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(Gregor) Moss das denn sein?

Wie schon vor drei oder vier Wochen geahnt, scheint es jetzt Realität zu werden.

Erst wird Finke verboten nach Bielefeld zu „expandieren“ um ein „Kompetenzzentrum“ aufzubauen, jetzt weint Bielefeld, weil Porta und auch Brockmeyer (in der NW Version noch mit i, siehe Screen) sich Gütersloh als neue Residenz ausgesucht haben.

Warum solche Klagen immer erst NACH dem ersten offiziellen Spatenstich erfolgen, muss man anscheinend nicht verstehen. Kam ja auch alles ganz spontan und plötzlich. Auch wenn die NW es vorher schon bildlich festgehalten hat. Bis Neuigkeiten in Bielefeld ankommen, dauert es ja bekanntlich immer etwas länger (Bildungspaket, konjunktureller Aufschwung, Starbucks…). Wahrscheinlich hat textexter den Newsbollerwagen auf der B68 angehalten. Rausgewunken, wie es sonst nur die fleißigen Jungs vom Zoll immer machen. Anders kann man sich dieses Kaspertheater nicht erklären.

I’m walking down the street…

und bald auch den Platz dazu.

(Westfalen-Blatt Ausgabe Nr. 87 vom 13. April 2011)

Marthin Luther King Jr. sagte einst „I have a dream“ und dieses Lebensgefühl hat es nun in die Weltmetropole Bielefeld geschafft. Und zwar bis zu Gregor Moss, seines Zeichens Planungsdezernent der Stadt Bielefeld und der Revolutionär unter den Revolutionären.

Autofreier Jahnplatz – von der EU finanziert. Damit die Linie 5 nach Heepen oberirdisch laufen kann – mit modernster Niederflurtechnik. Super! Begründung u.a. „Der Kesselbrink muss eng an die City angeschlossen werden.“ Und weil Herr Moss bereits weiß, dass die Masse an Autos nicht mal eben umgeleitet werden kann, müssen auch nicht Alternativen gesucht werden, sondern viel mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Zum Glück gilt der Jahnplatz nicht als einer der Hauptverkehrsknotenpunkte. Die Busse fahren dann auch einfach woanders ab und der „zentrale Umstiegspunkt“ bleibt bitte wo erhalten? Da man unbedingt eine Linie 5 braucht und sie nicht unterirdisch führen kann, muss man also einfach mal spontan den Jahnplatz umbauen. Macht man am Besten jetzt schon, immerhin sind sich die Planer von Mobiel noch nicht einmal über den künftigen Streckenverlauf dieser Linie sicher.
Stehen wir also gemeinsam auf und machen einmal wieder den zweiten vor dem ersten Schritt. Immerhin ist Moss der Planungsdezernent für Bielefeld. Wenn er plant, dann richtig.