Schlagwort-Archiv: Callcenter

Sicher nur ein vereinzeltes schwarzes Callcenter-Schaf :-)

Mit einer Razzia in mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen die betrügerische Call-Center-Szene vorgegangen. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz seien Firmen durchsucht worden, berichteten Polizei und Staats- anwaltschaft am heutigen Donnerstag in Krefeld.Bei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Foto: ArchivBei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Foto: ArchivBei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Drei Call-Center-Betreiber im Alter von 25, 30 und 43 Jahren landeten unter Betrugsverdacht in Untersuchungshaft.

Dutzende Mitarbeiter in den Call-Centern sollen auf Anweisung bevorzugt ältere Menschen mit Anrufen tyrannisiert, massiv bedroht und beschimpft haben. Allein aus einem Krefelder Call-Center wurden täglich tausende Bundesbürger angewählt, um ihnen Gewinnspielprodukte zu verkaufen. Die Masche sei dabei gewesen, den Angerufenen vorzugaukeln, sie hätten einen bestehenden Gewinnspielvertrag und ihnen großzügig die Kündigung dieses Vertrags anzubieten. Tatsächlich hätten die Opfer mit der vermeintlichen Kündigung den Vertrag erst abgeschlossen. Einzelne Opfer seien um bis zu 13 000 Euro gebracht worden. „Angehörige von Geschädigten haben uns mitgeteilt, dass sie nun verstehen, warum es von Oma und Opa keine Weihnachtsgeschenke mehr gegeben hat“, berichtete der Leiter der Ermittlungskommission „Call“, Jochen Fier.

Die kriminellen Gewinne aus den Call-Centern seien exorbitant und von den Verdächtigen für Immobilien, teure Autos und einen luxuriösen Lebenswandel ausgegeben worden. Die Ermittlungen gingen weiter. Die Call-Center-Mitarbeiter würden noch vernommen und Terabytes von Computerdaten ausgewertet. Die Polizei riet, bei dubiosen Anrufen sofort aufzulegen. Quelle: Frankfurter Neue Presse und dpa

Wie sagte doch noch grad der Starkleibige eines hiesigen Callcenters?

„Sowas könnte es bei uns niemals nie geben“. Eben. Weil niemand diese nette Branche braucht.

NW-Kritik an Güterslohs Gutmenschen?

Müssen wir Angst um NW-Redaktor Marius Giessmann haben? Immerhin hat er ja einen Tag nach diesem Blog jetzt in der größten Gazette der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm eben jenes unschöne Thema aufgegriffen, das die B.mann-Gutmenschen aus der langen, langweiligen Stadt nebenan mit G. davor derzeit im Teltow-Berlinischen 02-Callcenter inszenieren. Ausgerechnet die NW wagt es, die Kritik am Verhalten der Bertelsmann-Tochter arvato aufzugreifen? Sollte sich Marius G. dennoch in das bürgerlich-piefig-provinzielle Stadtkleinod nebenan wagen, er sollte sich gut tarnen. So wie Elisabeth Mohn damals zielsicher Thommy M. aussortierte, wird sie auch auf der elend langen Gütersloher Marius Giessmann erkennen und polizeilich rauswinken lassen. Es geht einfach nicht, ein Unternehmen zu kritisieren, dem die NW schon so viele Jubelarien gewidmet hat. Sicher wird er das demnächst mit einer knackigen Reportage aus dem „Thinkcenter“, der gemein nützigen Stiftung wieder wettmachen. Wenn sie eine weitere verlogene und verbogene Studie vorlegen, wonach die Umwidmung von Callcenter auf noch billiger Lohn hilft, Arbeitsplätze in Bangladesh zu erhalten. Oder so.

Neues in Sachen Callcenter

„Callcenter“. Kaum ein Thema wird in diesem Blog so oft und so intensiv betrachtet. Der Weltkonzern aus der langen Stadt mit G. vornedran hat sich jetzt per Tochter Arvato mal wieder in die Nesseln gesetzt. Die „Märkische Zeitung“ berichtet darüber:

Das dürfte sich in absehbarer Zeit ändern. Seit gestern gehört das Callcenter zum Medienkonzern Bertelsmann – ein klassischer Fall von Outsourcing. Und Arvato hat bereits angekündigt, dass nach einem Jahr die Gehälter um mindestens 20 Prozent sinken werden. Die Teltower Belegschaft hat die Ankündigung als Kampfansage aufgefasst. Jetzt probt sie den Aufstand.

Arvato hat gestern um Punkt 12 Uhr ein weitgehend leeres Callcenter übernommen. Von 193 O2-Angestellten haben rund 175 Widerspruch gegen die Betriebsübernahme eingelegt und sind daher nicht zu Arvato gewechselt. Nur ein Dutzend Wechselwilliger und rund 50 Zeitarbeiter meldeten sich gestern bei Arvato. Die 175 Rebellen wurden von O2 bis auf Weiteres freigestellt – sie beziehen ihr Gehalt bis zur Klärung der Angelegenheit.

Ob Lizchen schon mit einer Fuhre Mohnkuchen im Kofferraum des schweren Benz „menschlich“ unterwegs ist?