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Always look on the bright side of Life, Elmar

Das hat der arme Elmar Brok nun wirklich nicht verdient, auch wenn er in seinem Leben manche Schuld auf sich geladen hat.

Man stelle sich vor, man wird 65 Jahre alt und möchte diesen Tag in aller Ruhe, gemeinsam mit seinen Lieben verbringen. Es muß ja nicht, wie bei den Grünen üblich, in Südafrika sein.

Also, sie sitzen gemütlich an der Kaffeetafel, Kinder und Enkelkinder lassen sie hochleben, da klingelt es unvermittelt an der Tür. Wer mag das sein? Sind doch schon alle da und der Pastor nervt auch erst ab 75. Der kleine Enkel, neugierig wie er ist, rennt zur Haustür und öffnet. „Hier steht ne komische alte, grell geschminkte Frau und ein paar merkwürdige Männer in dunklen Anzügen, die wollen gratulieren!“

Mühsam und verärgert über die Störung der schönen Feier, stehen sie von ihrem Platz auf und gehen zur Tür. „Oh, mein Gott!“ Draußen stehen Lisbeth Mohn mit ihrem Schosshündchen Hartmut Ostrowski, der gefühlte Oberhäuptling aller Europäer, Jean Claude Junker, „Kinder statt Inder“-Rüttgers, der Fleisch gewordene gelbe Pulli, Genscher und Atom-Röttgen. Hinter allen versteckt sich noch, der vor seinem aufgebrachten Volk auf der Flucht befindende und schon mal nach Asyl Ausschau haltende, georgische Staatspräsident Saakaschwili.

Was würden sie machen? Sicher doch: Die aufdringliche Alte und ihr Gesindel zurückdrängen, die Tür zuknallen, die Fensterläden schliessen und die Familie in einem, zu einem Schutzraum umgebauten Keller in Sicherheit bringen. Dort würden sie ein paar Tage verbringen, bis sicher ist, dass die apokalyptischen Reiter ein anders Opfer gefunden haben.

Diese Chance, mit einem blauen Auge Lisbeth und ihrer Bande zu entkommen, hatte der arme Elmar leider nicht. Er wurde in die Berliner Dependance der Bertelsmänner zitiert, („Los Elmar, auf geht’s. Lisbeth ist nach einem Foto und etwas PR!“) und da er ja auf der Gehaltsliste der Gütersloher steht, blieb ihm nichts anderes übrig, – er musste da hin.

Unter diesen Umständen möchte ich auf eine Gratulation zum Geburtstag verzichten und mit Monty Python zu trösten versuchen: “ Allways look on the bright side of life…“, lieber Elmar.

Die nächsten Aufreger

So so. Der nächste Aufreger im Pressesalat. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat also in Kumpanei mit der Bundesbank die Banken der europäischen Schuldenstaaten intensivst und freundlichst mit überaus günstigen Krediten subventioniert. Es soll sich um 338 Milliarden Euro handeln. Deutschland haftet für mehr als 90 Milliarden Euro. Bemerkt habe die Geldinfusion – und jetzt wird es richtig pikant – durch die Hintertür ausgerechnet Hans-Werner Sinn, der Chef des ifo-Institutes. Die Bundesbank habe den Kapitaltransfer mittlerweile indirekt eingeräumt. Ifo-Chef Sinn, der König der Talkrunden, entdeckt also was hintenrum und die Untergangspropheten stimmen in den Chor ein. Warten wir doch mal ab, ob die Bundesbank „ihre Glaubwürdigkeit vollends verloren hat und den Verbrauchern und Sparern eine Inflation mit steigenden Preisen und dem Wertverlust des Ersparten“ droht. Trüge der Prophet nicht den Namen „Sinn“ und säße nicht bald das fiskalische Schoßhündchen von Mecklenburg-Vorpommerns ganzem intellektuellem Stolz als Chefbundesbanker da, man könnte es sich zusammenreimen. So bleibt es nebulös.


Kriegt in der NW grad was auf die Ohren: CDU-Mann Elmar Brok

Dagegen erlebt jetzt mal unser „Freund“, die Speerspitze Bertelsmanns in Brüssel, der OWL-CDU-Kreisvorsitzende Elmar Brok, wie das so mit dem Staatsanwalt ist. Der will nämlich die Immunität des überaus kräftigen Mannes im Europaparlament aufheben lassen. Es ginge um eine Steuerschuld von ca. 2300 Euro, die laut Brok „längst bezahlt sei“. Siehste Elmar, die pöse, pöse Presse handelt wie im Falle Lügen-Guttis. Sie schreibt einfach darüber. „Normale“ Menschen ohne Immunität hätten Ratzfatz die Steuerfahnder im Haus und wären angeklagt. Bei Teflon-Ministern und Eurofightern muss man erstmal die Immunität aufheben. Was selten gelingt. Denn „Volkes Stimme“ schützt ja die Ehrenwerten. Allerdings mußten wir auch gestern wieder feststellen, das selbst als intelligent eingestufte Menschen der Meinung waren, die „BILD verfolge den armen Guttenberg“. Die BILD. Ha, das ist großes Kino!

Warten wirs ab.