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Italien ab sofort eine Filiale der Casino-Betreiber

Da kann man den Italienern ja nur herzlich gratulieren. Eine Regierung ausschliesslich aus Fachleuten. Eingesetzt vom IWF, der EU, der EZB und der deutschen Regierungschefin, die sich in Persona Josef Ackermann im Besitz der absoluten volkswirtschaftlichen Wahrheit wähnt. An der Spitze der ober-neoliberale Mario Monti, Vorstandsmitglied der Bilderberg-Konferenz und führendes Mitglied der Trilateralen Kommission. Ausserdem berät der feine Herr Fachmann Goldman Sachs, also die Bank, die den Griechen bei ihren Schummeleien zum Eurobeitritt hilfreich zur Seite stand und, die für die schamlose Ausbeutung der Arbeiter,  besonders in der dritten Welt, bekannten Firma Coca Cola.

Haben die Banken bisher immer noch den diskreten Umweg über den Lobbyismus genommen um die Welt nach ihren Vorstellungen und zu ihrem Vorteil zu gestalten, fühlen sie sich mittlerweile so sicher und unangreifbar, dass sie ganz offen die Regierungsgeschäfte übernehmen. Das Parlament darf, besser muss, dann dieser „Regierung“ noch zustimmen, um einen letzten Anschein von Demokratie zu wahren. Wir nähern uns einem neuen Zeitalter des Feudalismus. Ein paar hohe Herren, wegen mir auch ein paar Quotendamen, sind im Besitz des Steins der Weisen und das dämliche Volk hat zu buckeln, sich im Angesicht dieser Gesalbten in den Staub zu werfen und ansonsten die Fresse zu halten.

Wer meint, er könnte sich dieser neuen Ordnung des Big Brothers, Money, widersetzen, der möchte sich bitte einmal das Schicksal des Iraks, der Elfenbeinküste, Afghanistans und Libyens ansehen (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

Jetzt wackelt Bunga-Bunga-Land

Was die Unken bisher schon in Symphonieorchesterstärke von den Bäumen pfiffen, jetzt wird es Wirklichkeit. Der nächste Kandidat aus der Euro-Riege wackelt. Der Bunga-Bunga-Schwachmat an der Spitze will nicht mehr. Die Karre sitzt tief im römischen Dreck. Der „Euro-Rettungsschirm“ soll nun auf 1,5 Bllionen (!) € aufgeblasen werden. Hach. Mehr nicht? Dabei wäre es so einfach. Euro weg. Merkel weg. Früher gab es solche Themen einfach nicht. Aber nehmt ruhig noch weitere „Krösusse“ in die EU auf. Deutschland wird auch das locker aus der Portokasse zahlen. Da kürzt man eben da noch weiter, wo ohnehin keine Gegenwehr ist. Sie meinen Superreiche a la Klatten, Aldis, Lidls & Co? Da trauen sie sich ganz sicher nicht.

Der blitzumtoste Metropolenmorgen

So, diese gestern noch nicht regenbenetzte Rose geht symbolisch an den Gardasee, wo eine bestimmte Person mit anderen Personen weilt und den Bielefelder Sparrenburgruf ab und an in die italienische Luft pfeift, wenn sie das liest:

– Klohäuser baut die Teutostadt ab und pflastert aus Geldnot Werbebanden. Jahnplatz wird „Pit-Arena“
– Der schwarze Messias in Washington umgarnte die deutsche Trutsche mit Sprossensalat, Gurkenscheiben und RWE-Atomtomaten
– Die kleine große Stadt ist blitzumtost und es schüttet

Was sagt uns das? Die Stadt in ihrer Notdurft möchte lieber „bunte Werbebilder“.

Schon Klasse hier. Dagegen ist Gardasee einfach nur Italien. „Bunga, Bunga!“