Schlagwort-Archiv: Bielefeld

Willkommen in (Baustellen-)Schilda

Bei meinem allmorgendlichen Helikopterrundflug sprang mir doch direkt diese übersichtliche „Kreuzung“ vor die Kameralinse.

Hier ein (zwei, drei!) Sackgassenschild(er), da ein Halteverbotsschild, eine 30er Zone, an die Laterne noch gleich ein Fußgänger/Radfahrerschild, ein umgeknickter Wegweiser, ein umgefallenes Parkhinweisschild, da noch ein Baustellenschild und dann hätten wir es doch schon. Ach, wenn noch jemand Zeit hat, die weißen Markierungen verblassen auch schon wieder. Einfach mal etwas Koks mit Puderzucker und Wasser mischen und schon kann eine neue Schicht aufgetragen werden, Kokain hat ja jetzt schließlich wieder die alten Preise erreicht:

http://www.der-postillon.com/2011/05/preise-fur-koks-und-nutten-wieder-auf.html

 

Ausstellungseröffnung: Umkehrung eines Grabens in einen Rücken

Martin Schepers (Berlin)
05. – 27.08.2011
Eröffnung:    Freitag, 05.08.2011 um 20 Uhr

Noch vor ein paar Jahren wäre ich versucht gewesen, die Werke von Martin
Schepers mit Gefühlen, Gedanken und Stimmungen in Verbindung zu bringen,
hätte wahrscheinlich von beharrlichem Anachronismus gesprochen.  Erst durch die
geologischen Bilder und Zeichnungen, die im Laufe der letzten 10 Monate
entstanden sind, habe ich verstanden, dass es darum bei Martin Schepers gar
nicht geht. All’ diese romantischen Themen, die ich gefunden hatte, stehen gar
nicht im Vordergrund, sind Ingredenzien und Unterhaltsamkeiten, die den Kampf
im Atelier nur anheizen, niemals aber abgebildet werden. Denn Martin Schepers
ist nicht der Protagonist seiner Bilder, sondern hält sich am Rand, in einer
Beobachterposition zurück, wissbegierig nicht der eigenen Bestätigung harrend,
sondern darauf, wie sich die Farbe, die Leinwand, die Fotografien von
Expeditionen, die visuellen Geschöpfe aus Schullehrbüchern und Bibliotheken ihm
erklären. Es ist ein forschender Blick, nicht mit naturwissenschaftlicher
Kategorisierungswut, eher mit infantilem Auseinandernehmen-Wollen,
Ergründen-Wollen, in den Erdschichten-Herumspielen-Wollen.

Ein seltsamer Dialog zwischen Erdschichten und einem Menschen, der in Berlin
2011 in seinem Atelier sitzt, einer ehemaligen Kindertagesstätte, also auch einer
Ablagerung.

Die Suche zielt nicht darauf herauszufinden, wie ein/sein „ich“ darin vorkommt,
sondern ob das „ich“ darin auch ja nicht vorkommt. Der Künstler in der Rolle des
Kronzeugen, der vom Ereignis berichten will. Schepers hat einmal im Traum das
„Ungewollt Utopische“ gesucht, in seinen Bildern geht es genau darum,
„ungewollt“, absichtslos und zwecklos, die banalsten Ereignisse passieren zu
lassen. „Wie sieht die Welt wohl ohne mich aus? Wie sah die Welt ohne mich
aus? Was habe ich von der Welt gesehen, dass größer ist als ich? Mehr weiß als
ich, stärker ist als ich, mich gar nicht braucht?“

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Da staunt Lieschen Lustig aus Jürmke

Um fünf vor Neun, wenn Lieschen Lustig ihre Brötkes heimschleppt, steht das Schild an der Straße vor einer Spasskassenfiliale der Metropole noch nicht. Aber dann, wenn Lieschen Lustig mitn Hund geht, dann ist das Schild draussen: „Tagesgeld 1,5 %“. Das Komma ist ganz klein geraten. Tausende von Autofahrern stoppen abrupt, sehen die rote Schrift der Spasskasse. Lange Schlangen bilden sich. Die Spasskässler lachen sich schief. Wieder hatten sie ein paar Scherzkekse zu viel gefuttert zum Frühstück. Nach dem Coup, der kleinen ARMinia die Schulden zu strecken, einem Kino mit dem sie nichts anfangen können und anderen Narreteien jetzt:

„1,5% Tagesgeld“. Hurra. WestLB lässt grüßen. Jetzt kobern sie schon für Minizins.

Drittligist trotzt Premier League-Team

Donna Lüttchen, die ja das Gras wachsen und die Flöhe auf der Alm husten hört, dachte sich: „Guckste mal nach England, ob die überhaupt ein Wort über den Kick heute in der S…. Arena verlieren. Hamse. Sogar eine Lifeschalte zu ihrer Zeit in „die Schuco“ hatten sie.

Da staunte Donna Lüttchen. Wie aufgeweckt andere Städte sind. Der stolze Drittligist hatte sowas nicht.

1:1 gings aus. Was nicht unbedingt was sagt. Schließlich hatte OB Pit rührselig das abgetretene Präsidium mit Parteikumpel Stadtwerke-Wolferl im Rathaus, um zu „danken“.

Donna Lüttchen fragt mal wieder, stutzig wie immer, wofür?

Wie, haben die ne Filiale?

So, die größte Stadt zwischen Hannover und

eröffnete heute Am Stadtholz Architekt Stopfels (Ja, der wunderbare Mann, dem die verkorkste Haupttribüne der ARMinia zusammen mit R. Kentsch einfiel) sein Denkwerk,< , Stilwerk, Lenkwerk.

Dabei dachten wir schon, dieses im Versmolder Outback befindliche Areal sei eine Filiale davon.

Also ein Teil der ehemaligen Industriebrache Luftwaffenausrüstungsamt Am Stadtholz (Richmond-Kaserne). Künftig gucken also rechts aus den Amts-Gebäuden Migrantenanwärter und Asylbewerber auf die Harley Davidsons, alten und halbalten Autos und die Büros von Steuerberatern, Versicherungsmaklern, Eventlern, städtischen Archäologen. Wir haben ja schon eine ganze Menge von Automuseen gesehen, aber der Sinn dieses Motorradladens mit Autoausstellung in Glasgaragen entschließt sich uns nicht wirklich. Vielleicht sind wir aber auch zu dumm dafür. Oder begreifen nicht, warum die Spasskasse da Millionen geben wollte. (Stadtumbau heißt das Zauberwort). Für ein Café auf dem Kesselbrink ist kein Geld da. Sagt die Stadt. Sie sollten alte Autos dazustellen. Versmold hat jede Menge davon.

Detmolder „gefährliche Straße“?

Irgendwo im Autoradio auf WDR ging die Rede von „Die neue Detmolder ist gefährlich“. Es habe schon soundsoviele Unfälle gegeben. Kann doch nicht sein. Was so viele Millionen gekostet hat und von den dicksten Hirnen der Metropole erdacht, gedacht und mit Hilfe des Landes dann durchgezogen wurde, kann nicht gefährlich sein. Der TÜV findet auch diese komischen flachen Rennquads, die fahren, wie sie Lust haben, nicht gefährlich. Dieser Laden hier unweit der englischen Kasernen an der Detmolder verkloppt sie sogar.

Alles eine Sache der Sicht. Wenn sie mit 70 Sachen unter einen Laster geraten, werden sie ziemlich platt aussehen. Wo der TÜV sonst „166,66% -tig ist“. Sagt der TÜV.

Stadt sagt was zur Weser-Lutter-Problematik

Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

In den letzten Tagen wurden verschiedene Pressemitteilungen und Meinungen zur Sanierung der verrohrten Weser-Lutter mit möglichen technischen Sanierungsverfahren und deren Folgen veröffentlicht. Dazu erklärt Dorothea Brinkmann, Vorsitzende des Betriebsausschusses Umweltbetrieb und zugleich Vorsitzende der Interfraktionellen Arbeitsgruppe „AG Sanierung Weser-Lutter“:

„Der Rat hat im November 2010 die Notwendigkeit der Sanierung zur Kenntnis genommen und Mittel für den 1. Bauabschnitt von der Teuto- burger Straße bis zum Stauteich I bewilligt. Gleichzeitig wurde die Teil-Offenlegung der Lutter in diesem Bereich begrüßt. Die vom Rat eingerichtete fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe „AG Sanierung Weser-Lutter“ hat sich bereits vor Ort in einem Gang durch den unter-irdischen Kanal selbst ein Bild von der Schadenslage gemacht. Der AG ist es in diesem Zusammenhang sehr wichtig, dass gerade bei einem so umfangreichen Sanierungsvorhaben eine solide Planung inkl. der Prüfung von Alternativen erfolgt. Deshalb hat sie ein Plausibilitäts-Gutachten beschlossen, in dem die hydraulischen Berechnungen der Verwaltung wie auch die vom Verein „Pro Lutter“ vorgelegten Überlegungen nochmals von externen Fachleuten geprüft werden sollen.

Dieses Gutachten ist inzwischen beauftragt worden und soll voraussichtlich im September 2011 vorliegen. Die AG wird sich mit den Ergebnissen intensiv befassen. Selbstverständlich soll dann auch die Öffentlichkeit beteiligt werden. Der genaue Termin für eine umfassende Informationsveranstaltung für die Anlieger und Anliegerinnen, aber auch die interessierte Öffentlichkeit, wird anberaumt, sobald klar ist, wann belastbare Ergebnisse vorliegen.

Der gesamten AG ist es insofern ein Anliegen, deutlich zu machen:

– Es wurde bisher keinerlei Vorentscheidung getroffen, welches Sanierungskonzept umzusetzen ist.

– Es sollen zunächst alle Arbeitsaufträge abgearbeitet werden, damit alle Fakten und möglichen Alternativen vorliegen.

– Sobald die noch fehlenden Ergebnisse, insbesondere das Plausibilitätsgutachten, vorliegen, sollen Anliegerinnen und Anlieger sowie die Öffentlichkeit informiert und einbezogen werden. Dies wird ausdrücklich geschehen, bevor Entscheidungen zur konkreten Umsetzung der Sanierung erfolgen.

Einstimmige Haltung der AG ist zudem, dass der dort vorhandene Baumbestand, vor allem die schöne Platanenallee, eine sehr hohe Bedeutung hat. Insofern ist es auch der Wunsch der AG, dass die Bäume nach Möglichkeit erhalten bleiben.“

Siehste, das Oberkommando der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm kneift nicht. Sie gehen auch in unterirdische kanäle. Ob da eikn bißchen „Wutbürger“ schon was in Gang gesetzt hat in nden Hirnchen an der Niedernstraße?

Quality

made in Germany:

(längere Texte sind bei mir momentan nur in Klausuren, Hausarbeiten, Essays, Exzerpten, Textzusammenfassungen usw. erhältlich. Und die Eingewöhnung in der Kita bringt auch nicht unbedingt mehr Zeit und weniger Stress mit sich – sorry.)

 

Nachtrag: Das Bild ist schon sowas von alt: Mittlerweile gibt es noch eine Spur weniger auf dem OWD, dafür eine geteerte Spur mehr, die die auf dem Bild links noch sandig ist.

Stadtleitung: Zu tief ins Glas geblickt?

Es muß zu jener Zeit gewesen sein, als die Detmolder Bezirksregierung noch nicht die Hand auf dem Etatdeckel der Metropole hatte und die kleinen Gütersloher noch nicht gewagt hätten, Bielefeld mit einem angeblich gigantischen Möbelhaus alle Möbelkäufer der Republik abspenstig zu machen. Sie sassen beisammen. Die Gläser klangen. Ein ehemaliger Oberbürgermeister hatte die tragende Idee: „Lasst uns alle Straßen aufreissen. Die Bozi, den Ostwestfalendamm. Lasst uns Plätze umgraben wie den Kesselbrink. Lasst uns die Autofahrer auf Autobahnen und Dämmen anblitzen, bis sie die Stadt meiden“.

Sie blickten nochmals. Der Prosecco, den sie nun aus Solidarität mit Italiens Pleitiers kippten, benebelte den Blick. Da setzten sie noch eins drauf. Das „Konzept Sparrenburg“ für den Steinhaufen da oben war geboren. Groß, gewaltig, weltbedeutend. Dagegen waren Schlösser wie Versailles unbedeutender Fliegenschiß der Geschichte. Der einzige Slogan, der die Jahrhunderte überdauert hat, ist endlich wahr geworden: „Bielefeld. Die freundliche Baustelle am Teutoburger Wald“.

Jetzt ist die Zeit gekommen, die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm ganz großflächig zu umfahren. Die Oberen der Metropole haben wahr gemacht, was sie damals erträumt hatten: Der großflächigste Aufriß, der geht. Autofahrer dieser Republik, sucht Euch eine andere Stadt, wenn Ihr Autofahren wollt 🙂

(Wir haben die Geschehnisse damals und neulich extra mal nachgestellt und abgelichtet)

Diskussionen, Diskussionen und Erfreuliches

Im Rat der ehrenwerten Stadt, immerhin die größte zwischen Hannover und Hamm, wird wild diskutiert. Hat in den 12,4 – Umbaumillionen für den Kesselbrink ein Café-Pavillon drin zu sein? Oder darf das die Stadt – wie Oberbaumeister Gregor the Moss sagt, gar nicht bauen und als Investor auftreten? Irgendwie hat das wohl was mit Informationspolitik zu tun. Oder haben die Gazetten nicht genügend nachgefasst?

Das könnten sie ja jetzt bei Hans-Rudi H. tun, der uns bis 2014 erhalten bleibt. Freuen wir uns auf weitere „Leineweber“, „Carnivale“, „Nachtansichten“, „Geniale“ und „La Stradas“. Alles bewährt. Alles bekannt. In die Kiste greifen, etwas frischen Eigenrauch drüber und die Stadtbelustigung ist fertig. Gut, daß jetzt wenigstens der Herr Meschede die Kunsthalle leitet und zu Beginn seiner Tätigkeit mal schnell die alten Schätze aus dem Depot geholt hat und sie den Staunenden zeigt. Wie stehts eigentlich um das Café Schäfer? Läßt der neue Chef noch Wasser abstellen wie einst Kellein?

Eine 100 Jahre alte Platanenallee soll an der Ravensberger Straße nahe der Hammer Mühle weg. Der Kanalsanierungswahnsinn – Private Hausbesitzer können über das Schwachsinnsthema aus Brüssel und die besonders grün angehauchte Willfährigkeit in NRW davon ein Liedchen trällern – läßt grüßen.

Der Herr Kentsch, dem die Alm eine unterbesetzt-überdimensionierte neue Haupttribüne und das R.S.-Memorial – am Mittelkreis ausfahrbar – verdanken, hat nun endgültig vor Gericht verloren. Statt geforderter 16.000 gibts noch knapp über 2000. Der windschnittige Bursche hatte nämlich bereits beim MSV Duisburg als Zahlenverweser angeheuert.

Was sonst noch los ist in der kleinen großen Hauptstadt der Barmherzigkeit? Pffffffffffffffffft. Lest doch NW und Westfalen-Blatt. Die bringen das ausführlichst in allen Schattierungen. Ein paar umgekippte oder eingedellte Auto sind natürlich auch dabei. Und gibt es sonst nichts mehr auf der Welt. Es bleibt der Pudding Bielefeld.

Lena passt auf Otto auf

Neulich fragte jemand, wo denn der Otto hin sei, der immer vorm Rats stand. Jetzt weiß ich die Antwort: Unsere Lena passt auf ihn auf. Man hat ihn rechts vom Noch(Handwerkskammersitz) unter die Buchen gepflanzt. Ob Otto (von Bismarck) da jetzt bleibt und weiter auf diese herrliche Stadt schaut? Wenn Lena an den Hauptbahnhof zieht, könnte der Otto doch mitziehen. Mit Blick auf das Hauptquartier der Stadtwerke…..

facebook-Party abgesagt. Hier der wohl wirkliche Grund

Die besagte facebook-Party, um die es in der Metropole seit ein paar Tagen geht, ist abgesagt. Ganz böse Zungen- aber sowas von ganz bös – behaupten, es habe mit dem neuen Luxusbollerwagen von OBPit (wo ist er eigentlich? ) zu tun, weil man absichtlich vergessen habe, grüne Rallyestreifen am Verdeck aufzubringen. In der Pressemitteilung der Stadt steht das natürlich nicht:

In einem abschließenden Beratungsgespräch zwischen den Veranstaltern der Facebook-Party und verschiedenen Dienststellen der Stadtver-waltung Bielefeld und der Polizei, teilten die Veranstalter mit, dass sie die geplante Facebook-Party absagen. Die Veranstalter sahen ein, dass ein erfolgreiches, notwendiges Sicherheitskonzept nicht in kurzer Zeit zu erstellen ist. Weiterhin wollen die Veranstalter durch geeignete Maßnahmen alles unternehmen, um die potentiellen Besucherinnen und Besucher von der Absage zu informieren. Polizei und beteiligte Dienststellen der Stadtverwaltung werden sich trotz der Absage auf eventuell erforderliche Einsätze vorbereiten.

„Bitte mach ein Foto“

Das Fenster im Erdgeschoß des Rats stand auf. Eine blonde Lehrkraft dozierte über die 6. Gleichung mit zwei Unbekannten. Das Äffchen stand am offenen Fenster. „Fotografier mich. Bitte“. Er hatte die Profikamera gesehen. Na gut, Schlingel. Aber nicht der Studienrätin sagen….

… der Dachdecker hoch oben auf dem angekokelten „Lehners“ feixte sich eins…

… und pfiff einer UPSse hinterher. Werden chicer, seit sie auch weibliche Zustellerinnen haben. Aber dieses kackbraun. Ist das wirklich gut?

Was diese Damen auf dem Alten Markt nun nicht wirklich interessiert. Eine hatte sich einen SØR geleistet und auf unserem Rückweg standen sie immer noch. Nur die Tasche war abgestellt und die Frage hing in der Luft: „SIR?“ Der vorbeimarschierende altgediente Ehemann schaute mißbillgend, als sie wohl antwortete: „Na, einen richtigen Kerl bei SØR“.

Die gigantische Stadt liegt übrigens jetzt nicht mehr an der Lutter sondern an der SALE. Beim Mitternachtsshoppen am Samstag und den kochenden „Fünf“, die nach dem Ausstieg von Waterbör-Wulle nur noch „Vier“ sind, aber „Fünf“ heißen, soll wohl viel Kaufe abgegriffen werden.

Direkt hinterm wie immer sprachlosen Leineweber stehen sie, die „Fünf“ und kochen auf.

Nach 33 Jahren im Outback

Die elend lange Straße, an deren Ende man dann das Krimilastige Münster mit St. Lamberti hat, heißt Warendorfer. An der liegt auch das liebliche Beelen. Mitten in der Provinz. 33 Jahre hielt es die „Medium Werbeagentur“ in ihr aus. Jetzt sperrt sie da die Tore zu und in den ersten Tagen dieses Julei in der Puddingstadt wieder auf. Das „Werbe-New York“, die kreative Schaffenshochburg unter der Sparrenburg, kriegt also „kreativen“ Zuwachs. Da werden die alten Platzhirsche von JK bis sonstwie aber zittern 🙂

Tip: Zum Frühstück erstmal einen „Dicken Dickmann“ verspeisen, dann mit „Herrlichem Herforder“ nachspülen.

30 Jahre „Dallas“

Viele BielefelderInnen schwammen noch nichtsahnend im Lutter-Kolk. Angela Merkel war hinter der Mauer noch ahnungslose Physikerin. Die heutige EU war noch EWG. Mit Ronald Reagan gab es einen ausgesprochenen Hardliner als US-Präsidenten. Der „NATO-Doppelbeschluß“ als Machtdemonstration im Kalten Krieg war geboren. Wolfgang Kneib stand im Tor der damals durch das „Wunder Eilenfeldt“ doch erstklassig gebliebenen ARMinia und dann kam der absolute Knüller:

Die ARD startete am 30. Juni 1981 „Dallas“.

Heute heißen die Fieslinge anders. Aber sie sind würdige Nachfolger.

Hat Deppendorf die schönsten Bielefelderinnen?

Im Bielefelder Stadtteil Deppendorf war Mühlentag. Die NW beschrieb es ausführlich. Und zeigte ein Bild hüscher- nein, nicht alle Deppendorferinen sind blond – Maiden, die veritable Torten in die Linse zeigten. Das Bielefelder Wetter kommt übrigens auch von da, also die Werte. Spannend wäre ja mal, welch Hübschheiten andere Bielefelder Stadtteile zu bieten haben. Vielleicht können sie ja ihre Plunderstückchen in die Kamera zeigen?

Land unter in BI

Es hat ziemlich heftig geschüttet. Nur noch eine kleine Landmarke guckt aus dem See heraus, in dem die unheimlich-unbekannte Stadt mit dem Namen Bielefeld im Regenmeer versunken ist. Nicht mal die Sparrenburg hat es geschafft. Ob sie nun für immer versunken ist? Hat der „Oe.“-Pudding jetzt für immer die Herrschaft übernommen? Ist das die Rache, weil Pudding im neuen „Image“film der Metropole nicht vorkommt?

Nachdenkliches aus der Metropole

Man sagt zwar „hinterm Horizont gehts weiter“. Aber ob das wirklich immer stimmt? Der Rütli an der Osningstraße 245 ist also mal wieder „unterm Hammer“. „Schlepper Sport“ von Henner Zimmat an der Ecke Niederwall / Rathausstraße hat Insolvenz angemeldet. 10000 Euro Miete bei monatlich 30000 Fixkosten wollen in der Sportartikelbranche erst einmal gestemmt sein. Dagegen klingen ja Meldungen, daß Autovermieter Erich Sixt am 29. Juni vor IHK-Mitgliedern über „Vom Autovermieter zum Global Player“ referiert und die so klamme Glitzermetropole über ein neues „neues Lichtkonzept für die Stadt“ nachdenken läßt wie der harmlose Knall einer Haribo-Coloradotüte.

Die Kopie des Rodinschen „Denker“ vor der Kunsthalle stützt nicht grundlos den Kopf tief in die Handfläche und sinniert. Ob es nicht in dieser Stadt am Teutoburger Wald wichtigere Dinge als ein „neues Lichtkonzept“ gibt?

Rodins Denker Kunsthalle Bielefeld

Ich mein ja nur…..

*PS: In dem Lichtkonzept geht es um die dramatisch-malerische Erleuchtung „herausragender Örtlichkeiten und Details“ der Stadt. ZB. der Steinhaufen da oben. Ich wäre eher dafür ein Marterl (bayer. Gebets- und Opferstätte) mit den Konterfeis der wunderbaren Mitglieder des Rates aufzustellen und abendliches Anbeten und Spende des Sparrenburg-Euro einzuführen (täglich)…

Skandal: Stadt zieht Straßen ein

Am Dienstag, 14. Juni, beginnen die Abbrucharbeiten für die Umgestaltung des Kesselbrinks. Gehweg, Radweg sowie rechter Teil der rechten stadteinwärtsführenden Fahrspur der Friedrich-Verleger-Straße werden eingezogen. Ein Teil der linken Seite der rechten Fahrspur wird als Radfahrstreifen freigehalten und als solcher provisorisch markiert. Die zum Baufeld führenden Fußgängerüberwege der Friedrich-Verleger-Straße und der Straße Kesselbrink werden gesperrt, Fußgänger auf die gegenüberliegende Seite verwiesen. Die Straße Kesselbrink ist nur noch aus Richtung Turnerstraße durchgängig befahrbar, der Verkehr wird über die Gegenfahrbahn geführt. Gehweg, Busspur und rechter Fahrstreifen werden eingezogen. Aus Richtung Kavalleriestraße ist die Einfahrt nur bis zur Wilhelmstraße möglich. Die Ausfahrt aus der Tiefgarage bleibt erhalten. Die Haltestelle Kesselbrink wird vor das Telekom-Hochaus verlegt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 29. Juli.

Pressemeldungen der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm sind manchmal richtige Füllhörner. Da werden „Straßen eingezogen“ und vor das „Telekom-Hochaus“ gelegt.

Aber wie singt schon Roberto Blanco, der schwarze Tausendsassa? „Ein bisschen Spaß muß sein“…..

BI: Heimat gestrandeter ICE-Wale

Die nur auf dem Papier pfeilschnellen ICE der Bundesbahn müssen eine ungeheure Anziehungskraft im Bahnhof Bielefeld spüren. Immer, wenn es ein wenig wärmer wird, krauchen sie auf dem Eisenweg von und nach Hannover in die Stadt am Teuto und verröcheln da mit streikenden Klimaanlagen. Woran das wohl liegen mag? Ist der Fahrpreis so niedrig, daß er die Unterhaltskosten nicht mehr deckt?

Franjo: „Er hat sofort gelacht“

Verona Pooth und ihr Franjo sind wieder im Babyglück: Am Samstag um 11:57 Uhr hat ihr Sohn San Diego ein Brüderchen bekommen. Er ist gesund und munter – und freute sich laut Franjo sehr, endlich das Licht der Welt erblicken zu dürfen: „Unser Sohn kam auf die Welt und hat sofort gelacht“, erzählte der stolze Vater der Bild am Sonntag. Da es ja keine wesentlicheren Nachrichten gibt, wollen wir mal anmerken, daß soben ein Sack Reis in China seine Stellung gewechselt hat. Er ist einfach umgefallen. BLÖD am Sonntag hat einen „Reporter to go“ mit Helmkamera geschickt.


Abtauchen hinterm Polizeipräsi

Da ist es doch viel interessanter, die uralte Frage einens Stapenhorster Anwohners beantwortet zu bekommen: „Bielefeld hat ja die kleinste U-Bahn der Welt. Und die bestbewachte. Wieso eigentlich?“.

Hä? Da fiel der Cent. Die Einfahrt in den Schacht von und zur Oetkerhalle liegt direkt hinterm Polizeipräsidium. Die Ordnungshüter haben eine „Soko U-Bahn“ eingerichet. Einzige Aufgabe: Ein – und Ausfahrt der Bahnen in und aus dem Schacht penibel zu beobachten und zeitlich zu dokumentieren. Spart Videokameras. Schafft Arbeitsplätze.

Wumm . Der nächste Sack Reis. Schönen Sonntag noch.

Müssiggang auf dem Siggi

Während ein paar hundert Meter weiter getrommelt, gepfiffen, Gesambat, Gesalsat und bunt flaniert wurde, herrschte auf dem Siggi eher Müssiggang. Wenn nicht diese beiden Till Eulenspiegels jungen Männer einen Rahmen mit Spiegel über die Straße trugen. Fast hätte sich die erst kürzlich von der Fotografin porträtierte und im Laden ausgestellte junge Dame darin gespiegelt. Aber eben nur fast.

Die älteren „Steckerlpieseler“ (Münchner Ausdruck für ältere männliche Biergartenbesucher) unter gelbem Schirm kriegten es nicht mit.

Gefährlicher wurde es schon für unsere erkennbar asiatischen weiblichen Besucher der Metropole, als sie in der gläsernen Rotunde in den Abgrund der kleinsten U-Bahn der Welt fuhren, wo „Siegfrieds Tod“ lauert.

So ist das eben auf dem Siggi, wenn das Nachtens Reste zusammengekehrt auf Abfuhr warten….

Nur mal so. Welche Biermarke präferiert eigentlich unser NW-Rouven, bei seinen „Streifzügen mit Notebook“ im Westen?

Hans Rudi H setzte „Bielefeld in Szene“

http://www.bielefeld-marketing.de/de/index.html

Unter diesem Link findet ihr ihn, den Pudding-Film. War bisher immer „ARMinia“ der Hauptimageträger, hat sich das in diesem Film jetzt geändert. Abgesehen vom übertriebenen Tilt-shift-Effekt, den seit dem Grand-Prix-de-Tralla jetzt meinen, alle einsetzen zu müssen, fehlen einige „Highlights“. Aber seht selbst….