Schlagwort-Archiv: Bundeswehrreform

Heil und Sieg!

Es wird uns als Bundeswehrreform verkauft. Journalisten helfen mit aus der Bundeswehr eine verfassungswidrige, agressive Angriffsarmee zu machen, hier belegt am Beispiel der NW und ihrer Berlinkorrespondentin Alexadra Jacobson.

Lange hat man von der plan-und ahnungslos durchs politische Berlin irrlichternden NW-Korrespondentin Alexandra Jacobson nichts mehr gehört oder gelesen. Nun ist es allerdings nicht so, dass der Leser, der von seiner Tageszeitung das Liefern von Fakten erwartet, Artikel von Frau Jacobson vermissen würde, sind die doch zumeist völlig faktenfrei. Aber die Unterhaltung, das Bunte beginnt man doch mit der Zeit zu vermissen.
Zum Glück ist die Ikone des völlig sinnentleerten Journalismus zurück. Und wie: Besser denn je, weil dümmlicher als je zuvor. In ihrem Kommentar zur Bundeswehrreform „Die große Chance“ verdreht, verschleiert, manipuliert sie die Tatsachen, allein durch den gezielten Einsatz der bekannten Begriffe des Neusprech, dass man sich fragt, wieso eigentlich Friedrich Christian Delius den Büchnerpreis bekommen hat und nicht dieses Ausnahmetalent der Volksverdummung.

Ein paar Beispiele? Gern:
1. „Eine deutlich kleinere Armee soll international noch mehr Verantwortung übernehmen können.“ Will meinen:
Die Bundeswehr soll in die Lage versetzt werden, in noch mehr Einsätzen, weltweit, noch mehr Menschen umzubringen, noch mehr Frauen zu Witwen und noch mehr Kinder zu Waisen  zu machen, noch mehr Städte in Schutt und Asche zu legen und noch mehr fruchtbares Ackerland in Wüste zu verwandeln.

2. „Die Beschränkung auf die konventionelle Landesverteidigung ist Vergangenheit…“ Soll heissen:
Aus einer defensiv orientierten Armee, die dem einzig legitimem Grund zur Aufstellung von bewaffneten Kräften dient, nämlich der Verteidigung des eigenen Territoriums, und dem Schutz der Bevölkerung, wird eine ausschliesslich der Ausübung unmittelbaren Zwangs zum Durchsetzen eigener, deutscher Interessen gewidmete Angriffsarmee. Was kümmert da das Grundgesetz wo es in Artikel 87 a heißt: „Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.“

3. „… sich gemeinsam mit den Bündnispartnern für die Durchsetzung des Völkerrechts zu engagieren…“
Das ist allerdings an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Ist doch eigentlich kaum ein Einsatz der Bundeswehr ausserhalb Deutschlands bekannt, bei dem nicht durch die Bundesrepublik das Völkerrecht aufs gröbste verletzt wurde: Der Kosovokrieg mit der Bombadierung serbischer Städte. Der Angriffskrieg gegen Afghanistan. Der Irakkrieg, bei dem, nach höchstrichterlicher Entscheidung, die Bundesrepublik als Agressor anzusehen ist, durch die Übernahme von Aufgaben der US-Streitkräfte hier in Deutschland, die Bereitstellung von Flughäfen und anderer Infrastruktur. Die Beteiligung an der Blockade des Gazastreifens durch die Israelis und somit die Verantwortung für Hunger und Not der dortigen Bevölkerung.

4. „Aber es (also die so genannte Durchsetzung des Völkerrechts) ist selbst dann richtig, wenn keine ökonomischen Interessen berührt sind…“
Da gibt also zwei unterschiedlich zu wertende Gründe andere Staaten zu überfallen und sie ihrer Lebensgrundlagen zu berauben.
1. Der Raubzug aus wirtschaftlichen Interessen. So nach dem Motto: Es kann nicht sein , dass die Araber mit ihrem faulen Hintern auf unserem schönen Öl sitzen, obwohl sie gar nichts damit anzufangen wissen.
Und 2. das Töten tausender Unschuldiger, weil sie eine andere Art ihr Leben zu gestalten gewählt haben,  weil sie einer anderen Religion anhängen oder sich eine andere Staatsform gegeben haben. Zum Glück überschneiden sich in den allermeisten Fällen beide Gründe.

Gutti haut schon wieder auf die Kacke

Der beginnt mit einem Paukenschlag. Denn der Freiherr verzichtet auf seinen Doktortitel, die Prüfung der Universität Bayreuth wartet er gar nicht mehr ab. Zu erdrückend offenbar findet er nun selbst die Plagiatsvorwürfe. „Ich habe mich am Wochenende noch mal mit meiner Doktorarbeit beschäftigt und feststellen müssen, dass ich gravierende Fehler gemacht habe“, gesteht Guttenberg ein. Das seien Fehler, die den wissenschaftlichen Kodex nicht erfüllten. Er habe aber nicht bewusst getäuscht, versichert er. Quelle: Spiegel.online von heute

So, jetzt kommt „der neue Guttenberg“. Der angesichts der erdrückenden Belege seiner Plagiatorentums – unter den Abgeschriebenen auch der Bielefelder Juraprofessor Franz C. Mayer – sich hinstellt, den „Reumütigen“ spielt und dann auf die verbale Pauke haut. „Kampfansage an die Medien“. Muster: Franz Josef Strauß, Roland Koch, und ähnliche „Größen“. Wer sich immer noch wundert, warum das Image von Berufspoilitikern noch unterhalb von Zuhältern und Mafiosi rangiert, bekommt hier den neuesten Beweis. Und wie regiert die breite, doofe Masse des Wahlvolkes? Stellt sich hin, breitet die DOOF aus und steckt den leeren Kopf dahinter: „Ha. Ein Aufrechter. Ein Ehrlicher. Verzichtet sogar auf den Doktortitel. Den kann ich wählen“. Vor allem sein beginnender Rechtsdrall („Ich habe Sarrazins Buch gelesen und finde die Ansätze sehr interessant“. Eine neue „Deutsche Tea-Party“ mit tosendem Beifall?) gibt zu denken.

Der Grad seiner politischen und menschlichen Verkommenheit lässt sich aber bereits ablesen, wenn er laut Spiegel.online selbst den Tod dreier Bundeswehrsoldaten in Afghanistan instrumentalisiert für seine perversen Spielchen:

Es sei in der letzten Woche „mit Sondersendungen und allem Pipapo“ über seine Dissertation berichtet worden, gleichzeitig aber der Tod dreier Soldaten in Afghanistan zur „Randnotiz verkommen“.

Nein, dieser Mann mit dem Gelhelm hat wahrlich nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Das war so. Das ist so. Das wird immer so sein. Weil „die Medien“ vom Schlage BUNTE. BILD, Focus, RTL, SAT-Gruppe aus bestimmten Häusern leider die Lufthoheit in Sachen Volksdummheit haben, wird der Vogel bald wieder als „Hoffnungsträger und Lichtgestalt“ dastehen. Mal sehen, was er als Nächstes plagiiert. Seine Geburtsurkunde? Der Lebenlauf ist ja schon angepasst. Da wird aus einem läppischen kleinen Praktikum bei der „Welt“ eben flott ein „Freier Journalist“ und aus Praktika in Frankfurt und NY werden „Berufsstationen“.

Vielleicht möchte die Masse aber auch nur getäuscht und geblendet werden. Die daraus entstehende gärende Suppe solcher zwielichtigen Gestalten müssen wir aber leider mit auslöffeln. Siehe die bereits jetzt völlig verkorkste „Bundeswehrreform“.

Max Steinbeis analysiert auf seinem „Verfassungsblog“, warum sich bestimmte Schichten mit dem plagiierenden Freiherrn solidarisch erklären und nennt das den „Sarah-Palin-Effekt“. Ich glaube, der Bub aus dem Fränkischen ist zwar bauernschlau, aber wie der Umgang mit seiner eigenen Doktorarbeit und seine überaus schlappe Verteidigungsstrategie zeigt, letztlich nicht intelligent genug, diese Scharade durchzuziehen. Mutti Merkel wird ihn dann fallen lassen, wenn die Felle endgültig davon geschwommen sind. Was sich momentan ja schon klar abzeichnet. Es gab bekanntlich auch bei der letzten Bundestagswahl über 14%, die ihr Kreuz bei den hohlen Nieten der FDP gemacht haben und den zum Gespött degradierte Guido Westerwelle „Klasse“ fanden. Meist dauert es nicht lange, bis das Volk seine Fähnchen wieder woanders hin schwenkt.