstadt der gequirlten Politidiotie die vielen hohlen Worte von den arroganten Lippen ablesen. Heimliche Liebe ist da wohl im Spiel. Vielleicht haben Ihre Gnaden schon den Posten der Pressesprecherin des weit bis in die USA vernetzten „Gutti-Konzerns“ auf der heimischen Burg in der fränkischen Provinz angeboten?