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„Stolpersteine sind keine Kunst“

Stolpersteine sollen an Opfer des Nazi-Regimes erinnern, und zwar vor den letzten freiwillig gewählten Wohnorten der jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und anderer Opfergruppen. Geschaffen und vorangetrieben hat diese Idee der Kölner Künstler Gunter Demnig. In Bielefeld koordinieren sie Eva Hartog und Dr. Christine Biermann. Liest man auf der Homepage dieser doch mittlerweile sehr bekannten Aktion.

Die WDR-Sendung „Monitor“ hat jetzt aufgedeckt, was das Finanzamt Köln von Kunst und der Erinnerung an Unrecht im 3. Reich hält: Nichts. Für das Finanzamt sind Stolpersteine lediglich „Hinweisschilder“ und dafür ist der Mehrwertsteuersatz von 19% zu berappen. Wie kürzlich Künstler Gunter Demnig per Steuerbescheid geschehen. Dann fordern wir doch einfach mal im nachhinein die Milliardensummen zurück, die deutsche Finanzämter zwischen 1933 bis 1945 bei der unrechtmäßigen Enteignung – auch in Bielefeld – für stramme Parteigenossen eingestrichen haben, indem sie ihnen massenweise Unternehmen von „jüdischen Staatsfeinden“ zuschanzten.

Ich wiederhoole mich zwar, aber es gibt in der deutschen Beamtenschaft jede Menge Staatsdiener, dioe nicht fragen, obn es Recht ist. was sie da zu gtun. Sie tun es einfach. Sklavisch. Mit vorauseilendem Gehorsam. Egal, ob es Menschenleben kostet. Egal, ob es pietätlos ist. „Gesetz ist Gesetz“. Arme Irre.

In Bielefeld gibt es Stolpersteine zB. vor dem Museum Wäschefabrik. Komisch auch. Das Finanzamt G. hat kein Bedenken, jener gemein nützigen „Stiftung“ mit B. in Gütersloh, die aus persönlichem politischem Steuerwasser staatstragend regierungsfreundlichen Laberwein macht, die gemeine Nützigkeit nach wie vor zuzuerkennen. Obwohl sie von Steuerfachleuten und stiftungsunabhängigen Staatsrechtlerin heftigst umstritten ist.