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Das „mas integration“ ist voll!

Burnout tritt nun also auch bei Schiedsrichtern auf. Verwundern tut es nur deshalb, weil erst in heutiger Zeit. Sei`s drum.

Es gibt bei jedem die persönliche mentale (auch charakterbedingte) Grenze, mit wieviel und welcher Art Druck er zurechtkommt. Wo nun diese Grenzen sind, weiß man oft erst, wenn man diese überschritten hat.

Problematisch ist es vor allem insofern, da von Schiedsrichtern ja durchaus erwartet wird, daß sie auf die Spieler ein- und zugehen. Und bei einem arroganten Referee (Viertelfinale `98), der mit dem Druck wunderbar klarkommt, weil er eben gar nichts an sich ranläßt, wird das schwierig. Bis dann auch bei so einem die Bombe platzt.

Es kann doch eigentlich nicht schwer sein, den Schiedsrichtern mit allen technischen Errungenschaften in unserer Zeit unter die Arme zu greifen. Videos, Chips, mehr Linienrichter…Aber davon will ja niemand in Zürich oder Lyon etwas wissen. Nur weil man befürchtet, wenn man sich Zuschauerforderungen beugt, könnte man Autorität verlieren. Also spielen Blatter, Platini u.a. auf Zeit. Bis man sich dann endlich mal genehm ist, etwas zu unternehmen. Nach unzähligen Ereignissen, wo man bezweifelt, ob Sport wirklich das “mas integration” ist (Streiks und Verhaftungen in Südafrika, 2014 wird ähnlich sein).

Wo soll das noch hinführen? Niemand weiß es so richtig, doch einst ist sicher: Es muß sich etwas ändern.

Nun spekulieren sie über Rafatis „Motive“

Als sich seinerzeit der Hannoveraner Robert Enke vor den Zug eines unschuldigen Lokführers warf, zelebrierte die Nation Betroffenheit auf allen Kanälen. Als sich jetzt Referee Rafati die Pulsadern kurz vor einem Bundesligaspiel aufschnitt, startete die Betroffenheitswelle erneut. Wir werden uns an den Spekulationen, Mutmassungen, Wenn´s und Abers nicht beteiligen. Dafür haben wir ja die wundervollen investigativen Zeilenschinder und Mikrofonhalter. BILD wird uns dann schon in seiner unnachahmlichen, „gekauften Meinungen“ und der sonstigen Mixtur sagen, worum es bei dem Suizidversuch denn wirklich ging. Und das sollte jetzt erstmal reichen. Theo Zwanziger hatte ja schon alles gesagt, was er sagen wollte und verschwiegen, was der Mikrofonhalter so hartnäckig nachfragen wollte. Aber Hannover scheint im Fußball ein schwieriges Pflaster zu sein. Solange es im bezahlten Fußball nur noch um Sensationen, Kröten, angezündete Stadien und beschimpfte Schiedsrichter geht, hat das alles herzlich wenig mit Sport zu tun.

Hatten wir heute schon angemerkt, daß der Lügner, Betrüger, Abschreiber und politisch leistungslose Karl-T.zG schon wieder von seiner Mischpoke gefeiert wird?

Warum da im Bild „Ben Hur“ gezeigt wird? So weit sind wir nicht weg von den Dingen, Auswüchsen und Perversitäten, die Rom verschwinden ließen, guckt man sich manche Stadionszenen an. Man bräuchte die Fußballer doch nur in Gladiatorenklamotten stecken und den finalen Streckschuß im Strafraum einführen. Die breite Masse würde sediert jubeln bis zum Umfallen.

Eingepfercht unterm Bahnhof…..

Als die Matadoren der gedruckten Zeile im neuen 275qm-Newsroom wohl die Leserzuschriften zum Wahnsinnsderby der ARMinia gegen Prußen Münster sichteten und den Nachtritt zu diesem Fußballdrama veröffentlichten, muß das wohl durchgerutscht sein:

mifffy schrieb am 14.11.2011 06:11 Uhr
komisch das wir die hunderte von dsc fans die das tor eindrücken wollten so nicht hatten…objektivität…???
und das man uns unterm bahnhof eingepfercht hat, wo es einigen nicht gut ging, und die ausgänge zu waren, davon gibt s hier auch nix zu lesen…

Quelle: NW online

Tja, wenn man eigentlich „der Geschichtenerzähler der Region“ mit der wohl besten Redaktion Deutschlands werden will, dann schleust man schon mal in der Hoffnung auf Randale Reporter Prüssner in den Fan-Zug nach Münster oder legt sich tagelang auf ein Altstadtdach, um einen Brand auch ja im Auge zu behalten. Der Newsroom wird daraus schon was machen…

Das meinen die doch nicht Ernst?

Ernst Middendorp, sogenannter Jahrhunderttrainer der skandalumwobenen ARMinia ist mal wieder seinen Trainerjob in Südafrika los. Schon beginnt die Diskussion wieder, den Chardonney-Mann zurück auf die Alm zu holen.

Macht nur. Es ist egal, ob man in Fußballdeutschland noch ein wenig lauter lacht…….

Moral? Sowas Altmodisches

Die Medien sind heute voll von der seltsamen Moral dieser Regierung. Panzerdeal mit Saudi-Arabien. Thomas die Misere sagt: „Bürger, das geht Euch nichts an. Geheim“. Ägypten. Libyen und sonstwo hin. Die Frau aus Templin mit der Truppe Geschädigter hat offensichtlich Null Hemmungen, wenn es um Waffenlieferungen aus der Rüstungsschmiede der Welt geht.

Aus der geduckten schwarzen Fraktion im Rathaus, die so wortkarg ist, daß wir schon Zweifel hegen, ob sie überhaupt noch existent ist, ist ebenso wenig etwas zu hören wie vom gelben Freicorps. Moral braucht man ja auch nicht. Man kassiert, hält das Volk wissentlich blöd und was ein richtiger CDUler ist, der betet das locker im Beichtstuhl mit sex gemurmelten Rosenkränzen ab. Merke (l): „Wo CDU drauf steht hat das noch lange nichts mit christlich zu tun“.

Bleibt die Hoffung, daß Mutti mit den ungelenken Klatschehändchen nicht heute Abend bei den Damen gegen Frankreich im Mönchengladbacher Stadion hockt und wieder Begeisterungsanfälle im Joe-Cocker-Stil mimt.

Jahrzehntelang mitgemurkst

Der „Lotse“ ging von Bord. Jahrzehntelang hatte er in diversen wichtigen Gremien des kleinen Clubs von der grünen Alm mitgemurkst. Dann meinte er, unbedingt Präsident diese Clubs werden zu müssen. Er, der – obwohl Chef der Stadtwerke – ungestraft zu einem der wichtigsten roten Strippenzieher dieser seltsamen an Possen reichen Metropole an der reißenden Lutter gezählt werden darf. Er kneift jetzt den Arsch nicht mehr zusammen. Er läßt sich das „nicht mehr gefallen“. Er fühlt sich „hintergangen“. Er mag nicht mehr. Bäääääääääääääääää. Längst zeigen andere der ofenfrischen Stadt, wie das geht mit einem Erstligaverein. Mainz. Augsburg. Sinsheim. Freiburg.

Die wirklich Beschissenen sind die knapp zehntausend glühenden Anhänger der Schwarzblauen. Die treu und brav ihre Kohle auf die Alm schleppen. Jeden Humburg von Liga 1 bis jetzt 3 mitmachten. Immer in der Hoffnung, es werde mal besser. Die sogar die Kentschen Haupttribünenfürze umrahmt von Schalmeiengesängen billigten, die das versenkbare Schwick-Memorial („Begrabt mich einst im Mittelkreis der Alm“) bejubelten. Die auch in Liga 3 gegen Sandhausen wieder jubeln, hoffen und bangen. Die sogar in Liga 4 oder 5 bei Wind und Wetter da stehen würden, obwohl sie die Namen der Adidas-beschuhten Legionäre schon gar nicht mehr zählen oder gar nennen können.

Wo bleibt eigentlich der journalistisch sorgfältig recherchierte Hintergrund dieser Alt-Bielelefelder Männertragödie?

Magaths Werk und Rangnicks Beitrag

Clemens, der Billigstfleischhauer aus Rehda-W. nebenan und „Macher“ von Herne-West Schalke 04 hat sich in Moskau rumgedrückt und für den hochverschuldeten Verein noch ein paar GAZPROM-Millionen herausgebettelt. Da kommt es grad recht, daß man den DFB-Pokal mit 5:0 über die Rheinländer aus Meiderich Duisburg gewonnen hat. Hilfreich war auch das Sondertraining in Old Trafford bei ManU. Somit sind also Meister-und Pokalsiegertitel fest in Westfalenhand.

„Absoluter Wille zur Zweitklassigkeit fehlte“

Eigentlich sind die Vereinsfarben schwarz-weiß-blau, doch die Gesichter der Fans von Arminia Bielefeld waren seit dem Saisonbeginn meistens rot vor Zorn. Zornig auf Spieler, denen nicht nur das Talent, sondern auch der absolute Wille zur Zweitklassigkeit fehlte. Zornig auf ein Management, das einen unerfahrenen Trainer (Christian Ziege) verpflichtete, sich mit Kampfansagen zur Winterpause („Wir rocken die Rückrunde“) lächerlich machte und so zerstritten ist, dass es den Klub an den Rand des Ruins getrieben hat.

Das „Mindener Tageblatt“ liegt zwar in jener Stadt, die schon ganz oben im Norden von OWL die Warenströme von und aus Niedersachsen und die Schiffahrt auf der Weser kontroliert, aber ARMinia B… ist auch da ein Thema.

Insofern eine schöne Bemerkung , „wenn der absolute Wille zur Zweitklassigkeit fehlt“. Da hauen wir doch nach dem gestrigen Possenspiel, der von DFB/DFL erbettelten Millionenspritze und den neuesten Bemerkungen von Finanzgeschäftsführer „Schnitzl“ noch einen drauf:

ARMinia und die Stadt Bielefeld wünschen sich und der Region einen wunderbaren Aufenthalt und angesichts knapp 28 Mio. Miesen einen „würdevollen Neuanfang“ in der Drittklassigkeit. Das Führungsteam dafür haben sie ja schon in Liga 1 und 2 erprobt.

Auf gehts!