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Ausstellungseröffnung: woanders von vorne, Jürgen Noltensmeier

Eröffnung in der galerie 61: Fr., 16.12.2011 um 20:00 Uhr

Laufzeit: 16.12. – 28.01.2012

Jürgen Noltensmeier ist kein Realist, auch wenn er reale Dinge malt: Siedlungs- und Mehrfamilienhäuser, Supermärkte, Garagen in Hinterhöfen. Ihn interessiert das malerische Moment im gewöhnlichen. Die aus dem Drang zur Dekoration entstandenen, Kombinationen aus Materialien und Texturen an Einfamilienhäusern der fünfziger und sechziger Jahre, die für ihn malerische Qualität entwickeln. Der Bildaufbau, der entsteht, wenn über einer querformatigen schwarzen Fläche ein weißes Rechteck auf einer blaugrauen Fläche asymmetrisch angeordnet ist: Eine Discounter-Filiale auf ihrem überdimensionierte Parkplatz. Noltensmeier hat eine Vorliebe für die Grau- und Beigetöne angeschmuddelter, älterer Fassaden, die er mit seiner mehrschichtig lasierenden Malerei in changierende Farbflächen  verwandelt und  die oft mit grell fehlfarbigen Konturen umrissen werden. Es ist eine Malerei, die mit ihrer malerischen Auffassung gegen den Realismus steht und doch vermeintlich präzise das Objekt wiedergibt.

Gibt es Geschichten zu den Bildern, manchmal ja, aber sie sind nur ahnbar und bleiben verborgen; nur manchmal dringt das hinter einer harmlosen Fassade verborgenen Grauen an die Oberfläche: Wenn etwa bei einem seiner neuen Bildern, ein Haus nur noch ausgebrannte Ruine ist, das dann als cut-out eine eigenartig geisterhafte Dreidimensionalität entwickelt.

Jürgen Noltensmeier ist zum vierten Mal mit neuen Arbeiten in der galerie 61 zu sehen und es gibt diesmal die Möglichkeit, neue und alte Bilder zu vergleichen: Parallel zur Ausstellung in der galerie 61 ist vom 15.12. – 16.03.2012 eine große Auswahl älterer Arbeiten in der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld ausgestellt.

Kontakt:
galerie 61, Neustädter Str. 10, 33602 Bielefeld

info@galerie61.de

www.galerie61.de

Unser Thommi will kein Gauner sein

Der frühere Vorstandschef des insolventen Arcandor-Konzerns Thomas Middelhoff hat unmittelbar vor Beginn des Schadenersatzprozesses gegen ihn alle Vorwürfe zurückgewiesen. „Diese Klage ist ohne Substanz und damit verbunden auch die Kampagne, die ich zwei Jahre über mich ergehen lassen musste“, sagte Middelhoff der ZEIT. Der Insolvenzverwalter des Handelskonzerns Arcandor Klaus Hubert Görg hatte Middelhoff vor dem Landgericht Essen auf 175 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Der Prozess beginnt am Mittwoch, den 13. April 2011.

„Herr Görg hat eine Theorie, die jeden Wirklichkeitsbezug vermissen lässt“, sagte Middelhoff über die Vorwürfe. Die Theorie „besteht darin, dass ich mit dem Bauunternehmer und Vermögensverwalter Josef Esch sowie mit der Bank Sal. Oppenheim zum Nachteil von Karstadt zusammengearbeitet haben soll – und zwar aus Eigennutz.“ Der Prozess gehört zu den Folgen der Insolvenz von Arcandor im Sommer 2009. In deren Zuge wurde der Konzern aufgeteilt, das Versandhaus Quelle abgewickelt, und das Kaufhaus Karstadt ging an den Investor Nicolas Berggruen. In dem Prozess wird es auch um die Beziehung von Middelhoff zu seinem früheren Vermögensverwalter Esch gehen. Unter anderem hatte Middelhoff, bevor er zu Arcandor ging, in geschlossene Immobilienfonds investiert, die fünf Karstadt-Warenhäuser übernommen hatten. Das Engagement in den geschlossenen Oppenheim-Esch-Fonds erschien Middelhoff risikolos, sagte er, „weil immer die Bank Sal. Oppenheim mit investiert hat. Außerdem waren die Eigentümer der Bank mit privatem Vermögen dabei … Ich habe hier gesessen und gesagt, wo ist das Problem, ich bin ja wie Hans im Glück.“ Esch habe ihm, wie Middelhoff sagt, in der „Gesamtvermögensverwaltung“ alles abgenommen. „Da werden Sie ja fast schon lebensuntüchtig.“ Quelle: Die Zeit

Da ist sie wieder die aalglatte gegeelte „sympathische“ Labertasche, die selbst seine führenden und zeitweise ob der denglischen Wortschwalle paralysierten Bertelsmann-Jünger im Städtchen nebenan grad noch eben so vorm Verspeisen des Mohnkuchens aus dem Hause jagten. Der dann KarstadtQuelle allerliebst vor die besagte Wand fuhr, sich selber aber anscheinend als „Opfer“ sieht. Ob die an der Bahnhofstraße angesichts des beginnenden Prozesses sicher sehr interessiert das auch so sehen?

Ist übrigens wieder Zeit, Spargel mit dem hiesigen IHK-Cheffe in dessen Ummelner Kasino zu essen. Da ist sicher noch große Sympathie da. Da mochte man auch Fast-Parteikumpel und enttarnten Plagiator KTzuG.