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Unnütze Aufregung

Im Sonntagsanzeigenblatt des Westfalen-Blattes hagelt es heute Leserbriefe zum Thema „Dschungel“ auf RTL. Mal abgesehen von jeglicher Wertung der Kakerlaken-Freßshow wäre der Adressat jene Familie, die letztlich Inhaber der Prekariatssenderkette ist und – das ist pervers – eine gemein nützige Stiftung betreibt, die sich künstlich und per BILD hochgepeitscht über den „Werteverlust der Gesellschaft“ und die „Verblödung der Kinder“ aufgeigt. Den Dschungel kann man ausschalten, aber die Ergüsse der Stiftung werden in die Hirne der Deutschen getrommelt, sind Grundlage für erkaufte Umfragen und werden per BILD dann wieder als „Weisheit“ verkauft. Das ist wahres Pharisäertum.

Von Dschungel über Kairo bis BVB-Sturmlauf

Krasse Mischung auf der Titelseite der Sonntagsedition des Westfalen-Blattes. Die Skala reicht von „Fasziniert das RTL-Camp im Dschungel“? über „In Kairo geht die Angst um“ bis „BVB-Jubellauf“. So wie das Leben eben momentan so ist. Außer man sitzt im Dschungel. Da ist das anders. So, wie die Herrn über die Prekariatssenderschiene in der langweiliglangen Stadt nebenan mit G. das eben bestimmen. Wir dürfen gespannt sein, was die Beantworter der Sonntagsfrage schreiben, wenn es um Manipulation von Votings geht, hinhalten von Zuschauern oder ablästern über die Insassen? Was die so überheblich tuenden Neokonservativen aus der BertelsmannMohnSpringer usw- – Schiene da tun dient doch letztlich nur einem Ziel:

„Panem et circensis“

Sedierte Massen lehnen sich nicht auf. Die fressen, was man ihnen zur Gaudi vorsetzt. Denken die Damen und Herren der Prekariatssender- und Zeilen- schmiererei. Klappt nur nicht mehr so ganz. In Stuttgart gehen die soeben von einem gewissen Heiner G. – CDU-Mitglied -im Sinne der noch herrschenden Mappusjunta scheinbar Geschlichteten schon wieder auf die Straße wegen des unnötigen Hauptbahnhofs. Sowas aber auch. Undankbar diese Leute. In den Villen, die dann auf den bisher oberirdisch durchaus ihren Dienst für die schwäbsche Oisebahne erfüllenden Schinenen gebaut werden, haben sie ohnehin nichts zu suchen. Das begreifen sie sehr gut. Da kann der halslose Mappus noch so sehr nach Mutti Merkel kreischen und Forsa-Güllner die Union hochumfragen. Und in Tunesien, Ägypten, Jordanien usw. klappt das auch nicht mehr. Dumm gelaufen.

Bald wird abgerechnet im Ländle.

Oh, gibt es jetzt im Dschungel Mohnkuchen?


Allzu blauäugig sollte man den RTL-Krampf und den Konzern nicht sehen….

Würde man die zu Escada-Zeiten und auch heute noch unschuldig weiß gekleidete Dame an der Spitze des irgendwie immer mit „Gerüchlein“ behafteten B-Konzerns mit dem großen Stolz auf seine Prekariatssenderschiene RTL und insbesondere die arg lächerliche „Dschungel-Show“ mit dritt- bis viertklassigen Akteuren ansprechen, sie würde entrüstet die perfekt manikürten Hände heben und sich Kritik an einem ebenso menschenverachtenden wie verlogenen Format verbitten. Selbst würde sie sich niemals in diese Gesellschaft begeben. Natürlich nicht. Schließlich ist ja nicht sie „gescheitert“. Allerdings wissen nicht nur die Eingeweihten drüben im Straßendorf mit Namen G. schon ziemlich genau, um wen es sich da handelt. Plötzlich schließt sich der Kreis wieder und alles passt wunderbar zusammen. Idiotenfernsehen, eine gemein nützige Stiftung, akademische Mietmäuler, Politiker, und, und, und.

Es wächst eben nicht nur geistig zusammen, was zusammen gehört. Mehr kann man in diversen Büchern zum Thema lesen und in den Pressetickern:

Schlagabtausch zwischen Ex-Dschungelcamp-Bewohner Rainer Langhans und RTL: Der Alt-68er ist vom Zusammenschnitt der populären RTL-Show enttäuscht. „Ich habe jetzt mal in die ersten Sendungen reingeguckt, das ist natürlich abstrus, was sie (RTL) draus machen in meinen Augen“, sagte Langhans dem hessischen Radiosender FFH. Er war am Dienstag aus dem Dschungelcamp gewählt worden. RTL zeige nicht, was die Gruppe dort tatsächlich erlebt habe. Vielmehr zeige der Privatsender eine „billige Zoff-, Läster- und ich-weiß-nicht-was-Krawall-Show“.

Ob Rainer da reingegangen war, um hernach mal „auszupacken“? Oder brauchte er die 50.000 Euro dringend? Kann nicht sein. Denn statt Spülmaschine leckt er ja sein Geschirr sauber 🙂