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Verblendete Deutsche

Stell Dir vor, Du bist Hartz 4-Empfänger und wagst es, eine Lottoschein abzugeben. Die Betreiberin des Lottoladens guckt Dich von oben bis unten an, entdeckt das gelbe „H“ mit schrägem „4“ an Deinem Kik-Tshirt und verweigert Dir die Annahme. Dann stell Dir weiterhin vor, Du wärst Karl-Theodor zu Guttenberg. Angeblich immer noch der „mit Abstand beliebteste“ Politiker dieses ziemlich bescheuerten Landes und legst huldvoll mit Tränen in den Augen Deinen Lottoschein vor. Freudig begrüßt Dich die Annahmefrau, macht einen veritablen Hofknicks vor Dir und strahlt.

Kannst Du Dir nicht vorstellen? Dann lies mal hier, was so geschrieben wird über die „Lappalie“, den „kleinen Fehler“, „diesen Nonsens Doktorarbeit, den Titel braucht ein Genie nicht“:

Alfonsine schrieb: am 10. März 2011 um 19:16:19
Guttenberg
Meine Hochachtung an diesen Mann, der in jeder Situation Haltung bewies. Ich bedauere seinen SChritt und die vorangegange Demontage eines Weltmannes mit Stil und politischem Geschick. Alles Gute und viel Glück für die Zukunft und vielleicht eine erfolgreiche Wiederkehr.

Angeblich meint eine größere Mehrheit bei einer Umfrage des von BILD redaktionell befeuerten T-online: „In 3 Jahren ist ER wieder da“. Jawoll und dann wird durchregiert, daß die Schwarte knackt. Wer wissen möchte, wie die Politik dann aussieht braucht nur den wunderbaren Worten des bayerischen Minipräses aus dem garstigen Städtchen an der Donau oder dem neuen Bundesinnenminister mit dem leicht begrenzten, intellektuell am Main endenden Horizont zuzuhören.

Schafftste nicht? Du hast doch auch den schrägen AC/DC-Tönen der Bundeswehrband zugehört, als Karl-Theodor, diesem aufrechten Plagiator, der Zapfen gestrichen wurde. Ist Dir nicht aufgefallen, daß die künftige Second Lady, Stefferl aus Froanken, Karl-Theodors Platzhalterin im Kanzleramt, die Bundeskanzleuse eher von oben herab verabschiedete? So machen das Majestäten, die „einen kleinen Fehler“ gemacht haben. Mein Gott, kann ja mal in sieben Jahren harter Abschreibarbeit vorkommen, gell Stefferl? Einem mit gelbem „H“ und schräger „4“ am Revers würde man das nicht eine Sekunde lang durchgehen lassen. Wo kämen wir sonst in Deutschland hin?

Aus gewöhnlich völlig uninformierten Kreisen hört man, Elisabeth von Mohn habe sich für Bertelsmann die Rechte an Karl-Theodors Memoiren gesichert. 400 in nächtlicher Fleißarbeit eng kopierte kleine Karos. Und Stefferl schrieb den Titel „KT. Innocence in Danger“. Wird es auch als eBook für iPhone, iPad und als Fortsetzungsroman in den einzigen ernst zu nehmenden „rechten“ Pressseorganen BILD, BUNTE, FOCUS geben. Wer einen Jörg Kachelmann falsch anschuldigt und öffentlich demontiert, der bereitet auch KTzuG eine triumphale Wiederkehr.

Sarrazins Sohn lebt von Hartz 4?

Der Sohn von Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (66), Richard, lebt von Hartz IV und fühlt sich als Außenseiter. Seine Eltern sagten „eigentlich selten etwas Gutes über mein Leben“, sagte der 30-Jährige der Illustrierten BUNTE. „Ich bin für meinen Vater der Sündenbock, das schwarze Schaf der Familie.“ Derzeit arbeitet Richard Sarrazin, der eine Ausbildung als Bürokaufmann absolviert hatte, als Ein-Euro-Jobber als Garten- und Landschaftshelfer auf einem Friedhof. „Es ist eigentlich ganz gut, arbeitslos zu sein und nicht gebraucht zu werden, weil man dann sein Lebenstempo selbst bestimmen kann.“
Quelle: BUNTE

Huch? Bitte verbessert mich, die ihr über den von einem Kriminellen entworfenen Themenkomplex besser Bescheid wisst. Aber ist es nicht so, dass Eltern, so sie denn ausreichend Einkommen/Vermögen haben, zunächst einmal zur Sicherung des Lebensunterhaltes des Sohnes herangezogen werden? Oder gelten da die Gesetze wie im Falle des fränkischen Lügenbarons auch nicht?

Kann ja sein, das das bei der Deutschen liebstem „Wahrheitssager“ und „Zierde der Sozialdemokraten“ ähnlich ist wie Lügenbaron Gutti. Da gilt lediglich das eigenhändig vom bayerischen Kini damals verfasste Gesetzbuch „Heiliges Bayern“: „Alle Menschen sind gleich. Wir sind gleicher“. Aber Thilo wird das schon gecheckt haben, der Politchecker.