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Mit Ramazotti ein Fußballspiel schöntrinken

Die schönere und bessere Hälfte hatte beschlossen, sich das WM-Vorrundenspiel der deutschen Fußballerinen anzugucken. Sie, sonst gewöhnt an die strammen Waderln von Ballkünstlern wie Gomez, Klose oder Podolski, hatte eine Vorahnung und neben üblicher alkoholischer Kost noch eine Flasche Ramazotti besorgt. Jener Magentröster, der auch schlimmste Grottenkicks noch rosarot tüncht.

Aber auch das half nichts. Fast 50.000 im Frankfurter Stadion pfiffen am Ende. Eine völlig überforderte Schiedsrichterin pfiff auch ab und bereits in der Halbzeit hatte sich die Dame des Hauses in die erste REM-Phase verabschiedet. „Das tue ich mir nicht an“-murmelnd. Da nützte auch des ARD-Pausenmoderators mahnend-fragendes Wort „Ist Frauenfußball von den Medien zu sehr hochgejubelt worden?“ nichts. Grade das Fernsehen sorgt mit seinen ermüdenden Betrachtungen der Akteurinnenn, der Trainerin und der WM an sich für eine mediale Übersättigung.

Immer Ramazotti geht eben auch nicht.Ach so, der Kick der grünen Holzhackerinnen aus Nigeria gegen die weißen Adlerträgerinnen endete 1:0 für die deutschen Elfen.

Mädels. Bei den Männern kommt dann Korso! Üben:

Metropole im Gegenlicht

„Nichts los auf der Gass“ sagen die Hessen, wenn sie ein im Sonnenlicht dösendes Frankfurt meinen. Hier an der reissenden Lutter ist das auch nicht anders. Da kann man mal ziemlich staufrei durch die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm fahren und keiner staut einen. Am morgigen Samstag, wenn die finalen Ostereinkäufe getätigt werden, ist das sicher anders.

Enttäuschtes Westfalen-Blatt

Ein wenig Wehmut klingt da schon im sonntäglichen Anzeigen-und Beilagenableger des Westfalen-Blattes mit, wenn sie die „gewaltigen“ Zahlen der Teilnehmer an der „Pro Guttenberg“-Demo auflisten. 150 in Hamburg, 80 in der Bankenhochburg Frankfurt (wunderts?), 50 in Köln. Null in Bremen, Hannover, Leipzig und selbstverständlich auch in Bielefeld. Offensichtlich ist ja der angebliche Wunsch, den so dynamischen Junggauner zurück zu bekommen, sehr gering. Facebook-Fakes, BILD-Hypes und Forsa/Emnids vorgeblich „repräsentative Umfragen“ sind eben doch nicht Volkes Meinung.

Schließen wir also dieses unappetitliche Thema erst einmal ab mit der dringenden Bitte an die Staatsanwaltschaften des Freistaates Bayern, auch die seltsame Rolle der Uni Bayreuth und der „summa-cum-laude-Kommission“ nebst Spendenempfang zu untersuchen und nicht unter den berühmten Teppich des Vergessens zu kehren.

Schönen Sonntag noch! Und nicht vergessen. ARMinia spielt zur besten Mittagszeit beim Kentschclub, dem Pokalfinalisten MSV Duisburg. Noch-Chefübungsleiter Ewald Lienens sehnlichster und wahrscheinlich einziger Wunsch ist, „nicht mit einer Packung heimkehren“. Ob die Duisburger da Rücksicht drauf nehmen? Tippen wir mal ein 4:1 für den MSV.