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Wiedenbrück und Liz B.

Wow, Sie kennen Wiedenbrück nicht? Jener andere Teil der Doppelstadt hinter Gütersloh? Da kommt „unsere Elisabeth“ her. Dieses Örtchen hat ihren Blick geschärft, weil er von überall her an Kirchtümen, Fachwerk und Kleinstädtischem hängenblieb. Aber der kleine „große“ Reinhard M. nahm sie dann nach „wilden Jahren“ endlich zum Weibe, wohnte zwar bis zum Tode ohne sie auf Steinhagener Gemarkung, aber das Ziel war immer klar. Die Busenfreundin von Friede Springer und Angela „IM Erika“ Merkel sollte immer fortführen, was der kleine „große“ Mann so an krausen Gedanken rund um die gemein nützige Stiftung hatte. Das hat sie auch gemacht.

Jetzt wird sie am 21. Juni 70 und hat prompt wieder ein Buch schreiben lassen. „Schlüsselmomente – Erfahrungen eines engagierten Lebens“. Engagiert ist sie, ohne Zweifel. Und mit dem seltsamen Karl Lagerfeld hat sie ja auch ihren Fotografen gefunden. Einen Verlag brauchte sie nicht zu suchen. Den hat sie. Und der bringt immer die Elaborate der Leute aus der Nachbarstadt raus. Egal, wie man das findet.

Vielleicht können wir ja diesmal die Remittenden bei real,-, Aldi, Lidl & Co. auf den berühmten Tischen finden. Die wirklichen „Schlüssel-momente“ ihrs Lebens wird sie kaum hat beschreiben lassen. Wie hoch wird wohl der Vorschuss für Angela „IM Erikas“ Memoiren ausfallen? 2,3, 5 Mio.? Ein reich bebildeter Beiband, in dem Angela beschreibt, wie sie die, die begnadigte Physikerin, die „Atomwende“ fand, erfand und schaffte ist ja sicher schon in Vorbereitung. Titel „Schlüsselmomente. Mein Leben mit der Asse, Gorleben, Schäubles Geldkoffer und Kohls anonyme Spenden. Wie ich die ungeliebte Wende bewußt in der Sauna verschwitzte und dennoch die Freiheitsmedaille als größter Wendehals der Geschichte in den USA bekam“. Gossengoethe Franz-Josef Wagners schärfster Konkurrent von einseitig Einfachem, ein gewisser Kai D., hat sich schon anerbötig gezeigt, das Jahrhundertwerk zu schreiben. Katja Kessler, sein von der NW so verehrtes schreibendes Weib, wird dazu die weiblichen Anekdoten liefern. Der studierten Zahnmedizinerin ohne Praxis könnte ja die ehemalige Zahnartzthelferin zu Stuhle stehn. Siehe auch Wikipedia:

Zunächst begann Liz Mohn eine Ausbildung als Zahnarzthelferin. Später arbeitete sie als Telefonistin im Bertelsmann-Konzern, bevor sie eine der Geliebten Reinhard Mohns wurde. 1963 ging sie eine Scheinehe mit dem Bertelsmann-Kinderbuchlektor Joachim Scholz ein und wurde erst 1982 bis zu seinem Tod Mohns zweite Ehefrau[2]. Reinhard und Liz Mohn haben drei gemeinsame Kinder, die lange Zeit Herrn Scholz zugeschrieben wurden: Brigitte Mohn, Christoph Mohn und Andreas Mohn.

Die Würdigung durch die sonst doch seitenweise claquierende NW fiel allerdings etwas düftig aus. Da müssen wir noch was nachlegen, gell Herr Chefedaktor? Die „Kaiserin der Handy-Reparaturbetriebe“ gibt sicher eine Privataudienz, wenn Ihr Verlag die Schnittchen bezahlt..

Für Ihn wirds rote Rosen regnen…. Wo schreibt er ab?


Flötentöne vom Plagiatorl, frisch vergoldet

Mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet die Bundeswehr den Polit-Star und Ex-Minister Guttenberg. Parlamentspräsident Lammert und Bildungsministerin Schavan kommen nicht zu dem Zeremoniell. Guttenberg will sich nun der Reue und Buße widmen. Und ein Buch schreiben. Den naheliegenden Witz dazu macht er gleich selbst. Quelle: n-tv

Da brauchen wir aber jetzt nicht lange rumraten, wo der Plagiator das Buch abschreiben läßt. Er bräuchte ja nur „Felix Krull“ durch Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg ersetzen. Beispiel aus dieser Rezension des Mannschen Romans:

Titelheld Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg ist ein junger, gegeelter, fast androgyner Schönling von einigem Talent, der in seiner Kindheit dem schwelge- und verschwenderischen Leben seiner luxusgewöhnten und leicht lebensfremden Eltern beiwohnen darf, einer Sippschaft, die leicht zu täuschen ist und sich der verblendeten Oberflächlichkeit mit Haut und Haar hingibt. Schon früh lernt KT, seine fast schon chamäleonhaften schauspielerischen und figurwandlerischen Fähigkeiten zu vervollkommnen, täuscht perfekt Krankheiten vor, um sich vor der Schule zu drücken und später, nach dem konsequenten Zusammenbruch des väterlichen Schaumweingutes, epileptische Anfälle, um der Wehrpflicht zu entgehen – berühmt geworden durch Horst Buchholz‘ Darstellung in der ersten Verfilmung der satirischen Biographie.

Nun sollten wir die ehrenwerten künftigen Leser dieses Werkes, das Thilo Sarrazins Machwerk in die hinteren Ränge der Hitlisten („Deutschland Sucht Den Schreibstar“ verfilmt von RTL, in der Produktion von Elisabeth Mohn unter der Regie von Dieter Wedel) drücken wird, nicht länger auf die Schulter spannen. KTzG´s Buch basiert auf wahren Aussagen des Tagebuches von Stephanie zu Guttenberg, die auch das Script – wohl parallel zur angeblichen Verfassung der Doktorarbeit des Plagiators – lieferte. „Felix Krull“ hatte sie heimlich als 15 jähriges jungfräuliches Maderl unter der Fürst-zu-Bismarckschen Bettdecke im Lichte einer 3 Watt-Funzel mit hochroten Ohren gelesen. Von da an verließ sie der heimliche Wunsch, etwas ziemlich hoch zu stapeln, nie mehr. Erst waren es Fürstliche Sprudelkästen, auf denen sie heimlich balancierte, bis sie auf der damaligen Berliner Love-Parade die gegeelte Hochglanzausgabe des Felix Krull umschwänzelte: Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg.

Ob das mit der Loveparade-Romance bei Beats von 140 Dezibel und Berliner Weiße mit Waldmeister-Schuß wirklich stimmt, wissen wir nicht. Aber Gatten wurden sie schon.