Schlagwort-Archiv: Goldbeck

„Versifftes Parkhaus Boulevard“

Die NW „testete“ ja kürzlich (26. November) in ihrer gewohnt liebediendenden Art Parkhäuser der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm. Die Parkfäche an Goldbecks Boulevard im neuen Bahnhofsviertel erhielt gute Noten. Eine Leserbriefschreiberin, Kerstin Grote aus Bielefeld, schildert dagegen heute, was wir alle wissen, die schon öfter die versifften Treppenhäuser und Aufzüge benutzen mußten. Und fragt, ob die NW-Tester das Parkhaus „per Strickleiter oder Seilwinde betreten haben“.

Nein, liebe Kerstin. Das ist Absicht. Das hat Stil. Der eine Boulevard hackt dem anderen keine Augen aus 🙂

Gummistiefel-Handy schließt rumänischen Goldbeck-Bau

Da kommt eine dpa-Meldung, die Grinsen läßt. Sie erinnern sich noch an die schofelige Schließung des Bochumer Nokia-Werkes durch den Konzern und die Ummelner Jubelschreie, weil unser IHK-Präses und Middelhoff-Fan den rumänischen Lohndrückerbau hochziehen durfte? Bitteschön: „Der kriselnde Handy-Weltmarktführer Nokia streicht 3500 Arbeitsplätze. Das vom Bielefelder Unternehmen Goldbeck gebaute Werk in Rumänien, in das 2008 unter scharfer Kritik die Handy-Produktion aus Bochum verlagert wurde, wird dichtgemacht. Allein damit fallen 2200 Jobs weg..“

Mitleid mit dem ehemaligen Gummistiefel-Erzeuger? Meinetwegen können sie die Finnen ganz weg tun. Seit damals ist hier kein Nokia-Handy mehr ins Haus gekommen.

Glitzerlust auf dem Ossidamm

Die architektonischen Mischungen in der glitzenden Metropole an der grünen Teutowaldlunge, der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm, sind schon grandios. Eben noch saugt sich der Blick an den Rundungen einer Teledingsbumsbutze rechterhand fest, da fängt schon jede Menge Ummelner Goldbeck-Glas am „Boulevard“ die Blicke der im Auto Vorbeihuschenden auf. Nur richtig spiegeln sie sich nicht. Es hat so einen Hauch gewollten Augenpulvers. Böse Zungen würden nun wieder sagen: „Funkelspiegelnde Boulevard-Parkplatzschirmung verhindert den Blick auf die provinzielle Armseligkeit des Bahnhofs- und Hauptpostensembles“. Pah. Da wäre dann aber noch keiner mit einer jener pfeilschnell, zu 220 % zuverlässigen BahnchefGrube-ICE´s auf der Bahnhoftrasse durch die Leineweberstadt gerüttelt gerollt. Hätte das mit prachtvollen Banhofsbauten über der Erde gesegnete Paris einen Bielefelder Hauptbahnhöfe im Baustil Preußens, sie wären drauf und dran, ihren „Gare d´Orsay“ umzubenennen in „Gare d`Leineweber“. Das hätte ja was.