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„Unerkannt demonstriert“

Tschuldigung, wenn wir dann doch mal die abgelichtete größte Gazette der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm zeigen und die „Gutti-Demo“ aufwärmen. Die NW hat nämlich herausgefunden, dass am Samstag „unerkannt“ für den Plagiator aus der fränkischen Provinz und „Besten Politiker Deutschlands“ am Jahnplatz demonstriert wurde. Soso. Unerkannt. Eine neue Art Demo. Machen wir jetzt jeden Tag. „Unerkannt“ werden wir für alles demonstrieren, was politisch nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Danach gehen wir mit unseren unsichtbaren Plakaten und Spruchbändern mit „ca. 13 Teilnehmern“ in die Niedernstraße und zeigen der Redaktion mal, was eine richtige „unerkannte Demo“ ist. Da werden die sich aber wundern. Wär doch gelacht, wenn Lug und Betrug nicht doch noch als unverzichtbare Politikereigenschaft anerkannt würden. Eigentlich auch klar, wenn die NW das Barbara-Franke-Bild mit Pixelgesichtern zeigt. Wer zeigt schon sein Gesicht, wenn er für den Freiherrn mit dem Plagiatsfaktor ist öffentlich.

Enttäuschtes Westfalen-Blatt

Ein wenig Wehmut klingt da schon im sonntäglichen Anzeigen-und Beilagenableger des Westfalen-Blattes mit, wenn sie die „gewaltigen“ Zahlen der Teilnehmer an der „Pro Guttenberg“-Demo auflisten. 150 in Hamburg, 80 in der Bankenhochburg Frankfurt (wunderts?), 50 in Köln. Null in Bremen, Hannover, Leipzig und selbstverständlich auch in Bielefeld. Offensichtlich ist ja der angebliche Wunsch, den so dynamischen Junggauner zurück zu bekommen, sehr gering. Facebook-Fakes, BILD-Hypes und Forsa/Emnids vorgeblich „repräsentative Umfragen“ sind eben doch nicht Volkes Meinung.

Schließen wir also dieses unappetitliche Thema erst einmal ab mit der dringenden Bitte an die Staatsanwaltschaften des Freistaates Bayern, auch die seltsame Rolle der Uni Bayreuth und der „summa-cum-laude-Kommission“ nebst Spendenempfang zu untersuchen und nicht unter den berühmten Teppich des Vergessens zu kehren.

Schönen Sonntag noch! Und nicht vergessen. ARMinia spielt zur besten Mittagszeit beim Kentschclub, dem Pokalfinalisten MSV Duisburg. Noch-Chefübungsleiter Ewald Lienens sehnlichster und wahrscheinlich einziger Wunsch ist, „nicht mit einer Packung heimkehren“. Ob die Duisburger da Rücksicht drauf nehmen? Tippen wir mal ein 4:1 für den MSV.

Auf der Suche nach der Demo

Eine wichtige Sendung war noch zur Hauptpost in der Nahary gegenüber Hans-Rudis Nissenhütte zu bringen. Parkplätze Mangelware. Ob sie sich im halbrunden Hüttchen gesammelt hatten, um „ihrem Gutti“ zu huldigen? Würde ja im Umfeld von „Narhallamarsch“ und anderem karnevalistischen Liedgut passen. War aber nicht. Na dann einfach mal eine Recherchetour durch die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm („Glitzermetropole“ hatte ja dem Zensor missfallen).

Jahnplatz. Nichts.

Im „Quelle“ (Gott hab sie selig) – Parkhaus mit der an einen Pop-Schinkel angelehnten Fassade voller Taubendreck geheime Versammlung? Nichts.

Die Augen tasten die herrliche Fassade ab, hinter der die „Arcaden“ ihren Dornröschenschlaf fristen. Nichts.

Vor der Fassade des wunderbaren Hauptbahnhofes, der schon so viele Verspätungen der Bahn ertragen musste und muss: Nichts.

Auf der Bahnhofstraße dann sahen wir die Menschenmassen Richtung Innenstadt. Keine Transparente. Nichts. Nur betretene Mienen. Zu diesem Zeitpunkt lag der beste Zweitligist Ostwestfalens, der SC Paderborn, bereits im Blechkasten der A33 mit 0:3 hinten. Ob sie doch noch der ARMinia in den Abstieg folgen wollen? Am Ende gab es eine 0:5-Klatsche gegen Cottbus.

Auf Spiegel-online dann die Schilder von ein paar geistig „Versprengten“, die ihrem Gottgleichen (Was heißt gleich. Er hat ihn glatt übergoogelt) Idol in Berlin, Guttenberg und ein paar anderen Städten huldigten. Offensichtlich überwogen aber die Spötter. Es ist eben beileibe nicht alles wahr, was da so Facebookt. Es gibt noch Hoffnung für für das Nicht-Guttisierte Deutschland. Gutti-Vater Enoch bemängelte „die Häme und Selbstgerechtigkeit“, mit der über seinen Sohn hergezogen worden sei. Tja Guttster, hättest Du Deinem Buben mal beigebracht, das man Showauftritte dann nicht glaubhaft hinlegen kann, wenn man meint, man müsse damit „fehlende Selbstgerechtigkeit, mangelnde Leistung und einen ergaunerten Doktortitel kaschieren“. Aber es waren ohnehin die linken, kommunistischen Hetzblätter wie FAZ, SZ und Spiegel, die das anfachten. Guttenberg liegt schon extrem weit hinterm Berg, wo nicht mal Fuchs und Hase hingehen, um „Gute Nacht“ zu sagen.

Demo für den Plagiator?


NW. Lokalseite 1

Da müssen wir uns wohl langsam um das Unrechtsbewusstsein eines Teils der Bevölkerung Gedanken machen, oder? Allerdings wirft ein Blick auf die „Unterstützer-Seiten“ auf Facebook doch ganz andere Fragen auf. Wann war die letzte Reise nach Pisa? Ist aber auch schlimm, was die „Linke Hetzpresse“ wie FAZ, SZ, Spiegel etc. da gemacht hat: Einfach Guttis Barbie Gedanken unter seinem Namen bei der Uni Bayreuth eingereicht, den Doktortitel „summa cum laude“ vorab schon mal beantragt, die PR-Show zu Kunduz mit Kerner arrangiert… macht man das? Schämt Euch! Wo der doch schon so viel für Bayern und Deutschland getan hat. Mit 13 schon politische Reden in Bierzelten geschwungen, einen Konzern mit 17 geführt, eine eigene Vermögensverwaltung mit 2 Angestellten geleitet. Am Timesquare gepost. Die Bundeswehr“reform“ versemmelt. Hat schon mal jemand über Facebook für wirklich wichtige Menschen demonstriert?

In diesem Zusammenhang ist sicher einmal interessant, anhand der Zahlen, die Facebook selbst veröffentlicht, das „Phänomen Facebook“ einzuordnen:

Umgesetzt auf die „Metropolregion OWL“ mit ihren über 2 Millionen Einwohnern bedeutet das: nicht einmal 10% der Bevölkerung nutzen das Soziale Netzwerk. Und allen zu 100% die Eigenschaft „Guttenberg-Unterstützer“ zuzuordnen wäre sicher ein abenteuerlicher Ansatz. Zumal der Facebook Gründer Marc Z. es mit Zahlen nicht immer so genau hat. So wird wohl der Gutti-Hype dort auch eher ein inszenierter Hype ohne großen Inhalt sein.

So relativiert sich der Hype um den „Freiherrn“ (nicht Baron) gewaltig und erklärt, warum er momentan keine Zeit hat, seine im wahrsten Sinne des Wortes „fabulöse“ Homepage zu aktualisieren. Der/die GhostwriterIn hat wohl andere Probleme.