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Volksvertreter treffen sich „heimlich“ und Bin Laden-Opa daddelt?

Man könnte ja lauthals lachen, wenn man liest, was der sonntägliche Anzeigen – und Beilagenträger des Westfalen-Blattes da so thematisiert. Und wenn man das US-Supervideo des Bin Laden – Darstellers vor dem Fernseher sieht, würde das Lachen noch lauter. Gab es in der pakistanischen Butze nicht angeblich kein Telegon und Internet? Gelingt leider nicht ganz, das Lachen, ziehen die USA doch ebenso eine schmierige Benebelungsshow ab wie die europäischen Finanz“akrobaten“, die sich „heinlich“ trafen. Heimlich? Hat das Volk kein Recht, zu erfahren, was da gemauschelt wird? Bezahlen tun es bekanntlich nicht die staatlich alimentierten Damen und Herren „Volksvertreter“ sondern wir, die wir ihnen weiche Sessel für ihre Kavalkaden an ausgemachter Dummheit ermöglichen. Na dann würgen wir die Muttertagssahnetorte mal wieder hoch.

Pure Sensationslust?


Sensationslust oder Cjronistenpflicht: NW-Videos online

Früher war es schon in den Zeitungsredaktionen Dauerthema: Was zeigt man im Bild. Was nicht?

Dann lernten die Bilder im Internet laufen und die hochgeladenen Videos kamen. Die Frage bleibt: Welchen sittlichen Nährwert, welchen „Unterhaltungswert“ oder welche „Chronistenpflicht“ haben solche bewegten Bilder? Reichen nicht die ewigen öden Bilder von zerquetschten Autos oder ist das Zeigen von Schrott, in dem 18/20-jährige starben, auch Chronistenpflicht?

Wer jetzt sagt, die USA „müssen“ das Bild vom zerschossenen Kopf Bin Ladens zeigen, hat aber jetzt auch ein Problem. Die Amis sind ja so geschamig 🙂 Wie will/soll man einen zerschossenen Kopf dem angeblichen oder ehemals wirklichen „Staatsfeind Nr. 1“ zuordnen? Wo doch noch nicht einmal – ausser ein paar „Geheimnisträgern“ – jemand wirklich weiß, wen sie da ins Meer gekippt seebeerdigt haben. Und warum das so schnell gehen musste….. Was hatte Bin Laden eigentlich mit dem Meer zu tun? War er Seefahrer?

Ein ordentliches Gericht, ein ordentliches Verfahren. In Den Haag. Von Experten beurteilte Beweise. Das wäre der Weg gewesen. Das wäre Rechtsstaat. Geht aber in den Staaten mit ihrer Cowboy, Panzerfahrer – und Drohnenfernsteuermentalität wohl heutzutage nicht mehr. Vielleicht, weil Dinge ans Licht kämen, die es auf ewig scheuen sollen?

Na siehste. Klappt doch

Klar, daß unsere Gazetten (hier die größere NW) boulevardesk mit dem aufmachen, was der schwarze US-Scheinheilige und die liebe CIA uns Unwissenden per TV-Bild als „Beweis“ liefern. Es beweist – ebenso wie die ganze ziemlich bekloppte Aktion im Vorfeld des nun allein schon aus Kostengründen (USA sind pleite) notwendigen schnellen und wegen der „erfüllten Mission“ Abzuges aus Afghanistan – nichts. Keine Leiche. Keine bewegten Bilder. Kein belastbarer DNA-Beweis. Keine Begutachtung durch Nichtamerikanische Pathologen und Forensiker. Nichts. Nur der Schleier des Märchens. Wie immer bei Obama. Aber wie man den „Freudentänzen“ aus den USA (und wohl auch hier) entnehmen kann, klappts. Hat aber auch schon im „Tausendjährigen Reich“ geklappt, als ein gewisser Goebbels dem Volk Stories von der „Vorsehung“ erzählte.

Zurück bleibt das absolut mulmige Gefühl, wie leicht sich die breite Masse letztlich manipulieren lässt. „Der Präsident hat es gesagt. Hier sind die Beweise“. Basta. Arme Welt. Kann aber demnächst sein, daß „Wikileaks“ ein paar andere HIntergründe anderen Zungenschlages veröffentlicht. Was dann? Ordnet Obama dann auch eine „Mission overkill“ auf Nicht-US-Gebiet an? „Frieden schaffen mit Waffen“ hatte der „Friedensnobelpreisträger“ ja schon vom Prompter abgelesen. Solange er nicht da ansetzt, wo es wirklich angebracht wäre (Bankster, Lebenmittelzocker, Ölpestler), glauben wir ihm mal lieber nur mit extremen Vorbehalten.

Nur glauben kann man dem schwarzen Wortzauberer weniger denn je. Man darf aber durchaus befürchten, bei nicht so glühender US-Verehrung durchaus per „schnellem US-Eliteeinsatz“ abgestraft zu werden. Das kann auch durchaus in der Senne passieren 🙂 Schließlich haben wir nach „erfüllter Mission“ wahrscheinlich erst wirkliche Terrorgefahr. So hält man den Militärladen chic am Köcheln.

Free Kachelmann 🙂

Des Ausgleichs wegen wollen wir dem Kommentar unseres lieben „Westfalen-Blattes“ auch Raum geben:

Über den Tod eines Menschen sollte man sich normalerweise nicht freuen. Wenn aber der meistgesuchte Terrorist der Welt, der für den Tod tausender unschuldiger Frauen, Kinder und Männer Verantwortung trägt, nicht mehr am Leben ist und von ihm persönlich kein Blutvergießen mehr ausgehen kann, darf das durchaus als eine sehr gute Nachricht bezeichnet werden. Man muss ja nicht gerade vor Begeisterung jubeln, wie es die Amerikaner aus ihren ganz eigenen Gründen aber verständlicherweise tun, doch wir dürfen uns freuen und erleichtert sein, dass der Massenmörder Osama Bin Laden weltweit kein Unheil mehr anrichten kann. Zwei Tage nach der glamourösen Traumhochzeit von Kate und William ist am frühen Morgen dieses historischen 2. Mai 2011 erneut eine Nachricht um die Welt gegangen, die uns bewegt hat, obwohl sie in ihrer Bedeutung nicht zu vergleichen ist. Und auch das aktuelle Ereignis wird in die Geschichte eingehen. Zehn Jahre nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September hatten wohl nur die Wenigsten damit gerechnet, dass Osama Bin Laden jemals gefasst oder getötet werden könnte. Vielleicht nicht einmal die Amerikaner selbst. Bin Laden ist weg, der Terror wird aber vermutlich weitergehen. Die Tötung ist ein Schlag gegen El-Kaida und ein Erfolg im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. El-Kaida ist an ihrer empfindlichsten Stelle getroffen worden. Das macht die Organsisation zwar schwächer, aber auch unberechenbarer. Dieser 2. Mai 2011 ist der bislang größte Erfolg für US-Präsident Barack Obama in seiner Amtszeit. Der Friedensnobelpreisträger hatte die Suche nach Osama Bin Laden bei seiner Amtsübernahme zur Chefsache erklärt. Das, was sich George W. Bush immer erträumt hatte und einmal sogar fälschlicherweise bekanntgab, ist nun dem Demokraten gelungen. Der geschwächte US-Präsident wird einen Platz in den Geschichtsbüchern sicher haben. Und sein Sieg bei der nächsten Präsidentschaftswahl im Herbst 2012 ist seit gestern wohl auch beschlossene Sache. Obama hat gut daran getan, DIE Sensationsnachricht des Tages mit großer Zurückhaltung bekannt zu geben. »Justice has been done« – der Gerechtigkeit wurde genüge getan – diese Worte werden ebenfalls in die Geschichte eingehen. Die USA haben diesen Tag verdient. Die ganze Welt hat diesen Tag verdient. Bin Laden ist Vergangenheit. Aber andere Terroristen, die nicht so sehr im weltweiten Fokus der Öffentlichkeit stehen, sind noch immer auf freiem Fuß. Dass die USA selbst zur Ikonisierung Bin Ladens beigetragen haben, weil sie viel zu lange ihren Kampf gegen den Terrorismus auf ein Duell mit dem El-Kaida-Anführer reduzierten, ist heute zweitrangig. Nun, da der Mann tot ist, schließt sich symbolhaft ein gewalttätiges Kapitel der Weltgeschichte. Wirklich enden wird die Geschichte aber auch diesmal nicht. Nach der Erleichterung folgt die Sorge. Die Sorge vor Vergeltungsschlägen. Am 11. September 2001, als die Flugzeuge unter anderem ins World Trade Center flogen, war die Welt plötzlich eine andere. Mit dem Tod Osama Bin Ladens könnte sich die Welt erneut ändern – hoffentlich hin zu einer friedlicheren Welt.

Kein Wort also davon, daß ein gewisser Merkel-Freund George W. Bush die Welt grinsend per „Beweisen vor der UN“ in den Irak-Krieg stürzte und nichts davon übrig blieb, was zuvor an „unumstößlichen Beweisen“ gezeigt wurde. Hunderttausende Tote stehen allerdings auf dem Konto dieses Mannes und seiner häßlichen Truppe. Obama macht da nahtlos weiter.

Jetzt brauchen sie aber ein neues Feindbild…


Screenshot aus: Spiegel.online

Soso. Kaum ist der Stern des Welthoffnungsträgers Barack Obama fast unter Null gesunken, finden die US-Invasoren also in Pakistan direkt neben Afghanistan den Herrn Laden nach fast zehn Jahren und killen ihn. Da wir nicht dabei waren, ist auch das – wie alles was von CIA & Co. kommt – durchaus mit Skepsis zu betrachten. Fast 10 Jahre angebliche Suche mit der gewaltigsten Kriegsmaschine, die es auf dieser Erde gibt. Mit Satellitenüberwachung, deutschen Brunnenbohrern am Hindukusch und zehntausenden unschuldigen Opfern.

Alles wird jetzt gut. Danke, liebe USA.

Nachtrag aus Spiegel.online: Eine Spezialeinheit hat Terrorchef Osama Bin Laden in einem Gebäudekomplex in Pakistan getötet – fast zehn Jahre lang fahndeten die USA nach dem Qaida-Führer. Wie geht es jetzt weiter? Verfolgen Sie die Reaktionen im Liveticker. Und da steht dann, sie hätten ihn „bereits im Meer versenkt“.

Entschuldigung, ich muß grade sehr laut lachen. Das ist der Gag. Eine sich als Weltpolizei aufspielende „ehrliche, demokratische, bis an die Zähne jedes Einzelnen bewaffnete“ Nation, die jeden Furz in Cinemascope, Superbreitwand und von den diversen „TalkmasterInnen“ kommentiert veröffentlicht, versenkt ihren „schlimmsten Feind“ stante pede im Meer????????? Herr Obama, hören Sie einfach einmal auf, Märchen zu erzählen und geben Sie den Friedensnobelpreis zurück. Verdient haben Sie ihn ohnehin nicht.