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Herr Friedrich, wann lassen Sie Bücher verbrennen?

Bundesinnenmini Friedrich (CSU) aus dem so kleinstaatlich denkenden Flächenstaat tief unten im Süden hat mal wieder was im Mediengewitter der Taten von Norwegen gesagt. Blogger sollen, so der ungehobelte bajuwarische Klotz, „im Internet mit Klarnamen agieren“. Durch Abschaffung der Anonymität könne eine Radikalisierung eines Einzelnen wie in Norwegen nicht passieren.

Wes Geistes Kind ist der Mann? Oder andersrum: Welche Ansichten einer Mischpoke einer dunklen deutschen Zeit verpackt er neu? Solange deutsche Leopardpanzer und andere Waffen vor der Öffentlichkeit geheim gehalten verscherbelt werdem, sich Regierende nicht nur in Deutsch- lands ständig Tarnkappen aufsetzen, um die Bürger zu überwachen. So lange, lieber Herr Friedrich, können Sie uns …. Na Sie wissen schon: Goetz von Berlichingen. Falls Sie das im Ihnen so verhassten Internet nachschlagen müssen. Es ist große Literatur. Es ist Goethe. Aber das dürfte Ihnen doch ziemlich fremd sein.

Noch einmal. Ein „Herr“ Hitler hat nicht einmal ein Internet gehabt, um seine Ungeheuerlichkeiten einzufädeln. Tickts da oben? Hallo, wer da?

Das unerträgliche Geschwafel der Eisenherz-Frisur

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt in der Euro-Debatte die Deutschen in die Pflicht. Nachdem sie die südeuropäischen EU-Partner ermahnt hatte, mehr und länger zu arbeiten, fordert sie nun auch von ihren eigenen Landsleuten zusätzlichen Einsatz. „Die Bundeskanzlerin hat immer betont, dass alle in Europa Anstrengungen machen müssen, um leistungsfähiger, im globalen Maßstab wettbewerbsfähiger zu werden – auch wir in Deutschland“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert dem SPIEGEL.

Liebe Frau Merkel. Wir kennen eine Reihe von Leuten, die derzeit gewaltigen Anlauf nehmen, um ihnen mal zu zeigen, was Goetz von Berlichingen „in praxi“ heisst. Bringen Sie Ihre neue Prinz Eisenherz-Frisur (War da wirklich der Walz, Udo dran oder „homemade“ bei Prof. Sauer?) beizeiten in Sicherheit. Ach so, Sie lesen ja wenig, weil keine Zeit. Hier die Stelle:

„Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsch lecken …“ (Johann Wolfgang Goethe: „Götz von Berlichingen“)

Na Rainer, noch´n Schlückchen?

„Die Kanzlerin hat mehr Angst vor Wahlen, als vor Strahlen“: Genüßlich schlachtet die Opposition Rainer Brüderles Moratoriums-Äußerungen aus. Die Linke legt Angela Merkel sogar nahe, den FDP-Minister zu feuern. Die Union beteuert derweil, die Atomwende ehrlich zu meinen. Nun meldet sich der BDI zu Wort – mit einer eigenen Erklärung für den Fauxpas. Quelle: Süddeutsche Zeitung

CD-Fraktionschef Kauder, der Mann mit dem stets unehrlichen Mephisto-Gesichtszug bemüht sich im Völkischen Schattenregierungsblatt um Schadensbegrenzung: „Wir treffen notwendige Entscheidungen unabhängig von Wahlen“, sagte Kauder der Bild-Zeitung. „Auch die CDU in Baden-Württemberg wollte sofort nach dem Unglück eine Überprüfung aller AKW. Man konnte nicht einfach weitermachen.“

Grandios, diese seltsame Truppe um die seltsame Atomwendekanzlerin und „Wirtschaftsmninister“ Rainer Brüderle. Ein Fauxpas ist noch nicht einmal abgeschlossen, da steht schon der nächste in den Startlöchern. Mag aber auch sein, sie wollen sich kurz vor den Wahlen so geben, wie sie wirklich sind:

– Spinner
– Lügner
– Bescheisser
– Ahnungslose
– Schwafler
– Tändler
– Hehler

Avanti Dilletanti. Nur weiter so! Das passt doch zu Mephisto Kauder: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube …“ (Goethe, Faust).