Schlagwort-Archiv: Hetze

365 Tage im Jahr Hetze

Wir haben das hier ja schon oft thematisiert. 365 Tage im Jahr nutzen die Papiermedien und ihr Pendant im TV ihre Publikationen, um „das Internet“ zu verteufeln. Kein Tag vergeht, an dem nicht „die negativen Seiten des Web“ ausführlich beschrieben werden. Dabei darf man getrost fragen, wie viele dieser Zeilenklopper denn wirklich begreifen, was genau das ist, wie es zusammenhängt und warum die supergroße Handelskette Edeka zu dämlich ist, ihre Datennetze zu schützen. Das geht nämlich. Kostet aber. Da kann man dann eben nicht mehr so viele TV-Spots mit dem rührseligen „Wir lieben Lebensmittel“ schalten. Und wenn dann weiter im krassen Aufmacher das hier geschrieben wird, tippen wir uns mal ein wenig an den Kopf:

Nun gut. Ist ja einer der größten Anzeigen – und Beilagenkunden. Da recherchiert mal eben ein wenig schräg. Die Ausrisse sind dem phantastischen Blatt NW entnommen.

Wie man Meinung produziert

Immer mehr Hartz-IV-Empfänger werden beim schwarzarbeiten erwischt. So haben die Jobcenter im vergangenen Jahr deutlich mehr Schwarzarbeiter unter den Hartz-IV-Empfängern erwischt. Demnach wurden 2010 59.000 Fälle wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit an die zuständige Zollverwaltung weitergegeben, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) unter Berufung auf einen Bericht der Bundesagentur für Arbeit berichtet. Heisst es in einer Meldung der Presseagentur AFP.

Erst weiter unten kommt: Eine Sprecherin der Bundesagentur sagte der Zeitung, aus den Zahlen lasse sich aber nicht ablesen, dass immer mehr Hartz-IV-Empfänger betrögen. Vielmehr seien die Mitarbeiter in den Jobcentern inzwischen „stärker sensibilisiert und besser qualifiziert“, um Schwarzarbeit aufzudecken.

Wie wird eigentlich darüber „sensibilisiert“, welche Leistungen in welcher Höhe welcher Mitarbeiter produziert? Oder sind die Agenturler von Natur aus alle „Höchstleister“? Um wieviel haben sich grad noch mal die schwer Schuftenden „Volksvertreter“ in den weichen blauen Reichstagssesseln die Diäten erhöht? So nebenbei: von unserer „Lena S. “ oder unserer Gudrun haben wir eher sehr wenig gehört in den letzten Monaten…..